Die Entstehung der Republik Venezuela

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Großkolumbien (La Gran Colombia)

Vor der Geburtsstunde Venezuelas als Republik muss berücksichtigt werden, dass das Land ehemals Teil der Republik Großkolumbien war. Es gab einen Präsidenten und einen Vizepräsidenten für Kolumbien. Das Gebiet wurde in die Departements Cundinamarca, Venezuela und Quito unterteilt. Die Hauptstadt war Bogotá. Der Präsident war Simón Bolívar (im Originaltext fälschlich als Simon Rodriguez bezeichnet) und der Vizepräsident war Francisco de Paula Santander; José Antonio Páez leitete die militärische Abteilung von Venezuela.

La Cosiata

Hierbei handelt es sich um eine oppositionelle Bewegung, die im Jahre 1821 entstand. Sie führte dazu, dass Simón Bolívar und José Antonio Páez begannen, die Trennung Venezuelas von Kolumbien anzustreben.

Bolívars Schlichtungsversuche 1826–1827

Im Jahr 1826 drohte ein Bürgerkrieg. Bolívar bot an, eine nationale Konvention einzuberufen, um über das Schicksal Großkolumbiens zu entscheiden. Im Jahr 1827 kehrte Bolívar nach Bogotá zurück; der Bürgerkrieg wurde vermieden, aber die Idee der Trennung blieb latent vorhanden.

Die Konvention von Ocaña

Im Jahre 1828 fand die versprochene Versammlung in Ocaña statt. Separatistische Bestrebungen traten im gesamten Gebiet Großkolumbiens auf. In Ocaña gab es drei Delegationsgruppen:

  • Zentralisten: Sie wollten eine starke Zentralregierung und unterstützten weiterhin Bolívar.
  • Föderalisten: Sie wollten die zentrale Macht schwächen und unterstützten Santander.
  • Unabhängige: Sie waren bereit, sich je nach Situation der einen oder anderen Seite anzuschließen.

Der Kongress von Valencia (1830)

Am 13. Januar 1830 erklärte Páez die Autonomie Venezuelas und verkündete die Vorschriften für die Wahl der konstituierenden Versammlung. Die gewählten Abgeordneten trafen sich am 6. Mai 1830 in Valencia.

Merkmale der Versammlung

  1. In ihrer Regierungserklärung zeigte sie eine deutlich anti-bolivarische Haltung.
  2. Sie betonte den Widerstand gegen jeden Versuch zur Wiederherstellung der Union von Großkolumbien und legalisierte die Trennung.
  3. Es wurde die nationale Verfassung für den neuen venezolanischen Staat verabschiedet und die Wahl der Staatsbeamten festgelegt.

Bedeutung des Kongresses von Valencia

Dieser Kongress war für die Organisation der Republik von großer Bedeutung, da diese Versammlung alle rechtlichen und politisch-administrativen Regeln festlegte, die das neue Staatswesen regeln sollten. In der Territorialpolitik blieben die bestehenden Departements (Venezuela, Zulia, Orinoco und Maturín) zunächst erhalten. Es gab elf (11) Provinzen: Barinas, Apure, Barcelona, Carabobo, Caracas, Margarita, Coro, Cumaná, Guayana, Mérida und Maracaibo.

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