Bürokratische Hindernisse in der Ethnographie schulischer Institutionen

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Bürokratische Hindernisse für die Ethnographie schulischer Institutionen

1. Schule, Hindernisse und Bürokratie

Die Ethnographie kann durch bürokratische Hindernisse erschwert werden. Es ist sinnvoll, die Hindernisse der Ethnographie in der Schule zu verstehen, damit man Kultur und soziales Leben wirksam erforschen kann.

Diese Modernität ist in fast allen Institutionen anzutreffen. Die Hindernisse sind in der Ethnographie weit verbreitet. Bürokratie wird dabei als eine moderne öffentliche Einrichtung betrachtet, die ein zentrales Element der Modernität darstellt.

Die Schule ist zugleich eine der wichtigsten Bürokratien und in gewisser Weise eine fundamentale Bürokratie. Der Betrieb des Unterrichts ist von der Vielfalt der Kulturen und Codes durchzogen, die akademisch gewachsen sind und in der Praxis der sozialen Interaktion wirken.

1.1 Hindernisse, Qualitäten und Effekte

Bürokratische Strukturen erzeugen typische Hindernisse für die Erforschung der Schule. Diese Hindernisse sind für die Ethnographie gemeinsame Probleme, die sich in Rollen, Umgebungen und institutionellen Praktiken zeigen.

1.2 Qualitäten der Ethnographie

Die ethnographische Perspektive betrachtet Individuen, Sozialbeziehungen und konkrete Prozesse. Vier grundlegende Dimensionen sind für die ethnographische Untersuchung zentral: Subjekt, Relation, Konkretes und Prozess.

1.3 Subjekt, Relation und Konkretes

Bürokratische Produktion reduziert Subjekte häufig auf abstrakte Einzelpersonen, während ethnographische Produktion Menschen als soziale Subjekte begreift, die in Sozialisation, Kultur und Kommunikation eingebettet sind.

In Bezug auf Relationen betont die Bürokratie individualistische, fragmentierte Anpassungen, während die Ethnographie die sozialen Beziehungen, Praktiken und Verbindungen innerhalb der Institutionen untersucht.

Bei der Betrachtung des Konkreten konzentriert sich die Ethnographie auf die tatsächlichen Gegebenheiten des Alltags, statt auf abstrakte Mengen, Verfahren und Funktionen.

1.4 Prozess

Bürokratische Produktion ist durch die Ausblendung der Zeit gekennzeichnet. Die Ethnographie hingegen fokussiert auf den Prozess selbst und verbindet Forschung, Bewertung und soziale Praxis.

Schule, Individuum und Kultur

2. Schule und Kodierung

Die Schule ist ein administrierbares Gebäude, dessen Personen in individualisierte Rollen eingebettet sind. Die Ethnographie versucht, die einzelnen Individuen in ihrem sozialen Kontext zu verstehen und deren Herkunft als relevant für ihre soziale Position zu begreifen.

Daten liefern die Institution, doch viele Daten sind ethnographisch arm, weil die Ignoranz gegenüber der sozialen Herkunft das relationale Denken verhindert. Die Kodifizierung der Ethnographie darf nicht individualistisch überlagert werden.

2.1 Universalistische Vision

Die Schule beansprucht eine universalistische Dienstleistung. Der Begriff des "Lokalen" bleibt dabei häufig unbestimmt, und Institutionen treten als universell auf, obwohl sie lokale Lebenswelten prägen.

Prinzipien, Kultur und Forschungspraxis

3. Grundsätze der Ethnographie

  1. Gleichwertigkeit funktionaler Äquivalenz: Subjekte sind nicht substituierbar.
  2. Gleichheit, Gerechtigkeit und Disziplin: Institutionen bieten zwei Seiten, eine scheinbar demokratische und eine weniger angenehme bürokratische Seite.
  3. Verständnis institutioneller Notwendigkeiten: Techniken werden nicht als neutrale Zwecke verstanden.
  4. Normalisierung und Anerkennung von Vielfalt: Die Ethnographie beschreibt Differenz nicht nur, sondern denkt über ihre Konzeption nach.
  5. Utilitaristische Bildung: Subjekte werden rational definiert und universell anerkannt.

3.1 Kultur der Schule

Die Schule hat die Mission, "Kultur" als legitimes Wissen zu definieren. Anthropologie und Ethnographie sollten jedoch jede Form gesellschaftlichen Lebens vergleichend interpretieren und den Begriff der Kultur reflexiv verwenden.

Gute Ethnographie entsteht, wenn Kultur reflexiv betrachtet wird und die Forschenden ihre eigenen Konventionen und Praktiken hinterfragen.

3.2 Einschränkungen und Erfahrungen

Die Schule ist kein neutraler Ort objektiver Forschung. Bürokratische Institutionen zeigen, wie Subjekte in funktionale Rollen gedrängt werden. Feldforschung in bürokratischen Kontexten erfordert, Vertrauen und Verhältnisse zwischen Institutionen und Nutzern sorgfältig zu analysieren.

4. Forschungserfahrungen

Ein Beispiel ist die Arbeit mit einer Gruppe von Freunden und Fachleuten in einem Projekt zur Anerkennung kultureller Identität. Dabei wurden Verfahren und Zugänge zur Gemeinschaft untersucht, insbesondere im Kontext der norwegischen Sami-Gemeinschaft.

Die Erfahrungen zeigen, dass Bürokratien Daten oft ohne Kontext erheben. Daten werden dadurch zu "armen Daten", die die Gesellschaft und Kultur nicht reflektieren.

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