Grundlagen des Internets: Dienste, Protokolle und Web-Anwendungen

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Web-Anwendungen: Artikel 1 – Internet und seine Dienste

1.1 Die Internet-Welt

Was ist das Internet?

Definition: Globales Netzwerk gemeinsam genutzter Geräte (PCs, Drucker, Festplatten usw.), die über eine gemeinsame Sprache (Protokoll) zur Kommunikation und zum Austausch von Informationen verbunden sind.

Wie entstand das Internet?

  • Ursprung: ARPANET (USA)

Wie verbinde ich mich?

ISP (Internet Service Provider): Anbieter von Internetdiensten.

1.2 Internet-Dienste

a) Web-Navigation (Browsing)

  • Zugriff auf Webseiten (Sites) im Netz, die sich an einem bestimmten Standort befinden.
  • Startseiten werden oft als Index, Home oder Start bezeichnet.
  • Typische Dateiendungen: .html, .asp, .aspx, .php.
  • Jeder Ort hat eine URL (Uniform Resource Locator), die einer öffentlichen IP-Adresse entspricht.
2.1 Browser und Plugins
  • Browser (Durchsuchen) benötigen oft Plugins (z. B. für Flash oder PDF).
  • Klassische Browser: Explorer, Mozilla, Netscape, Opera.
  • Neuere Browser: Safari, Chrome.
3.1 Modem / Router
  • Verbindungsgeräte mit RJ45-Anschlüssen (8-Draht) oder RJ11 (4-Draht).
  • WLAN (WiFi): Nutzung von Funkverbindungen (S/N) mit Sicherheitsprotokollen wie WEP/WPA.
  • Zugriffsmöglichkeiten: Web-Zugriff / Telnet über offene Ports.
  • Übertragungsarten: RTB, ADSL, Kabel (Glasfaser).

b) Arbeitsweise des Internets

Kommunikation: Wir alle sprechen die gleiche Sprache (Protokoll).

Protokoll-Definition

Ein Zentrum von Regeln, das die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten ermöglicht.

Protokoll-Beispiele
  • PPP: Point to Point Protocol (für Analog-Modems).
  • TCP/IP-Protokoll: Besteht aus Transfer Control Protocol und Internet Protocol.
  • IPX: (Novell).
  • AppleTalk: (Apple).
  • UDP: User Datagram Protocol (für Usenet, P2P usw.).
Wie funktioniert TCP/IP?
  1. Die Informationen werden in kleine Stücke (Pakete) unterteilt.
  2. Die Pakete durchlaufen das Netzwerk (oft über verschiedene Wege).
  3. Am Zielort werden die Pakete wieder zusammengesetzt.
Seiten-Navigation
  • Zugriff auf eine Website erfolgt über:
  • a) Eingabe der URL in den Browser.
  • b) Nutzung von Hyperlinks (Links).
  • c) Weiterleitungen (Redirects).

Das Zugangs-Tool ist der Browser, der das HTTP (Hypertext Transfer Protocol) über den Port 80 (oder 8080) nutzt. Der Browser interpretiert (übersetzt) die HTML-Sprache (oft in Verbindung mit JavaScript).

B) Elektronische Post (E-Mail)

Ermöglicht das Senden und Empfangen von Textnachrichten, Bildern und Anhängen. Der Zugang erfolgt über:

  1. Webmail: Über eine Webseite (z. B. Hotmail, Yahoo, Google Mail).
  2. Mail-Client-Programme: Microsoft Outlook, Eudora Mail, Mozilla Thunderbird.
Konfiguration des E-Mail-Clients

Erfordert folgende Angaben:

  • E-Mail-Adresse (name@domain).
  • Benutzername.
  • Passwort (Key).
  • SMTP-Server (Simple Mail Transfer Protocol): Maschine zum Senden der Mail (z. B. smtp.maquina.xxx).
  • POP3-Server (Post Office Protocol Version 3): Maschine zum Empfangen der Mails (z. B. pop3.maquina.xxx).
Beispiele für Serveradressen:
  • Hotmail: smtp.live.com, pop3.live.com
  • Yahoo: smtp.correo.yahoo.es, pop.correo.yahoo.es
  • Google Mail: smtp.gmail.com, pop.gmail.com

Hinweis: Es existiert auch das IMAP (Internet Message Access Protocol), das eine Mischung aus Programm-Client und Webmail darstellt, aber als weniger sicher gilt.

C) Sonstige Dienste (Verschiedenes)

1) FTP (File Transfer Protocol)
  • Ermöglicht das Hochladen (Einfügen) und Herunterladen (Extrahieren) von Dateien von einem Server (Webserver).
  • Zugriffsmöglichkeiten:
    • a) Programme (FTP-Client): Anonym oder mit Benutzeridentifikation.
    • b) Über eine URL: ftp://...
  • Es gibt FTP-Clients und FTP-Server.
2) Instant Messaging
  • Messenger-Dienste (z. B. AOL).
3) Chats und Foren
  • Forum: Ermöglicht das Lesen und Schreiben zu verschiedenen Themen.
  • Chat: Ermöglicht die Kommunikation in Echtzeit, z. B. IRC (Internet Relay Chat).
4) Newsgroups
  • Nutzen das NNTP (Network News Transfer Protocol).
  • Ermöglicht das Lesen (und Schreiben) zu spezifischen Themen.
  • Lesemöglichkeiten: Spezielle Software (z. B. X-News) oder E-Mail-Clients (z. B. Outlook).
  • Früher wurden zuerst die Schlagzeilen geladen, danach der eigentliche Nachrichtentext.
RSS (Really Simple Syndication)
  • Bedeutung: RSS hat sich aus verschiedenen Formaten entwickelt:
    • Rich Site Summary (RSS 0.91)
    • RDF Site Summary (RSS 0.9 und 1.0)
    • Really Simple Syndication (RSS 2.0)
  • Symbol: Das RSS-Symbol.
  • Funktion: Ein Abonnement-System, das es ermöglicht, aktuelle Informationen (Feeds) zu erhalten.
5) Telefonia IP (VOIP)
  • Ermöglicht Telefongespräche über das Internet.
  • Benötigt: Software (z. B. Skype) und entsprechende Hardware.
6) Telnet (Hyper-)
  • Ermöglicht den Fernzugriff auf einen anderen Computer über dessen IP-Adresse oder Namen.
  • Das Betriebssystem von Quelle und Ziel spielt keine Rolle (z. B. Windows zu Linux).
  • Es ist primär ein Werkzeug im Textmodus, obwohl grafische Alternativen existieren.
Grafische Alternativen zu Telnet:
  • a) Windows Remote Access
  • b) Radmin
  • c) Net Support

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