Granit: Eigenschaften, Zusammensetzung und Verwendung am Bau
Magmatische Gesteine: Granit
Herkunft und Struktur
Granit ist ein plutonisches Eruptivgestein mit granitoider Struktur. Er besteht aus drei wesentlichen Mineralien sowie weiteren akzessorischen Bestandteilen.
Zusammensetzung
- Hauptminerale: Quarz, Feldspat, Glimmer
- Weitere Minerale: Muskovit, Hornblende etc.
Eigenschaften und Qualität
- Hoher Quarzgehalt: Führt zu höherer Härte, Abriebfestigkeit, Druckfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse.
- Hoher Feldspat- und Glimmergehalt: Diese Granite sind anfälliger für Verfall und Desintegration.
Vorkommen
Granite stellen 80 % der magmatischen Gesteine dar und bilden häufig Batholithe.
Klassifizierung nach Korngröße
- Macrogranite (grob): > 5 mm
- Macrogranite (mittel): 6–20 mm
- Microgranite (fein): > 21 mm
- Microgranite (sehr fein): sehr feinkörnig
Technische Merkmale
- Hohe Dichte (ca. 99 %)
- Geringe Porosität (0,4 % – 1,5 %)
- Niedriger Koeffizient für die Wasseraufnahme
- Gute Witterungs- und Frostbeständigkeit
- Gute Schalldämmung
- Hohe mechanische Druckfestigkeit und Verschleißfestigkeit
- Breite Palette an Farben
Deskriptive Studie: Fehler im Granit
Rote Flecken/Einschlüsse: Charakteristischer struktureller Defekt durch die Anhäufung kristalliner Körner (Glimmer oder Feldspat).
- Eigenschaften: Geringere mechanische Festigkeit, erschwerte Bearbeitung, verändertes Aussehen.
Eignung für den Bau
Nicht geeignet bei:
- Einschlüssen > 5 cm
- Rissen oder Sprüngen
- Vorhandensein von eisenhaltigen Mineralien, Sulfiden und Tonen
- Bereichen, die von Zersetzung betroffen sind
Günstige Bedingungen:
Ideal für dauerhafte und langlebige Oberflächen, Steinmetzarbeiten, Bodenbeläge und wartungsfreie Materialien.
Verwendung von Granit im Bauwesen
- Verkleidung vertikaler Flächen
- Bodenbeläge (Fliesen, Platten, Pflastersteine)
- Elemente für die Sanierung und Rehabilitation