Histologie und Zellbiologie: Kern, Gewebe und Blut
Zellkern: Unterschiede zwischen Euchromatin und Heterochromatin
Kernbestandteile: Euchromatin, Heterochromatin, Nukleolus und Kernmembran.
Etymologie
Die Mitose ist die Zellteilung, bei der die Kernteilung stattfindet. Der Begriff retikuloendothelial beschreibt Zellen des Retikuloendothelialsystems. Ein Thread ist ein Faden. Eukaryotisch bezeichnet Zellen mit echtem Zellkern. Endokrin bedeutet nach innen abgebend, exokrin nach außen abgebend. Die Zonula occludens ist eine Verbindung zwischen Zellen. Eine Macula ist ein Fleck oder eine flächige Struktur.
1. Proteine
Aufbau des Proteins
Die Aminosäuren (AS) bilden die Grundbausteine.
Sekundärstruktur: Die Polypeptidkette bildet eine Helix (schraubenförmig) oder eine Faltblattstruktur.
Tertiärstruktur: Die Faltung und Knickung der sekundären Struktur.
Serosa: Die seröse Haut besteht aus vier Körperhöhlen mit serösen Häuten: Peritoneum, Pleura und Perikard (Herzbeutel).
Vaginale Plattenepithelien bilden die Auskleidung der Scheide.
Blutgefäße werden von einem Endothel ausgekleidet.
Plasmaproteine gibt es in drei Haupttypen: Albumin, Globulin und Fibrinogen.
Leukozyten (Weiße Blutkörperchen)
Formen der Leukozyten und ihre prozentualen Anteile im Differenzialblutbild:
- Neutrophile Granulozyten: 40–75 %
- Eosinophile Granulozyten: 1–6 %
- Basophile Granulozyten: 0–0,5 %
- Monozyten: 2–10 %
- Lymphozyten: 20–50 %
Zellen im Blutplasma: Die weißen Blutkörperchen sind kugelförmig, besitzen einen Zellkern und sind größer als die Erythrozyten.
B-Lymphozyten produzieren Antikörper. Die Bildung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark heißt Leukopoese.
Hämatokrit: Der prozentuale Anteil der Blutzellen am Gesamtvolumen des Blutes.
Gewebe, Läsionen und Zellorganellen
Gewebearchitektur: Der Aufbau der inneren Strukturen des Körpers.
Läsion: Jede Veränderung der Morphologie oder Struktur des menschlichen Körpers.
Ribosomen: Die rRNA und die Proteine sind die konstituierenden Bestandteile der zytoplasmatischen Ribosomen.
Mitochondrien: Mitochondrien besitzen eigene DNA und Ribosomen in der mitochondrialen Matrix. Sie gelten als ehemals eigenständige prokaryotische Zellen, die sich zu einem Zellorganell entwickelt haben.
Nukleolus: Die Ribosomen-Untereinheiten werden im Nukleolus synthetisiert und im Kern zusammengesetzt.
Unterschied zwischen Zilien und Mikrovilli
Zilien sind bewegliche Fortsätze mit Mikrotubuli. Mikrovilli sind fingerförmige Ausstülpungen mit Aktinfilamenten.
Transportprozesse
Passiver Transport: Der Transport erfolgt entlang des Konzentrationsgefälles und verbraucht keine Energie. Dazu gehören einfache Diffusion und erleichterte Diffusion, letztere mit Hilfe eines Transporters.
Aktiver Transport: Der Transport erfolgt gegen das Konzentrationsgefälle und verbraucht Energie (ATP). Er erfordert ein Transportprotein.
Klassifikation der Drüsen
Drüsen werden nach ihrer Funktion und ihrem Ausführungsgang klassifiziert: exokrine Drüsen besitzen einen Ausführungsgang, endokrine Drüsen nicht.
Bauformen: Einfache tubuläre, verzweigt tubuläre und alveoläre Drüsen. Röhrenförmige Drüsen besitzen einen Röhrenkörper, alveoläre Drüsen eine kugelförmige Struktur mit reichlich Lumen.
Epithelien
Einteilung nach Schichten: einschichtig oder mehrschichtig.
Einteilung nach Zellform: Plattenepithel, kubisches Epithel, zylindrisches Epithel, Übergangsepithel.
Pseudostratifiziertes Epithel: einschichtig, scheinbar mehrschichtig.
Sekretionsmechanismen: Die merokrine Sekretion erfolgt durch Exozytose von Sekretgranula. Die holokrine und apokrine Sekretion erfolgen über Zellzerfall bzw. Abschnürung.
Morphologische Einteilung der Drüsen nach Aufbau und Verzweigung.
Endokrine Drüsen
Endokrine Drüsen sind Drüsen ohne Ausführungsgang. Ihre Sekrete (Hormone) werden direkt ins Blut abgegeben. Sie werden nach ihrem Gewebeaufbau in cordonale (strangförmige) und vesikuläre (bläschenförmige) Drüsen unterteilt. Beispiel: Die Schilddrüse ist vorwiegend vesikulär aufgebaut.
Ionen und Blutplasma
Kalium-Ionen (K⁺) sind im Blutplasma nur in geringer Menge vorhanden, während Natrium (Na⁺) das wichtigste Kation im Plasma ist.
Karzinome und Krankheitsbegriffe
Carcinoma in situ: Ein bösartiger epithelialer Tumor, der die Basalmembran nicht durchbricht.
Basophile Granulozyten und Mastzellen enthalten Histamin.
Epitheltypen nach Organen:
- Darm: einschichtiges Zylinderepithel
- Blase: Übergangsepithel
- Bronchien: pseudostratifiziertes Zylinderepithel mit Flimmerhaaren
- Niere: einschichtiges kubisches Epithel
- Haut: mehrschichtiges verhornendes Plattenepithel
- Harnröhre und Scheide: mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel
- Speiseröhre und Mundhöhle: mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel
Chorion und Lamina propria
Das Epithel sitzt auf der Lamina propria (Chorion), die es ernährt. Das Endothel trennt die Blutgefäße vom umgebenden Gewebe. Die Basalmembran (BM) trennt Epithel und Chorion.
Krankheitsbegriffe und Statistik
Itis: Entzündung (Endung für Entzündungen, z. B. Gastritis).
Osis: krankhafte Zunahme oder Veränderung.
Oma: Tumor (gutartig oder bösartig).
Degeneration: Rückbildung oder Verfall von Gewebe.
Die Angaben 100 %, 90 %, 95 %, 10 % und 5 % beziehen sich auf die Verteilung der Krankheitsfälle im Originaldokument.