Grundlagen der Plattentektonik und Geologie

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Plattentektonik

Die Plattentektonik beschreibt, wie große Platten der Lithosphäre auf dem oberen Mantel gleiten und sich verschieben.

Plattentypen

  • Gemischte Platten: Bestehen aus kontinentaler und ozeanischer Lithosphäre.
  • Ozeanische Platten: Bestehen nur aus ozeanischer Lithosphäre.

Plattenränder

  • Konstruktive (divergierende) Ränder: Platten trennen sich (ozeanische Rücken und intrakontinentale Risse).
    • Atlantischer Typ: Symmetrisch mit zentralem Grabenbruch.
    • Pazifischer Typ: Asymmetrisch, ohne zentralen Grabenbruch.
    • Intrakontinentales Rift Valley: Trennung innerhalb eines Kontinents (z. B. Afrika).
  • Neutrale Ränder (Transformstörungen): Platten gleiten horizontal aneinander vorbei (konservativ).
  • Konvergierende Ränder: Platten bewegen sich aufeinander zu (destruktiv, führen zu Erdbeben und Vulkanismus).
    • Konvergenztypen: Ozean-Ozean, Ozean-Kontinent und Kontinent-Kontinent.

Theorie der Plattentektonik

Die Bewegung wird durch die innere Wärme der Erde angetrieben (Mantelkonvektion, absinkende Platten, Magmenaufstieg).

Belege für die Plattentektonik

  • Paläontologische Funde: Gleiche Organismen auf weit entfernten Kontinenten.
  • Geografische Beweise: Passgenauigkeit der Küstenlinien.
  • Seismische Beweise: Verteilung der Erdbebenherde entlang der Benioff-Zone.
  • Ozeanische Beweise: Magnetische Streifenmuster des Magmas an Rücken.
  • Paläoklimatische Beweise.

Gesteinsverformung

Arten der Verformung:

  • Kompression: Verkürzung und Verdickung (konvergente Ränder).
  • Dehnung: Ausdünnung (divergierende Ränder).
  • Scherung: Entgegengesetzte Kräfte (Transformstörungen).

Falten

Plastische, kontinuierliche Verformung ohne Bruch.

  • Elemente: Scharnier, Achse, Axialebene, Flanken, Kern.
  • Typen: Antiklinale und Synklinale (symmetrisch oder asymmetrisch).

Störungen

Diskontinuierliche Verformung durch Bruch und Versatz.

  • Normalverwerfung: Abschiebung.
  • Aufschiebung: Überschiebung.

Geologische Datierung

  • Relative Datierung: Einordnung von Ereignissen in eine zeitliche Abfolge.
  • Absolute Datierung: Bestimmung des exakten Alters (z. B. radiometrisch).

Prinzipien der Stratigraphie

  • Prinzip des durchschneidenden Kontakts: Ein Körper ist jünger als das, was er schneidet.
  • Prinzip der horizontalen Lagerung: Schichten werden horizontal abgelagert.
  • Prinzip der lateralen Kontinuität: Eine Schicht ist über ihre gesamte Länge gleich alt.
  • Prinzip der Überlagerung: Die älteste Schicht liegt unten, die jüngste oben.
  • Aktualismus: Aktuelle geologische Prozesse entsprechen denen der Vergangenheit.
  • Faunenfolge: Fossilien ermöglichen eine zeitliche Einordnung.

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