Grundlagen des Finanzmanagements und Finanzierungsquellen

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Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement

Damit ein Unternehmen den Betrieb aufnehmen kann, muss es über bestimmte Ressourcen verfügen, einschließlich humaner Ressourcen. Da für deren Nutzung Kosten anfallen, hat das Unternehmen ein Entgelt zu entrichten und muss prüfen, wie diese Ressourcen zu finanzieren sind. Sobald dies erreicht ist, benötigt das Unternehmen kontinuierlich Geld, um Mitarbeiter zu bezahlen und Rohstoffe zu beschaffen, sodass eine ständige Finanzierung notwendig ist.

Funktionen des Finanzmanagements

  • 1) Finanzplanung: Welches Kapital wird in Zukunft benötigt? Welche finanziellen Mittel sind für die nächste Investition erforderlich?
  • 2) Investitionsentscheidungen: Was ist die beste Verwendung der finanziellen Ressourcen? Welches sind die rentabelsten Investitionsprojekte für das Unternehmen?
  • 3) Mittelbeschaffung: Auf welchem Weg lassen sich finanzielle Mittel am besten beschaffen? Hierbei müssen alle verfügbaren Alternativen bewertet werden.
  • 4) Kontrolle des finanziellen Gleichgewichts: Befindet sich die Verschuldung in einem angemessenen Rahmen? Ist das Unternehmen solvent genug, um seine Schulden fristgerecht zu begleichen?

Komplementarität zwischen Finanzierung und Investition

Hierbei stechen zwei Aspekte hervor:

  1. Die Analyse und Auswahl von Unternehmensinvestitionen.
  2. Die Analyse der verschiedenen Möglichkeiten zur Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel.

Beide Aspekte sind eng miteinander verknüpft, da die Entscheidung, in ein Projekt zu investieren, die Notwendigkeit nach sich zieht, über dessen Finanzierung zu entscheiden. Die Finanzfunktion ist somit der Berührungspunkt zwischen der Mittelverwendung und der Mittelbeschaffung.

Arten von Finanzierungsquellen

Finanzierungsquellen werden nach verschiedenen Kriterien unterteilt:

1) Nach dem Eigentum an den Ressourcen

  • Eigenfinanzierung: Diese besteht aus den finanziellen Ressourcen im Besitz des Unternehmens. Sie setzt sich aus dem Kapital (Beiträge der Partner oder Eigentümer bei Gründung oder Kapitalerhöhungen) sowie aus Reserven oder einbehaltenen Gewinnen zusammen. Jährliche Gewinne, die nicht ausgeschüttet werden, verbleiben im Unternehmen und dienen als finanzielle Rücklagen.
  • Fremdfinanzierung: Diese umfasst alle Ressourcen, die durch Schulden oder Verpflichtungen des Unternehmens entstehen. Diese Mittel stammen von Gläubigern und Finanzinstituten und müssen über einen festgelegten Zeitraum zurückgezahlt werden.

2) Nach der Verweilzeit

  • Langfristige Finanzmittel: Dazu gehören Eigenmittel sowie langfristige Darlehen, Anleihen und Reserven. Diese Ressourcen dienen der stabilen und nachhaltigen Finanzierung des Unternehmens.
  • Kurzfristige Finanzmittel: Diese Ressourcen stammen primär von Lieferanten sowie aus kurzfristigen Bankkrediten und Darlehen.

3) Nach ihrer Herkunft

  • Innenfinanzierung: Diese erfolgt innerhalb des Unternehmens durch eigene Einsparungen und Überschüsse.
  • Außenfinanzierung: Diese Mittel kommen von außerhalb des Unternehmens, sowohl in Form von Eigenkapital als auch durch Fremdkapital von Dritten.

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