Grundlagen der Ökologie: Begriffe, Rhythmen und Energie
Definitionen ökologischer Fachbegriffe
- Aphotic: Bereich völliger Dunkelheit ab 500 m Tiefe.
- Biozönose: Lebensgemeinschaft von Organismen in einem bestimmten Gebiet.
- Biotop: Lebensraum einer Lebensgemeinschaft.
- Ektotherme: Körpertemperatur hängt von externen Wärmequellen ab.
- Endotherme: Kontrolle der Körpertemperatur durch körpereigene Wärmeerzeugung.
- Stenök: Geringer Toleranzbereich gegenüber Umweltfaktoren.
- Dichte: Faktor, der die Populationsgröße bestimmt.
- Euphotisch: Bereich, der ausreichend Licht für die Photosynthese erhält.
- Euryök: Großer Toleranzbereich gegenüber Umweltfaktoren.
- Abiotische Faktoren: Nicht lebende Faktoren, die nicht von anderen Lebewesen abhängen.
- Biotische Faktoren: Faktoren, die durch die Anwesenheit anderer Lebewesen entstehen.
- Affinität: Annäherung oder Bedürfnis nach etwas.
- Phobie: Angst oder Abneigung gegen etwas.
- Photisch: Beleuchteter Bereich, der Wachstum oder Ernährung ermöglicht.
- Lebensraum: Ort, an dem eine Gruppe von Lebewesen existiert.
- Hydrophil: Wasserliebende Pflanzen.
- Xerisch: Pflanzen, die bei Wassermangel überleben.
- Hygrophil: Pflanzen, die Feuchtigkeit aufnehmen können.
- Homoiotherme (Warmblüter): Können ihre Körpertemperatur kontrollieren.
- Ökologische Nische: Funktion, die eine Art innerhalb eines Ökosystems ausübt.
- Oligophotisch: Bereich im Halbschatten.
- Poikilotherme: Wechselwarme Tiere ohne interne Temperaturkontrolle.
- Toleranz: Fähigkeit, Bedingungen außerhalb des Optimums zu überleben.
- Halophil: Pflanzen, die hohe Salzkonzentrationen vertragen.
Schädlinge und Pestizide
Ein Schädling ist jeder Organismus, der direkt oder indirekt stört oder unerwünscht ist. Pestizide sind chemische Substanzen, die eingesetzt werden, um als unerwünscht betrachtete Organismen zu bekämpfen.
Biologische Rhythmen
- Tagesrhythmen: Wechsel von Ruhe- und Aktivitätsphasen abhängig von der Tageszeit.
- Saisonale Rhythmen: Verhaltensweisen, die mit jahreszeitlichen Veränderungen korrelieren (z. B. Blattfall, Reifung von Früchten, Fortpflanzung, Mauser oder Winterschlaf).
- Marine Rhythmen: Periodische Änderungen des Meeresspiegels, die Organismen an den Küsten beeinflussen.
Nahrungsketten und Energiefluss
- Produzenten (Autotrophe): Organismen, die organische Substanz aus anorganischen Stoffen unter Nutzung von Lichtenergie herstellen.
- Konsumenten:
- Primärkonsumenten: Pflanzenfresser, die sich von Pflanzen ernähren.
- Sekundärkonsumenten: Fleischfresser, die sich von Pflanzenfressern ernähren.
- Allesfresser: Ernähren sich sowohl von Pflanzen als auch von Tieren.
- Destruenten: Heterotrophe Organismen, die sich von Detritus (toten Organismen oder Ausscheidungen) ernähren (z. B. Regenwürmer).
Energieverwendung der Produzenten
Die durch Photosynthese produzierte organische Materie wird wie folgt genutzt:
- Ein Teil wird durch Respiration abgebaut; die freiwerdende Energie dient dem Stoffwechsel und wird als Wärme abgegeben.
- Ein weiterer Teil bildet Abfall (z. B. abgestorbene Äste), der direkt den Destruenten zugeführt wird.
- Der Rest wird in der Biomasse gespeichert und kann von Herbivoren (Pflanzenfressern) aufgenommen werden. Nicht konsumierte Biomasse gelangt ebenfalls zu den Destruenten.
Produktion und Biomasse
Die Zunahme der Biomasse pro Zeiteinheit wird als Produktion bezeichnet:
- Netto-Primärproduktion: Zunahme der Biomasse bei den Produzenten.
- Netto-Sekundärproduktion: Zunahme der Biomasse auf den verschiedenen Konsumentenebenen.
- Netto-Ökosystemproduktion: Gesamte Biomasse, die sich in einem Ökosystem über einen bestimmten Zeitraum ansammelt.