Grundlagen der VWL: Wirtschaftskreislauf und PMK
Der Wirtschaftskreislauf im Überblick
Das Kreislaufmodell (Circular Flow Diagram) vereinfacht die Wirtschaft auf zwei Arten von Akteuren, die Entscheidungen treffen: Unternehmen und Haushalte.
- Die Unternehmen produzieren Waren und Dienstleistungen mithilfe von Faktoren wie Arbeit, Boden und Kapital; diese werden als Produktionsfaktoren bezeichnet.
- Haushalte besitzen die Produktionsfaktoren und konsumieren alle von den Unternehmen produzierten Waren und Dienstleistungen.
- Private Haushalte und Unternehmen interagieren auf zwei Arten von Märkten.
- In den Märkten für Güter und Dienstleistungen verkaufen Unternehmen und Haushalte treten als Käufer auf.
- In den Märkten für Produktionsfaktoren sind Haushalte die Anbieter und Unternehmen die Käufer; Haushalte bieten in diesen Märkten den Unternehmen die Elemente an, die zur Produktion von Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
- Das Kreislaufmodell ist ein nützliches Tool für die Organisation aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen privaten Haushalten und Unternehmen in einer Volkswirtschaft.
- Der innere Kreislauf stellt den Fluss von Inputs und Outputs dar.
- Haushalte verkaufen die Nutzung ihrer Arbeit, ihres Bodens und Kapitals an Unternehmen in den Märkten für Produktionsfaktoren.
- Die Unternehmen nutzen diese Faktoren dann, um Güter und Dienstleistungen zu produzieren, die wiederum an private Haushalte in den Märkten für Waren und Dienstleistungen verkauft werden.
- Der äußere Kreislauf des Modells stellt den entsprechenden Geldfluss (in Dollar) dar.
- Haushalte geben Geld aus, um Waren und Dienstleistungen von Unternehmen zu kaufen.
- Unternehmen nutzen einen Teil der Einnahmen aus diesen Verkäufen, um die Produktionsfaktoren zu bezahlen; was übrig bleibt, ist der Gewinn der Unternehmenseigentümer, welche wiederum Mitglieder der privaten Haushalte sind.
Die Produktionsmöglichkeitenkurve
- Diese Grafik zeigt die verschiedenen Kombinationen von Produkten, welche die Wirtschaft mit den gegebenen Produktionsfaktoren und der vorhandenen Produktionstechnologie produzieren kann.
- Die Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK) zeigt die Kombinationen von Produkten, welche die Wirtschaft hervorbringen kann; sie kann jede Kombination auf der Grenze oder darunter produzieren. Punkte oberhalb der Kurve sind mit den verfügbaren Ressourcen nicht möglich. Die Produktion kann an jeder Stelle auf oder unterhalb der PMK erfolgen, aber nicht darüber hinaus.
- Ein Ergebnis gilt als effizient, wenn die Wirtschaft die knappen verfügbaren Ressourcen bestmöglich nutzt.
- Die Punkte auf (nicht unter) der Produktionsmöglichkeitenkurve stellen effiziente Ebenen der Produktion dar.
- Wenn die Wirtschaft an einem dieser Punkte produziert, ist es unmöglich, eine größere Menge eines Gutes zu produzieren, ohne die Herstellung eines anderen Gutes zu verringern.
- Ein Ergebnis ist ineffizient, wenn die Wirtschaft weniger produziert, als sie mit den verfügbaren Ressourcen könnte.
- Die PMK verdeutlicht das Dilemma bzw. den Trade-off der Gesellschaft: Sobald wir effiziente Punkte auf der Grenze erreicht haben, ist die einzige Möglichkeit, mehr von einem Gut zu erhalten, den Anteil des anderen Gutes zu senken.
- Diese Wahl hilft uns, einen weiteren der 10 Grundsätze der Ökonomie zu verstehen: Die Kosten für eine Sache bestehen in dem, was man aufgeben muss, um sie zu erhalten. Dies nennt man Opportunitätskosten. Die PMK zeigt die Opportunitätskosten eines Gutes ausgedrückt in Einheiten des anderen Gutes.
- Die Kurve zeigt den Kompromiss zwischen der Produktion verschiedener Waren zu einer bestimmten Zeit, was jedoch variieren kann.
- Wenn sich die PMK nach außen verschiebt, steigt die Wirtschaftsleistung.
Mikroökonomie und Makroökonomie
Mikroökonomie ist die Untersuchung dessen, wie Haushalte und Unternehmen Entscheidungen treffen und wie sie auf Märkten interagieren.
Makroökonomie befasst sich mit der Untersuchung von Phänomenen, welche die gesamte Wirtschaft betreffen; dazu gehören insbesondere Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum.
Mikro- und Makroökonomie sind eng miteinander verbunden.