Grundlagen der Ernährung: Stoffwechsel bei Tieren und Pflanzen
Merkmale der Ernährung und des Stoffwechsels
Die Ernährung umfasst die Aufnahme von Stoffen in lebende Organismen sowie die Prozesse, die Energie und Materie umwandeln. Diese Stoffe finden sich in Lebensmitteln (Elikagaiak), die aus verschiedenen Substanzen bestehen. Nährstoffe gelangen in ihrer direkten und einfachen Form zu den Zellen (zeluletara).
Verdauungsvorgänge und Gasaustausch bei Tieren
Bei Tieren (Animalia) dienen die Verdauungsvorgänge dazu, Nahrung in einfachere Substanzen zu zerlegen, damit der Körper sie über das Blut aufnehmen kann. Der Gasaustausch ermöglicht es, Sauerstoff für den Stoffwechsel aufzunehmen und Kohlendioxid als Abfallprodukt auszuscheiden (kamporatueta). Dies geschieht über das Atemsystem.
Transport, Stoffwechsel und Ausscheidung
- Transport (Garraioa): Das Kreislaufsystem sorgt für die Verteilung der Stoffe im Körper.
- Stoffwechsel (Metabolismoa): Ein Verarbeitungssystem zur Energiegewinnung (lortzeko).
- Ausscheidung (Iraizketa): Der Prozess, bei dem der Körper Abfallstoffe loswird.
Ernährung und Photosynthese bei Pflanzen
Pflanzen (Landareak) absorbieren anorganische Nährstoffe wie Wasser und Mineralsalze durch ihre Wurzeln. Diese werden durch Transportröhren (Garraio Rohre) befördert. Durch die Evapotranspiration (Ebapotranspirazioa) verdunstet der Großteil des aufgenommenen Wassers über die Blätter (ostoen). Der Gasaustausch erfolgt ebenfalls über die Spaltöffnungen (estomen) der Blätter.
Bei der Photosynthese wird Sonnenlicht genutzt, um anorganische Stoffe in organische Substanzen (sustanztia) umzuwandeln. Diese organischen Verbindungen werden durch Pflanzenzellen transportiert und im Stoffwechsel sowie bei der Zellatmung zur Energiegewinnung genutzt. Abfallprodukte des Zellstoffwechsels werden anschließend ausgeschieden.
Arten der Verdauung und Nahrungsaufnahme
Die Verdauung umfasst alle Phänomene der Nahrungsaufnahme (Irenstea/hartzea) und der Verwertung von Stoffen im Körper sowie die Beseitigung von Abfällen. Es gibt zwei Hauptarten der Verdauung:
- Intrazelluläre Verdauung: Findet im Inneren der Zelle statt, wobei die Zelle Nährstoffe direkt transformiert.
- Extrazelluläre Verdauung (Zelulaz kampokoa): Findet außerhalb der Zellen in Verdauungsröhren statt. Enzyme (bestimmte Proteine) aus den Verdauungsdrüsen helfen dabei, die Lebensmittel zu zersetzen (deskomposatzeko).
Die extrazelluläre Verdauung kann innerhalb des Körpers oder außerhalb stattfinden. Dabei unterscheidet man zwischen mechanischen und chemischen Transformationen. Bei der Resorption gehen die Nährstoffe aus dem Verdauungssystem in die Blutbahnen über, um zu den einzelnen Zellen transportiert zu werden. Nicht verwertbare Abfälle werden als Kot (gorots) ausgeschieden (Egestioa).
Anatomie der Verdauungs- und Kreislaufsysteme
Einfache Organismen besitzen eine Gastrovaskularhöhle (Barrumbe Gastrikoak), die sackartig (zakumodukoa) aufgebaut ist und nur eine Öffnung (Oskulu) besitzt, die sowohl als Mund als auch als After (uzkiarena) fungiert. Komplexere Tiere besitzen ein durchgehendes Verdauungsrohr vom Mund bis zum Anus.
Für den Gasaustausch nutzen Wassertiere Kiemen (brankiak), wobei man zwischen externen und internen Kiemen unterscheidet. Der Transport erfolgt über Flüssigkeiten wie das Blut bei Wirbeltieren. Das Gefäßsystem besteht aus drei Typen:
- Arterien: Führen das Blut vom Herzen weg.
- Venen (Zainak): Führen das Blut zum Herzen zurück.
- Kapillaren (Kapilarrak): Dünnwandige Röhren, in denen der Austausch von Gasen, Nährstoffen und Abfällen zwischen Blut und Zellen stattfindet.
Das Herz (Bihotza) pumpt das Blut durch den Körper, indem es sich zusammenzieht (Kontraktion) und wieder ausdehnt.