Grundlagen der Erzähltechnik und des Magischen Realismus
Grundlagen der Erzähltechnik
Montage: Das Sortieren, Ausschneiden und Einfügen von Filmfragmenten. Die kleinste Einheit ist das Fotogramm. Diese werden zu Ebenen zusammengefügt, die wiederum die Kulissen für Sequenzen bilden.
Innerer Monolog: Eine Technik, die aus der modernen Psychoanalyse stammt. Er dient dazu, den geistigen Inhalt einer Figur direkt durch den Autor zu verbalisieren.
Soliloquium: Entspricht einer Reflexion der Figur, die laut ausgesprochen wird. Es entsteht eine dialogische Beziehung zwischen dem Charakter und seiner Rede oder einem imaginären Gegenüber.
Zeitgenössische Literatur: Realismus
Der Realismus legt Aspekte des täglichen Lebens offen (z. B. Marta Brunet: Berg drinnen; Baldomero Lillo: Subterra).
Magischer Realismus
Eine Erzählweise, die die kulturelle Realität und das fiktive Universum authentifiziert, inklusive Raum, Charakter, Zeit und Konfliktlösung.
Struktur des Diskurses
- Exordium: Einleitung und Einführung in das Thema.
- Entwicklung: Detaillierte Analyse des Problems.
- Schlussfolgerung: Zusammenfassung der zentralen Idee.
Merkmale des Magischen Realismus
- Darstellung der Realität: Natürliches und Übernatürliches vermischen sich auf unbestreitbare Weise.
- Authentizität: Der Erzähler präsentiert die Ereignisse als natürlich und wahr.
- Kulturelle Realität: Verbindung von kosmopolitischen Einflüssen mit ländlichen, autochthonen und mythischen Überzeugungen.
- Charaktere: Fokus auf das Kollektiv statt nur auf das Individuum.
- Fiktives Universum: Eine harmonische Welt, in der Rationales und Irrationales koexistieren.
- Zeit: Überwindung linearer Dimensionen durch mythische oder heilige Zeitbezüge.
- Konfliktlösung: Der Konflikt wird durch die innere Logik der Erzählung und den Glauben an das Wunderbare gelöst.
- Kompositorische Verfahren: Nutzung von rhetorischen Übertreibungen und der Einbürgerung des Wunderbaren.
- Wirkung auf den Leser: Der Leser akzeptiert das Wunderbare als Teil der Wirklichkeit.
- Stilmittel: Einsatz von Paradoxien und semantischen Figuren zur Verstärkung der Erzählung.