Grundlagen der Pneumatik: Kompressorgruppe und Antriebe
Eingeordnet in Technologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,72 KB
Die Kompressorgruppe in der Pneumatik
Um Luft in einem pneumatischen Kreislauf nutzen zu können, ist es notwendig, den Druck zu erhöhen. Dies wird durch die Kompressorgruppe erreicht:
- 1. Der Kompressor: Er ist das grundlegende Element. Seine Aufgabe ist es, den Druck der angesaugten Luft zu erhöhen. Am einfachsten ist der einstufige Kolbenkompressor; der Druck liegt in der Regel zwischen 6 und 7 bar.
- 2. Der Hilfsmotor: Er überträgt die Drehbewegung auf den Kompressor. Es kann ein Elektro- oder ein Verbrennungsmotor sein.
- 3. Der Kühler: Er senkt die Temperatur auf 25 °C und scheidet bis zu 80 % des Wassers ab.
- 4. Der Tank: Er speichert die Druckluft für den Einsatz bei Bedarf.
- 5. Die Wartungseinheit: Sie ist für die Erzielung einer guten Luftqualität verantwortlich. Dazu müssen diese drei Schritte durchgeführt werden:
Die Wartungseinheit im Detail
- 5.1 Filter: Die Luft wird einem Rotationsprozess unterzogen, wodurch Verunreinigungen an der Wand haften bleiben und durch die Schwerkraft in eine Kammer fallen.
- 5.2 Regler: Er gewährleistet einen stabilen Luftdruck im pneumatischen Kreislauf, der am Manometer abgelesen wird.
- 5.3 Öler: Er gibt Öl in die Druckluft ab, um Oxidation zu verhindern und die beweglichen Teile zu schmieren.
Rohre und Verteilungssysteme
Dies sind die Rohre (Pipes), die das Netz der Druckluftverteilung bilden.
Pneumatische Antriebe und Zylinder
Pneumatische Antriebe wandeln die in der Druckluft gespeicherte Energie durch eine geradlinige Hin- und Herbewegung in mechanische Energie um. Sie werden Zylinder genannt. Der Zylinder ist ein Rohr mit konstantem rundem Querschnitt, das an seinen Enden geschlossen ist. In seinem Inneren läuft ein Kolben, der fest mit einer Kolbenstange verbunden ist. Der Kolben teilt den Zylinder in zwei Kammern und besitzt Öffnungen, durch die Luft ein- und austritt. Die Leistungsfähigkeit des Zylinders wird durch zwei Größen bestimmt:
- Hub (e): Die Verschiebung des Kolbens im Zylinder. Er hängt von der Länge (L) der Kolbenstangenverschiebung ab.
- Durchmesser (D): Er bestimmt die Oberfläche des Kolbens. Bei einem bestimmten Druck gilt: Je größer die Oberfläche des Kolbens, desto größer ist die auf die Kolbenstange ausgeübte Kraft.
Pneumatische Antriebe werden in zwei Gruppen eingeteilt: einfach wirkende Zylinder und doppelt wirkende Zylinder.