Grundlagen der Kinder- und Jugendpsychopathologie

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1. Faktoren der psychischen Funktionen

Elterliche Psychopathologie, intrinsische Faktoren, Familiendynamik (individuelle Merkmale oder Temperamentsfaktoren) sowie Umweltstress.

2. Freuds psychische Prozesse

Prozesse wie Gedächtnis, Denken oder Sprache, durch die das Individuum Kontakt zur Realität aufnimmt und Mechanismen sowie kausale Zusammenhänge erkennt.

3. Objektbeziehungstheorie

Die Theorie besagt, dass jedes Verhalten eine Erfahrung mit einem anderen Menschen in einer spezifischen Situation darstellt. Dies hat das Verständnis der Massenpsychologie und der Dynamik zwischen Patienten und ihren Familien verbessert.

4. Acht-Monats-Angst

Nach Spitz das erste Anzeichen von Schwierigkeiten: Das Kind unterscheidet zwischen bekannten Personen und Fremden und reagiert negativ auf Letztere (Fremdeln).

5. Genetische Marktdurchdringung

Genetische Ursachen wirken über zwei Wege: Störungen durch ein einzelnes Gen (vollständige oder teilweise Penetranz) oder chromosomale Veränderungen.

6. Beispiele für genetische Störungen

  • Rett-Syndrom
  • Fragiles-X-Syndrom
  • Turner-Syndrom

7. Positive Konnotation

Die Annahme, dass jedes Verhalten eine stabilisierende Wirkung innerhalb familiärer Beziehungen hat. Die Technik betont das Lernen aus Erfahrungen und die Möglichkeiten, Dinge in Zukunft besser zu gestalten.

8. Psychodynamische Orientierung

Therapeutische Veränderung hängt davon ab, inwieweit der Patient unbewusste Prozesse, die der Pathologie zugrunde liegen, bewusst machen kann. Ein besonderer Fokus liegt auf der Therapeut-Patient-Beziehung.

9. Einflussfaktoren auf die psychische Entwicklung

  • Biologische Faktoren: Pränatale, perinatale und genetische Einflüsse.
  • Psychosoziale Faktoren: Familie, Schule und Umfeld.
  • Belastende Lebensereignisse: Emotionale Deprivation, Trennung, frühe Trauer, Überbehütung, ungünstige körperliche Funktionen, Bildungsfehler und chronische Krankheiten.

10. Persönlichkeitsmerkmale bei Bulimia nervosa

Vermeidung geselliger Anlässe, übermäßige körperliche Aktivität, Missbrauch von Abführmitteln, häufiges Wiegen, Horten von Lebensmitteln, Diebstahl kalorienreicher Nahrung, ständige Beschäftigung mit Essen und Toilettengänge nach dem Essen (Teufelskreis: Diät-Fressanfall-Erbrechen).

11. Familiäre Variablen bei selektivem Mutismus

Erziehung zur Vermeidung von Fremden, autoritärer oder repressiver Erziehungsstil, negative Verstärkung, Übervorsicht, soziale Isolation der Familie und mangelnde soziale Förderung.

12. Psychiatrische Störungen bei selektivem Mutismus

Kommunikationsstörungen, schwere geistige Behinderung, tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Schizophrenie oder andere psychotische Störungen.

13. Komorbidität bei ADHS

Häufig assoziiert mit Verhaltensstörungen, Lernschwierigkeiten und oppositionellem Trotzverhalten.

14. Positive Symptome der Schizophrenie

Ungewöhnliche Erlebnisse wie Halluzinationen (Dinge sehen, die nicht da sind) oder Wahnvorstellungen (falsche Überzeugungen).

15. Schizophrenie mit schlechter Prognose

Die hebephrene (desorganisierte) Schizophrenie ist durch emotionale Inkongruenz gekennzeichnet. Sie beginnt früher und verläuft schwerer.

16. Achse III des DSM-IV

Medizinische Krankheitsfaktoren.

17. Legasthenie

Spezifische Lese- und Rechtschreibstörung ohne kognitive, sensorische oder motorische Beeinträchtigung. Defizite in Wahrnehmungsprozessen, visueller Analyse und syntaktischer Verarbeitung.

18. Ätiologie der Enuresis

Ein Entwicklungsdefizit, bei dem die willkürliche Kontrolle über die Blasenentleerung nicht rechtzeitig erlernt wurde.

19. Delirium

Eine Störung des Denkens.

20. Echolalie

Wiederholung eines stereotypen Satzes.

21. Achse II der ICD-10

Spezifische Entwicklungsstörungen.

22. Achse IV des DSM-IV

Psychosoziale und umweltbedingte Probleme.

23. Desintegrative Störung

Auch bekannt als Heller-Syndrom.

24. Übergangsobjekt

Erscheint typischerweise im Alter von einem Jahr.

25. Beurteilung von Autismus

Ist eine rein verbale Beurteilung bei Autismus korrekt? Nein.

26. Prä-Objekt-Periode nach Spitz

0 bis 3 Monate.

27. Rett-Syndrom

Kopfumfang bei Geburt normal, später Verlangsamung des Kopfwachstums.

28. Asperger-Syndrom

Normale Sprache, keine Intelligenzminderung, aber Probleme in der sozialen Kommunikation.

29. Symptome des Asperger-Syndroms

Tiefgreifende Entwicklungsstörung: normale Intelligenz, qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion, stereotype Interessen und motorische Manierismen.

30. Prognosefaktor bei Autismus

Sprachentwicklung bis zum 5. Lebensjahr.

31. Neuroleptika

Antipsychotische Medikamente.

32. Diagnose atypischer Autismus

Ist eine Diagnose mit 3 Monaten möglich? Nein.

33. Verhaltensstörung vs. antisoziale Persönlichkeitsstörung

Der Hauptunterschied ist das Alter.

34. Atypischer Autismus

Wie viele Bereiche sind betroffen? 1 oder 2, niemals 3.

35. Diagnose der Schizophrenie

Ab dem 15. Lebensjahr.

36. Symbolische Phase

Spiel, Selbstwahrnehmung, Lernen.

37. Autistische Bewegungen

Unangemessenes Verhalten, Stereotypien, bizarres Spiel, ziellose Aktivitäten.

38. Trennungsangst mit 8 Monaten

Spiegelt die Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind wider.

39. Anhaltende Störung

Dysthymie.

40. Emotionale Deprivation

Untersucht durch R. Spitz.

41. Wahnsinn bei Kindern (1888)

Autor: Moreau de Tours.

42. Anpassung des Kindes

Erinnert an eine neurotische Störung.

43. Typischer Autismus

Drei veränderte Funktionen: Soziale Interaktion, Kommunikation, repetitive/restriktive Verhaltensmuster.

44. Bindungsverhalten

Klares Bindungsverhalten zeigt sich im ersten Lebensjahr.

45. Psychopathologie

Phänomenologische Beschreibung und Interpretation psychischer Störungen.

46. Negative Symptome der Schizophrenie

Sprachverarmung (Alogie) und Interessenverlust (Apathie).

47. Halluzinationen

Störungen der Wahrnehmung.

48. Persönlichkeit bei Anorexie

Unsicherheit, Schlafstörungen, soziale Isolation, sexuelles Desinteresse.

49. Zustandsangst vs. Eigenschaftsangst

Zustandsangst ist pathologisch (z. B. Trennungsangst), Eigenschaftsangst ist ein Persönlichkeitsmerkmal.

50. Anamnese in der Medizin

Informationen zur Person, Informationsquelle, Grund der Konsultation, aktuelles Problem, Symptome, Familienanamnese, klinische Untersuchung, psychologische Beurteilung.

51. Psychopathologischer Befund

Neuropsychologische Funktionen, geistige Fähigkeiten, Stimmung, Denken/Sprache, Wahrnehmung, Psychomotorik.

52. Ziele der psychodynamischen Therapie

Bedeutung der frühen Entwicklung, frühkindliche Traumata, Auswirkungen der Kindheit auf die Zukunft.

53. Differentialdiagnose: PDD vs. geistige Behinderung

Bei geistiger Behinderung ist die Entwicklung harmonisch, bei PDD (tiefgreifende Entwicklungsstörungen) disharmonisch.

54. Komorbidität bei Hyperkinese

Lernstörungen und oppositionelles Trotzverhalten.

55. Wert der Zeichnung

Expressiv, narrativ und projektiv.

56. Winnicot und das Spiel

Das Spiel ist ein intermediärer Bereich zwischen innerer und äußerer Realität.

57. Emotionale Bindung

Entsteht zwischen dem 2. und 7. Monat.

58. Warnzeichen bei Bindungsstörungen

Fehlende Reaktion auf Lächeln, zeitweise Reaktion auf Signale, hohe Empfindlichkeit, ständige Forderung nach Aufmerksamkeit.

59. Depression im Kindesalter

Anhedonie, Traurigkeit, emotionale Labilität, somatische Symptome (Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit).

60. Reizdarmsyndrom bei Kindern

Primäre Kolon-Dyskinesie oder gestörte Interaktion mit der Mutter.

61. Psychomotorische Entwicklungsstörungen

Geistige Behinderung, emotionale Deprivation, Kindesmissbrauch, schwere Beziehungsstörungen, frühe Psychoseformen.

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