Grundlagen und Prinzipien der Bioethik
Grundlagen der Bioethik
Es wird allgemein anerkannt, dass es ethische Fragen im Zusammenhang mit den Biowissenschaften gibt. Die Meinungsverschiedenheiten entstehen jedoch dort, wo die Grenze des Unethischen liegt. Es gibt verschiedene Modelle, die unterschiedliche Grenzwerte definieren.
Anthropologische Aspekte der Behandlung menschlicher Embryonen
- Der Körper des Embryos ist von den frühesten Stadien an nicht nur eine einzelne Zelle, sondern ein Mensch.
- Der Körper des Embryos entwickelt sich allmählich nach einem genau definierten Plan und hat ein Ziel an sich: die Geburt eines Kindes.
- Der Embryo ist ein Mensch. Er hat eine geistige Seele und ist somit eine Person mit der Würde einer Person.
Der Mensch ist immer derselbe; es handelt sich nicht um eine Veränderung der Natur in kürzester Zeit. Seine grundlegende Identität ist von Anfang an gegeben.
Ethische Fragen im Embryonenschutzgesetz
- Der menschliche Embryo erfordert ab dem Zeitpunkt seines Bestehens bedingungslose moralische Achtung für seinen gesamten menschlichen Körper und seine Spiritualität.
- Er muss ab dem Zeitpunkt der Empfängnis als Person behandelt werden.
- Er ist Inhaber der Rechte einer Person, insbesondere des Rechts auf Leben.
- Dieses ethische Kriterium sollte die Grundlage jeder Rechtsordnung bilden.
Theologische Aspekte der Embryonenprüfung
- Die menschliche Natur wurde von Christus angenommen. Die Inkarnation bestätigt die Würde des menschlichen Körpers und der Seele.
- Der Mensch ist dazu berufen, am göttlichen Leben teilzuhaben, und durch die Erziehung seiner Würde wird neues Licht auf die Ereignisse der Existenz geworfen.
- Jeder Mensch, auch der Embryo, ist von Gott zum ewigen Leben berufen, dazu aufgerufen, seine Liebe zu teilen, und besitzt eine unantastbare Würde.
- Jede Stufe der menschlichen Existenz ist im Ebenbild Gottes geschaffen und spiegelt das Antlitz Christi wider.
Ethische Aspekte biomedizinischer Forschung
Es wird dazu aufgerufen, sich mit der Ethik und sozialen Verantwortung von Wissenschaftlern in der Biomedizin auseinanderzusetzen.
Der ethische Wert wird durch zwei grundlegende ethische Kriterien gemessen:
- Bedingungsloser Respekt vor jedem Menschen in jedem Moment seiner Existenz.
- Keine Einmischung in spezifische Handlungen, die das Privatleben betreffen.
Das Prinzip des geringeren Übels und Konfliktlösung
Im Falle von Konflikten zwischen zwei Übeln ist stets das physisch geringere Übel zu wählen.
Das Prinzip der Doppelwirkung und seine Anwendungsbedingungen
Das Prinzip der Doppelwirkung tritt auf, wenn eine Handlung, die an sich gut oder neutral ist, neben einer beabsichtigten guten Wirkung auch eine unbeabsichtigte, aber vorhersehbare schlechte Wirkung hat. In diesem Fall ist die Handlung moralisch gültig, sofern die schlechte Wirkung nicht direkt beabsichtigt oder verursacht wurde.
Bedingungen für die Anwendung:
- Die beabsichtigte Handlung muss an sich gut oder zumindest neutral sein.
- Die gute Wirkung muss direkt beabsichtigt sein; die schlechte Wirkung darf nur in Kauf genommen werden.
- Die gute Wirkung muss im Verhältnis zur schlechten Wirkung überwiegen.