Grundlagen der Marktwirtschaft: Angebot, Nachfrage und Märkte
Angebot und Nachfrage: Ungleichgewichte
Wenn der Preis unter das Gleichgewichtsniveau von Angebot und Nachfrage fällt, übersteigt die Nachfrage das Angebot. Dies führt zu einem Angebotsüberhang oder einer Knappheit an Gütern.
Marktversagen
Marktversagen tritt auf, wenn der Mechanismus der „unsichtbaren Hand“ nicht effizient funktioniert. Gründe hierfür sind:
- Ungleiche Einkommensverteilung: Märkte weisen Ressourcen aus gesellschaftlicher Sicht oft nicht fair zu.
- Öffentliche Güter: Dienstleistungen, deren Konsum nicht rivalisierend ist. Man unterscheidet zwischen reinen öffentlichen Gütern (keine Rivalität, keine Ausschließbarkeit) und unreinen öffentlichen Gütern (nur eines von beiden).
- Externalitäten: Die wirtschaftliche Tätigkeit einer Person oder eines Unternehmens beeinflusst das Wohlergehen Dritter.
Arten von Märkten
Märkte sind notwendig, um grundlegende wirtschaftliche Probleme zu lösen. Sie lassen sich nach verschiedenen Kriterien klassifizieren:
- Anzahl der Anbieter: Bestimmt die Marktstruktur.
- Einfluss auf den Marktpreis: Kapazität der Akteure zur Preisbeeinflussung.
- Marktzugang: Unterscheidung zwischen offenen Märkten (freier Ein- und Austritt) und geschlossenen Märkten (Beschränkungen vorhanden).
- Produktdifferenzierung: Homogene oder differenzierte Produkte.
- Grad der Intervention: Regulierte oder freie Märkte.
- Informationsgrad: Transparente oder intransparente Märkte.
Perfekter Wettbewerb
Der perfekte Wettbewerb ist durch eine hohe Rivalität zwischen den Unternehmen gekennzeichnet, die besonders stark ist, wenn die Marktanteile ähnlich verteilt sind. Merkmale sind:
- Hohe Anzahl an Käufern und Verkäufern.
- Unternehmen sind Preisnehmer.
- Freier Marktzugang und -austritt.
- Homogene Produkte.
- Markttransparenz.