Grundlagen der Kommunikation: Verbal, Nonverbal & Barrieren
School of Communication: Grundlagen der Kommunikation
Wir müssen zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation unterscheiden. Die Kommunikation ist primär verbal geprägt.
Nonverbale Kommunikation
Die nonverbale Kommunikation betrifft vor allem den Beziehungsaspekt. Sie vermittelt Persönlichkeit, Status, soziale Herkunft und Informationen. Zu den Kanälen der nonverbalen Kommunikation gehören:
- Auditiv: Tonhöhe, Intensität, Lautstärke, Klangfarbe und Intonation.
- Visuell: Mimik, Gestik, Körperbewegungen und zwischenmenschliche Distanz.
- Sonstige: Äußeres Erscheinungsbild, Berührung (Touch) und Geruch.
Merkmale nonverbaler Botschaften
- Nonverbale Botschaften sind oft aussagekräftiger als verbale.
- Die Kanäle sind immer offen, auch ohne bewusste Absicht.
- Sie haben eine vorwiegend expressive oder emotive Funktion gegenüber der referentiellen Funktion.
- Jede Kultur besitzt eigene nonverbale Kommunikationssysteme mit unterschiedlichen Bedeutungen.
Arten der nonverbalen Kommunikation
- Kinästhetik: Bewegungen und Positionen auf psycho-muskulärer Grundlage, die kommunikativen Wert besitzen – ob bewusst oder unbewusst, gelernt oder geerbt.
- Proxemik: Die menschliche Neigung, einen persönlichen Raum zu definieren. Man unterscheidet drei Arten von Räumen: tribal, familiär und persönlich.
- Paralinguistik: Bezieht sich auf die Art und Weise, wie etwas gesagt wird (Klangfarbe, Lautstärke, Rhythmus, Seufzer, Stille). Sie transportiert Persönlichkeit und Stimmung.
Funktionen der Kommunikation
Kommunikation erfüllt zentrale Funktionen: Kontrolle, Motivation, emotionaler Ausdruck und Information.
- Kontrolle: Kommunikation dient dazu, das Verhalten anderer zu steuern, da jede Organisation Hierarchien und formale Regeln besitzt.
- Motivation: Sie fördert die Motivation, indem sie Leistungen aufklärt und Feedback zur Arbeitsqualität gibt.
- Emotionaler Ausdruck: Die Arbeitsgruppe ist eine wichtige Quelle sozialer Interaktion. Kommunikation ermöglicht es, Gefühle, Frustrationen und Zufriedenheit zu externalisieren.
- Information: Sie liefert Daten und Optionen, die für die Entscheidungsfindung notwendig sind.
Barrieren für eine effektive Kommunikation
Kommunikationsbarrieren lassen sich in allgemeine und spezifische Gruppen unterteilen.
Allgemeine Barrieren
- Filtration: Manipulation von Informationen durch den Sender, um beim Empfänger positiv wahrgenommen zu werden. Je mehr Hierarchieebenen existieren, desto stärker ist die Filtration.
- Selektive Wahrnehmung: Empfänger interpretieren Nachrichten basierend auf ihren Bedürfnissen, Motivationen, Erfahrungen und Erwartungen.
- Gefühle: Die Stimmung des Empfängers zum Zeitpunkt des Nachrichteneingangs beeinflusst die Interpretation maßgeblich.
Sprachbarrieren auf drei Ebenen
1. Syntaktische Ebene
Die Nachricht erreicht den Empfänger nicht korrekt, weil der Sender sie falsch codiert hat oder Störgeräusche den Prozess verzerren.
2. Semantische Ebene
Das Problem entsteht durch mangelnde Übereinstimmung zwischen dem, was der Sender sagt, und dem, was der Empfänger versteht. Dies wird durch soziale Kontexte und Erwartungen beeinflusst:
- Homophone: Gleiche Aussprache, unterschiedliche Bedeutung.
- Paronyme: Ähnliche Aussprache, unterschiedliche Bedeutung.
- Heteronyme: Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung (z. B. Schauspieler/Schauspielerin).
3. Pragmatische Ebene
Hier entsteht ein Widerspruch zwischen der Absicht des Senders und dem Verhalten des Empfängers. Dies resultiert aus einem Mangel an Balance zwischen den Motivationen, Interessen und Erwartungen der Kommunikationspartner.