Die Enteignungen von Mendizábal und Madoz in Spanien
Zusammenfassung
Der Text beschreibt die beiden großen Enteignungswellen des 19. Jahrhunderts in Spanien: die Einziehung unter Mendizábal (1836) und die Einziehung unter Madoz (1855). Er erklärt Ziele, Verkaufsbedingungen, wirtschaftliche Folgen und die Auswirkungen auf Kirche, Bauern und Gemeinden.
Kernpunkte
- Die Einziehung von Mendizábal (1836) betraf vor allem Immobilien des regulären Klerus und diente der Schuldenfinanzierung sowie der Förderung der liberalen Bourgeoisie.
- Zwischen 1836 und 1844 wurden enteignete Vermögenswerte im Wert von 910 Millionen verkauft.
- Bei den Verkäufen mussten 20% bar bezahlt werden, der Rest in Raten; Staatsschulden waren als Zahlungsmittel zugelassen.
- Die Einziehung von Madoz (1855) erfasste zusätzlich ländliche und städtische Immobilien, Staatsbetriebe und Gemeindegüter.
- Der Madoz-Prozess zielte darauf ab, das Eigentum in toten Händen zu beseitigen, und musste vollständig in bar bezahlt werden.
- Die Erlöse dienten dem Schuldenabbau; die Kirche verlor ihren wirtschaftlichen Privilegienstatus, behielt aber gesellschaftlichen Einfluss.
Die Enteignungen von Mendizábal
Im Jahr 1836 fand die Einziehung von Mendizábal statt, die den Verkauf von Immobilien des regulären Klerus beinhaltete. Die Hauptziele waren die Finanzierung und Verbesserung der öffentlichen Verschuldung, die Erschließung von Grundstücken für die Bourgeoisie und die Unterstützung der liberalen Sache durch einen sozialen Sektor.
Seit 1941 ging die Regentschaft Esparteros ebenfalls auf den Verkauf der Vermögenswerte des Weltklerus über. Zwischen 1836 und 1844 wurden enteignete Vermögenswerte im Wert von 910 Millionen verkauft.
Die Grundstücke wurden in verschiedenen Größen verkauft. Obwohl einige erschwinglich waren, war der Kauf für niedrigere soziale Gruppen schwierig, da die Bourgeoisie über mehr Liquidität verfügte und die Auktionen gut kontrollierte. Die Zahlung erfolgte zu 20% in bar, der Rest wurde in Raten gezahlt, wobei auch die Zahlung mit Staatsschulden zugelassen war.
Die Vorteile der Beschlagnahme waren gering. Der Staat erhöhte seine Einnahmen um 4,5 Milliarden, während die Staatsschulden 14 Milliarden betrugen. Dies führte dazu, dass die Kirche ihren wirtschaftlichen Privilegienstatus verlor, aber weiterhin Einfluss auf Haltung und Erziehung der Zeit ausübte.
Die Enteignung von Madoz
Später, im Zweijahreszeitraum der Progressiven, wurde die Einziehung von Madoz (1855) durchgeführt. Im Gegensatz zu den vorherigen Enteignungen wurden hier neben kirchlichem Eigentum auch alle Arten von Immobilien enteignet: ländliche und städtische Immobilien, Staatsbetriebe und Gemeindegüter.
Dieser Prozess schloss den Prozess von Mendizábal ab und zielte darauf ab, das Eigentum in toten Händen zu zerstören. Zwischen 1855 und 1856 wurden viele Länder von 8000 Millionen Reais versteigert, die nur in bar bezahlt werden konnten, im Gegensatz zu früheren Regelungen.
Das Geld aus dem Erwerb von Grundstücken wurde zum Schuldenabbau und für die Bedürfnisse des Finanzamtes verwendet. Die Folgen dieser zweiten Beschlagnahme waren die Beseitigung von kommunalem Eigentum und dem, was von der Kirche übrig geblieben war. Die Situation der Bauern verbesserte sich, aber ihre Lebensbedingungen verschlechterten sich, und es kam zu einem Bruch der Beziehungen mit der Kirche.
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was war das Ziel der Enteignung von Mendizábal?
Ziel war die Finanzierung und Verbesserung der öffentlichen Verschuldung, die Erschließung von Grundstücken für die Bourgeoisie und die Unterstützung der liberalen Sache.
Worin unterscheidet sich die Enteignung von Madoz von der von Mendizábal?
Die Enteignung von Madoz erfasste nicht nur kirchlichen Besitz, sondern auch ländliche und städtische Immobilien, Staatsbetriebe und Gemeindegüter. Zudem musste in bar bezahlt werden.
Welche Folgen hatte die Enteignung für die Kirche?
Die Kirche verlor ihren wirtschaftlichen Privilegienstatus, behielt jedoch weiterhin Einfluss auf Haltung und Erziehung der Zeit.
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