Bankgeschäfte: Aktive Operationen, Kredite und Garantien
Grundlagen der Bankverbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten bilden die Quelle der Mittel, die Finanzinstitute für ihre verschiedenen Vermögensoperationen nutzen.
6.1.1. Faktoren bei Asset-Operationen
Das Kerngeschäft von Banken und Sparkassen besteht darin, Kundengelder in Form von Einlagen oder Pensionsgeschäften entgegenzunehmen und diese durch verschiedene Asset-Operationen (Diskontierung, Darlehen, Kredite) wieder anzulegen.
Bei diesem Prozess trägt das Institut das Risiko, dass der Kreditnehmer das Geld inklusive Zinsen nicht fristgerecht zurückzahlt. Daher muss die Kreditwürdigkeit (Solvenz) des Kunden vorab geprüft werden. Zur Risikominimierung verlangen Banken oft Sicherheiten oder den Abschluss ergänzender Produkte.
6.1.2. Risikobewertung bei Asset-Operationen
Kreditgeber prüfen die Rückzahlungsfähigkeit des Antragstellers anhand interner Daten (z. B. Einkommen, familiäre Situation) und externer Quellen (z. B. Grundbuchamt, Bank von Spanien, Auskunfteien).
Ein entscheidender Faktor ist die Tilgungsfrist: Längere Laufzeiten erhöhen das Risiko unvorhersehbarer Ereignisse, weshalb Banken kürzere Laufzeiten bevorzugen.
6.2. Skonto und Diskontierung
Im kaufmännischen Verkehr entstehen durch Zahlungsziele Kreditforderungen, die oft in Dokumenten wie Rechnungen oder Quittungen verbrieft sind.
6.2.1. Der Wechsel
Der Wechsel ist ein handelbares Instrument mit besonderem gesetzlichem Schutz. Er definiert eine Zahlungsverpflichtung zwischen dem Aussteller (Schublade), dem Bezogenen und dem Zahlungsempfänger.
6.2.2. Risiken beim Wechseldiskont
Banken bewerten beim Diskontieren die Anzahl der beteiligten Parteien und die Bonität des Bezogenen. Ein akzeptierter Wechsel bietet höhere Sicherheit. Zudem wird das Verhältnis von Forderungsausfällen (Rückläufern) beobachtet; eine Quote über 20 % gilt als alarmierend.
6.2.3. Dokumentendiskontierung
Neben Wechseln werden auch Quittungen, Arbeitszertifikate und Schuldverschreibungen diskontiert.
- Rechnungsdiskont: Ähnlich wie Wechsel, jedoch ohne Wertpapiercharakter.
- Arbeitszertifikate: Finanzierung von Teilzahlungen bei großen Projekten.
- Forfaitierung: Ankauf von Schuldverschreibungen mit längeren Laufzeiten.
6.3. Darlehen und Kredite
Obwohl oft synonym verwendet, gibt es formale Unterschiede zwischen Darlehen und Krediten.
- Darlehen: Einmalige Auszahlung einer Summe mit festem Tilgungsplan.
- Kredit: Bereitstellung eines Rahmens, über den der Kunde flexibel verfügen kann.
6.3.1. Risikomanagement
Zur Risikokontrolle nutzen Banken das Scoring-Verfahren, das objektive Kriterien wie Alter, Beruf und Einkommen bewertet, um Kreditentscheidungen zu beschleunigen.
6.4.2. Gesicherte Darlehen
Bei hohem Risiko verlangen Banken Sicherheiten wie Pfandrechte (bewegliche Güter) oder Hypotheken (Immobilien). Diese müssen notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden.
6.6. Kreditkonten
Kreditkonten ermöglichen eine flexible Finanzierung innerhalb eines vereinbarten Limits. Überschreitungen (Überziehungen) werden mit hohen Zinsen und Provisionen bestraft.
6.7. Kontokorrentkredite
Überziehungen ohne vorherige Vereinbarung sind riskant und werden restriktiv gehandhabt. Gesetzliche Zinsobergrenzen schützen Privatpersonen vor überhöhten Kosten.
5.6. Bankgarantien
Bankgarantien (Signaturkredite) sind Verpflichtungen, bei denen das Institut für die Verbindlichkeiten des Kunden einsteht, ohne direkt Kapital auszuzahlen. Die Rentabilität ergibt sich hier aus den Gebühren für die Garantieübernommene Risiken" iken" } iken Risiken"