Biologische Vielfalt, Ökosysteme und Ressourcen
Biologische Vielfalt und Umwelt
Biologische Vielfalt: Die Umwelt umgibt uns und wird durch biotische (lebende) und abiotische Faktoren (nicht lebend: Wasser, Temperatur, Wind, Feuchtigkeit) gebildet. Man unterscheidet zwischen aquatischen Umgebungen (Gewässer, Flüsse, Seen, Tümpel/Charcos), terrestrischen Umgebungen mit spezifischem Klima und Vegetation (z. B. trockenes oder tropisches Klima) sowie dem Luftraum, in dem Lebewesen wie Vögel oder Insekten agieren.
Definition der Biodiversität
- Alle Lebewesen in einer bestimmten Region.
- Vielfalt der Arten, ausgedrückt als Anzahl der Klassen pro Flächeneinheit (Unit Area).
- Biodiversität ist die Variabilität unter lebenden Organismen, unter anderem an Land und im Wasser.
- Das Konzept beinhaltet die Zahl der Arten eines bestimmten Gebiets sowie die Anzahl der Organismen der einzelnen Arten in der jeweiligen Region.
Aspekte der biologischen Vielfalt
- Genetische Variabilität: Vielfalt unter den Individuen der gleichen Spezies.
- Artenvielfalt: Eine Vielzahl verschiedener Arten.
- Ökosystemvielfalt: Vielfalt der Wälder, Wüsten, Flüsse, Seen und Meere, die miteinander interagieren.
Faktoren, die Auswirkungen auf die Biodiversität haben: Entwaldung (Deforestación), Überweidung, Zerstörung der Lebensräume und Verlust von Arten.
Einflussfaktoren auf die Artenanzahl
Faktoren, welche die Anzahl der Arten in einer Gemeinschaft bestimmen: Abundanz, geografische Isolierung, ökologische Nischen (Nixos), Habitat-Stress, Umwelteinflüsse an den Grenzen einer Art und Überdominanz.
Biodiversität in Chile
- Hochland (Highlands): Trockenes, kaltes Klima (Flamingo, Viscacha).
- Wüste: Aride Vielfalt und Schnee.
- Zentralzone: Mediterranes Klima, kalt und trocken oder regnerisch (Boldo, Espino, Kondor).
- Küstenregionen: Über das gesamte Gebiet verteilt (Möwen/Gull).
- Südzone: Wald bzw. Valdivianischer Regenwald (Tanne/Fir, Choroi).
- Patagonische Zone: Wenig Sonne, niedrige Temperaturen und Wind.
- Antarktis-Zone: Viel Schnee.
Natürliche Ressourcen
Natürliche Ressourcen sind Komponenten der Natur, die zur Erfüllung von Bedürfnissen dienen.
- Erneuerbare Ressourcen (Renovables): Unerschöpfliche Energien wie Sonne, Wind, Wasser sowie Pflanzen und Tiere.
- Nicht erneuerbare Ressourcen: Fossile Brennstoffe und Mineralien (deren Bildung dauert Jahre).
Energiequellen und Umweltprobleme
Beispiele für Energien: Gezeitenenergie, Hydraulik, Solar, Wind, Geothermie und Biomasse. Nicht erneuerbare Energien umfassen Nuklearenergie und fossile Brennstoffe.
Missbrauch natürlicher Ressourcen führt zu: Entwaldung, Wüstenbildung, Wasserverschmutzung und Luftverschmutzung.
Das Ökosystem
Ein Ökosystem (Ecosystema) besteht aus biotischen und abiotischen Faktoren:
- Abiotisch: Unbelebte Faktoren wie Licht, Temperatur, chemische Einflüsse, Atmosphäre und Wasser.
- Biotisch: Lebewesen, die eine Umwelt teilen.
Trophische Ebenen
Energie und Nährstoffe durchlaufen die Nahrungskette:
- Produzenten: Organismen, die organische Stoffe aus anorganischen herstellen.
- Heterotrophe Konsumenten:
- Primärkonsumenten (Herbivoren/Pflanzenfresser).
- Sekundärkonsumenten (Karnivoren/Fleischfresser).
- Tertiärkonsumenten (Karnivoren, die andere Fleischfresser fressen).
- Destruenten (Zersetzer): Bauen Abfälle und Leichen ab und führen die Biomasse dem Boden zurück.
Beispiel einer Nahrungskette: Stroh → Heuschrecke (Saltamontes) → Ringelnatter → Eule (Owls) → Bakterien.