Grundlagen und Konfiguration von Netzwerk-Adaptern
Netzwerk-Adapter
Dies ist das grundlegende Element in der Zusammensetzung eines lokalen Netzwerks (LAN). Jeder physische Netzwerkadapter ist eine Hardware-Schnittstelle zwischen der Computerplattform oder dem EDV-System und dem physischen Übertragungsmedium. Der Übertragungsadapter kann entweder in der zugrundeliegenden Hardware-Plattform integriert sein oder separat hinzugefügt werden. Ein Computer kann über eine oder mehrere Netzwerkkarten verfügen, um verschiedene Konfigurationen zu ermöglichen oder mit dem gleichen System verschiedene Netzwerke anzusprechen.
Beschreibung und Anschluss des Adapters
Eine Netzwerkkarte ist ein elektronisches Gerät, das aus folgenden Komponenten besteht:
- Interface-Bus-Verbindung zum Computer
- Interface-Anschluss an das Übertragungsmedium
- Interne Elektronik der Karte
- Konfigurationselemente der Karte
Die Kommunikation zwischen der Netzwerkkarte und der Hardware des Systems, auf dem sie als Host fungiert, erfolgt über die Computer-Schnittstelle. Jede Information wird intern zwischen den Komponenten parallel durch einen internen Bus übertragen. Ein Slot (Steckplatz) ist der physische Anschluss, in den die Adapterkarte gesteckt wird. Die Übertragungsrate des Netzwerks, der Steckplatztyp und die Anzahl der Bits, die übertragen werden können, sind die primären Faktoren, welche die Leistung beeinflussen. Die am häufigsten verwendeten Schnittstellen sind PCI, PCMCIA und ISA. USB-Karten sind nur dann geeignet, wenn die Übertragungsanforderungen nicht allzu hoch sind. Jede Karte benötigt eine Treibersoftware für die Kommunikation mit dem Betriebssystem des Hosts. Es sollte sichergestellt werden, dass geeignete Treiber für das installierte Betriebssystem verfügbar sind.
Konfiguration der Netzwerkparameter
Die Konfiguration sollte mit dem Host-Betriebssystem und der Hardware abgestimmt sein. Der Kommunikationsmodus zwischen Computer und Karte wird durch folgende Parameter geregelt:
- IRQ (Interrupt Request): Dies ist die Nummer einer Unterbrechungsleitung, die für die Kommunikation zwischen der Karte und dem System angefordert wird.
- E/A-Speicheradresse: Ein Speicherbereich, in den sowohl der zentrale Prozessor des Systems als auch die Karte schreiben und lesen können.
- DMA-Block (Direct Memory Access): Direkter Zugriff auf die Peripherie oder den Speicher. Wenn eine Karte Daten in den Hauptspeicher übertragen muss, wird ein DMA-Hardware-Controller benötigt, der die Steuerung des Speichers und der Übertragungsparameter übernimmt.
- E/A-Port-Adresse: Der E/A-Port ist ein Speicherbereich in Bytes, über den die CPU und die Peripherie Daten austauschen und den Status der Aktivitäten abfragen.
- Transceiver-Typ: Eine Netzwerkkarte kann mehrere Anschlüsse besitzen, sodass man je nach Bedarf zwischen ihnen wählen kann. Manche Karten nutzen auch externe Transceiver.