Leitfaden zur Planung und Installation von IT-Systemen
1. Planung der Arbeitsumgebung
Bei der Planung der Arbeitsumgebung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Organisation: Abteilungsstrukturen und deren Verknüpfungen.
- Kapazitätsplanung: Anzahl der benötigten Arbeitsplätze.
- Datensicherung: Strategien für Backups.
- Benutzeridentifikation: Definition von Benutzergruppen.
- Schulung: Vorbereitung der künftigen Nutzer.
Systemanforderungen
- Multi-User-Support und Netzwerkanbindung.
- Kompatibles Betriebssystem.
- Hardware-Voraussetzungen: CPU, RAM, Grafik- und Multimedia-Ressourcen.
- Bedarf an externer Peripherie.
2. Vorbereitung der Umgebung
Architektonische und elektrische Anforderungen
- Sicherheit:
- Flammschutzmaßnahmen.
- Geschützte Verkabelung.
- Installation von USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung).
- Spannungsstabilisatoren gegen Stromschwankungen.
- Erdung und Reduzierung elektromagnetischer Störungen.
- Zugänglichkeit:
- Breite Türen für den Materialtransport.
- Einfache Abschottung und Zwischendecken.
- Raumklima:
- Optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit (ca. 45 %).
- Schallpegelkontrolle und Beleuchtung.
Sicherheitstechnische Anforderungen
- Physische Sicherheit: Speicherung von Informationen an getrennten Orten.
- Zugangskontrolle: Verschlossene Serverräume, Identifikationssysteme und Videoüberwachung.
- Benutzersicherheit: Richtlinien für den Zugriff.
Systemkonfiguration
- Auswirkungen: Hardware-Erweiterungen, Kommunikationssysteme und Software-Kompatibilität.
- Installationsmodus: Einzelplatz- oder Client-Server-Netzwerk.
3. Installationsphase
Die Installation kann auf drei Arten erfolgen:
- Automatisch (Autoexecutable).
- Manuell (über ausführbare Dateien wie .exe, .com, .bat).
- Über komprimierte Dateien.
Wichtige Schritte: Eingabe der Seriennummer, Zuweisung von Organisation/Nutzer, Wahl des Installationstyps und Festlegung des Zielverzeichnisses.
4. Konfiguration der Arbeitsstationen
- Implementierung von Sicherheitsrichtlinien.
- Einrichtung von Benutzer- und Administratorrechten.
5. Installationstest
- Überprüfung der lokalen und netzwerkbasierten Benutzerfunktionen.
- Funktionsprüfung der Hardware und Software-Optionen.
- Ersteinrichtung: Benutzername, Sprache und regionale Formate (Dezimaltrennzeichen).
6. Datenmigration
- Übertragung bestehender Daten in die neue Anwendung.
- Konvertierung bei Inkompatibilität.
7. Testphase
- Durchführung von Tests mit realen Daten und unter extremen Bedingungen.
8. Betrieb
- Parallelbetrieb der alten und neuen Anwendung zur Absicherung.
9. Dokumentationsprozess
- Protokollierung aller Installations- und Konfigurationsschritte.
- Erstellung von Benutzer- und Administratorhandbüchern.
Lage der Anwendung
Programmkomponenten werden in der Regel unter Programme gespeichert, während benutzerspezifische Daten im Benutzerprofil abgelegt werden.