Aufbau und Funktion von Großhirnrinde, Synapsen und Auge

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Die Großhirnrinde und das Nervensystem

Die Großhirnrinde ist die oberste Ebene, die die Tätigkeit der Neuronen auf den unteren Ebenen kontrolliert. Unser Nervensystem ist somit hierarchisch aufgebaut. Die Medulla kontrolliert beispielsweise die Atembewegungen, untersteht jedoch wiederum der Hirnrinde. Wenn wir bewusst unter Wasser die Luft anhalten, geschieht dies, weil die Hirnrinde die Aktivität steuert und nicht die Medulla.

Die Synapse: Übertragung von Nervenimpulsen

Die Synapse ist der Raum zwischen zwei Neuronen, den ein Nervenimpuls überwinden muss, um von einer Zelle zur nächsten zu gelangen. Dieser Prozess wird als synaptische Übertragung bezeichnet und umfasst drei Elemente:

  • Präsynaptisches Neuron (n. anterior)
  • Postsynaptisches Neuron (n. posterior)
  • Synaptischer Spalt (esp. sinap.)

Für die Überwindung des synaptischen Spalts ist die Anwesenheit von Neurotransmittern erforderlich. Diese befinden sich in Vesikeln innerhalb der Axone. Sobald ein Nervenimpuls das Axon erreicht, werden die Neurotransmitter freigesetzt und erreichen die Membran der Dendriten.

Das Auge: Aufbau und Funktion

Das Auge ist ein Organ zur Wahrnehmung von Licht und Farbe. Es ist in einer knöchernen Höhle des Schädels untergebracht, der sogenannten Orbita. Das Auge besitzt eine Kugelform und ist mit Flüssigkeiten gefüllt (Glaskörper und Kammerwasser), die ihm seine Form verleihen. Es besteht aus drei wesentlichen Membranen:

  • Sklera (Lederhaut): Die äußerste, harte und faserige Schicht. Sie ist weiß und undurchsichtig. Die Tränendrüse (Glandula lacrimalis) sezerniert eine Flüssigkeit, die Bakterien abtötet.
  • Aderhaut: Eine dünne Membran mit vielen Blutgefäßen, die unter anderem die Iris versorgt.
  • Netzhaut (Retina): Die innerste Membran des Auges. Sie enthält Stäbchen und Zapfen.

Die Stäbchen sind sehr lichtempfindlich, ermöglichen jedoch nur das Sehen in Schwarz-Weiß. Die Zapfen hingegen ermöglichen das Farbsehen.

Augenanomalien und Korrekturmöglichkeiten

Häufige Sehfehler sind:

  • Myopie (Kurzsichtigkeit): Entfernte Objekte erscheinen verschwommen, nahe Objekte deutlich. Dies tritt auf, wenn das Auge länger als normal ist oder die Hornhaut zu stark gekrümmt ist.
  • Hyperopie (Weitsichtigkeit): Die Fernsicht ist normal, aber nahe Objekte verschwimmen. Dies tritt auf, wenn das Auge zu kurz ist oder die Hornhaut zu flach ist.
  • Astigmatismus (Stabsichtigkeit): Bilder erscheinen verschwommen oder verzerrt, da die Hornhaut in verschiedenen Richtungen unterschiedliche Krümmungen aufweist.

Die am häufigsten verwendete Technik zur Korrektur dieser Anomalien ist die Laserbehandlung. Diese Methode kann bei Myopie bis zu 15 Dioptrien, bei Hyperopie bis zu 6 Dioptrien sowie bei begleitendem Astigmatismus angewendet werden.

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