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Posted in July 03, 2011
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Normalglühen: Beseitigung von Gefügeungleichmäßigkeiten und die Bildung eines von der
Vorbehandlung (Gießen, Schiede, Härten) unabhängigen, möglichst feinkörnigen Gefüges,
das die beste Kombination von Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften besitzt. Bei
untereutektoidischen Stählen wird 30 bis 50 K oberhalb von Ac3 bei übereutektoidischen
Stählen knapp oberhalb von A1 geglüht.
· Weichglühen: wird zur Verbesserung einer einfachen und wirtschaftlichen Zerspan- und
Umformbarkeit des Werkstoffes durchgeführt. Beim Glühen wird ein Gleichgewichtsgefüge
aus einer ferritischen Matrix mit eingelagerten kleinen Carbidkörnchen angestrebt, was eine
geringe Festigkeit und Härte aufweist. Bei untereutektoidischen Stählen wird langzeitig auf
Temperaturen dicht unterhalb der Ac1 Temperatur geglüht. Bei übereutektoidischen Stählen
werden oberhalb/pendeln der/um Ac1 geglüht.
· Spannungsarmglühen: wird zum Abbauen von Eigenspannungen des Werkstoffes die durch
Erwärmung, Abkühlung oder mechanische Bearbeitung durchgeführt, ohne das Gefüge und
die mechanische Eigenschaften wesentlich zu verändern. Die Temperatur muss oberhalb der
höchsten Gebrauchstemperatur und unterhalb der Temperatur, bei der Eigenschaftsänderung
eintreten, liegen. Für nicht wärmebehandelte Bauteile muss dicht unter A1 (unterhalb der
jeweiligen Anlasstemperatur) liegen.
· Diffusionsglühen: wird durchgeführt, um örtliche Unterschiede in der chemischen
Zusammensetzung auszugleichen.
Die Glühtemperatur sind sehr hoch (1050-1300°C) und die Glühzeiten sehr lang (50h). Dabei
entstehendes grobes Korn muss wieder durch Normalglühen ausgeglichen werden.
· Grobkornglühen: wird bei untereutektoidischen Stählen um die spanabhebende Bearbeitung
zu verbessern durchgeführt. Die Glühtemperatur liegt zwischen 900 und 1100 °C.
· Rekristallisationsglühen: ist es möglich die Kaltverfestigung wieder rückgängig zu machen
und damit das Formänderungsvermögen des Werkstoffes wieder herzustellen (höhere
Duktilität und Umformbarkeit). Die Temperatur liegt unterhalb von der A1 Temperatur und ist
abhängig vom Verformungsgrad und von der Korngröße.
· Härten: versteht man das Erwärmen auf Härtetemperatur, kurzes Halten bei dieser
Temperatur und nachfolgendes Abkühlen mit einer solchen Geschwindigkeit, dass eine
Härtezunahme durch Umwandlung des Austenits in Martensit und gegebenenfalls in Bainit
erfolgt. Unlegierten untereutektoidischen Stählen werden bei Temperaturen von 30-50 K
oberhalb Ac3und übereutektoidischen Stählen wenig über Ac1 austenitisiert. Bei legierten
Stählen ist die Temperatur etwas höher um eine bessere Härtbarkeit zu erzielen. Härtegefüge:
Bainit und Martensit.
· Vergüten: versteht man ein Härten und ein nachfolgendes Anlassen auf eine Temperatur
zwischen 450 und 680°C. Die hohen inneren Spannungen infolge des Härtens werden
abgebaut, was zu einem Abfall der Festigkeit und Härte, aber zu einer Verbesserung der
Zähigkeit führt.
2. ZTU-Diagramme:
In den ZTU-Diagrammen werden die Abkülungsgeschwindigkeit der Legierung und die
Kinetik der Umwandlungsgeschebens berücksichtigt.
· Isothermisches ZTU Diagramm: Werden die Umwandlungsabläufe dargestellt. Es ist bei
konstanter Temperatur (parallele zur Abszisse) zu lesen.
· Kontinuierliches ZTU-Diagramm: Gelten für eine kontinuierliche Abkühlung. Alle
Aussagen sind nur entlang der eingezeichneten Abkühlkurven abzulesen.
3. Stirnabschreckversuch
Wird der Versuch an einer Probe mit 25 mm Durchmesser und 100 mm Länge zur Ermittlung
der Härtbarkeit von Stahl durchgeführt.
Normen:
Öffnung des Wasserzuführrohres 12,5 +- 0,5 mm
Abstand zwischen Wasserzuführrohr und Stirnfläche der Probe 12,5 +- 0,5 mm
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