Maritime Signale und Lichterführung nach COLREG

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Zusammenfassung

Das Dokument fasst die Schallsignale, Nebelzeichen, Tagessignale (Formzeichen) und Nachtsignale (Lichterführung) nach den COLREG zusammen. Es zeigt, welche Signale Schiffe bei Manövern, bei reduzierter Sicht sowie für Schleppverbände, manövrierunfähige, fischende, Segel-, Lotsen- und vor Anker liegende Schiffe verwenden.

Kernpunkte

  • Manöversignale mit der Schiffspfeife: o = Kurs nach Steuerbord, oo = Kurs nach Backbord, ooo = rückwärts, ooooo = Warnsignal bei Unklarheit.
  • Nebelzeichen werden höchstens alle 2 Minuten gegeben; L bedeutet Maschinenfahrzeug in Fahrt, LKK steht für Segelschiff, Fischerei, Schleppverband oder manövrierunfähiges Schiff.
  • Ein Schleppverband mit mehr als 200 m Schlepplänge führt drei weiße Topplichter; ein gelbes Schlepplicht steht über dem Hecklicht.
  • Manövrierunfähige Schiffe zeigen zwei rote Rundumlichter bzw. zwei schwarze Kugeln übereinander.
  • Vor Anker liegende Schiffe führen ein weißes Rundumlicht; ab 50 m Länge zusätzlich ein Licht am Heck.
  • Ein auf Grund gelaufenes Schiff zeigt die Ankerlichter plus zwei rote Rundumlichter, tagsüber drei schwarze Kugeln.

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Maritime Signale nach COLREG

Tonsignale von Schiffen in Sichtweite (Manövriersignale)

Diese Signale werden mit der Schiffspfeife gegeben, um die Absicht des Manövers anzuzeigen:

  • o (Ein kurzer Ton): Ich ändere meinen Kurs nach Steuerbord.
  • oo (Zwei kurze Töne): Ich ändere meinen Kurs nach Backbord.
  • ooo (Drei kurze Töne): Ich fahre rückwärts.
  • ooooo (Fünf oder mehr kurze Töne): Ich verstehe Ihre Absichten nicht (Warnsignal bei Gefahr oder Unklarheit).
  • LLK (Zwei lange, ein kurzer Ton): Ich beabsichtige, Sie an Steuerbord zu überholen.
  • LLKK (Zwei lange, zwei kurze Töne): Ich beabsichtige, Sie an Backbord zu überholen.
  • KLKK (Kurz, lang, lang, kurz): Ich stimme dem Überholmanöver zu.
  • L (Ein langer Ton): Achtung/Gefahrensignal (oft in engen Fahrwassern).

Akustische Signale bei reduzierter Sicht (Nebelzeichen)

Die Signale werden in Intervallen von höchstens 2 Minuten gegeben, sofern nicht anders angegeben.

  • L (Ein langer Ton): Maschinenfahrzeug in Fahrt.
  • LL (Zwei lange Töne): Maschinenfahrzeug in Fahrt, gestoppt und keine Fahrt durchs Wasser.
  • LKK (Ein langer, zwei kurze Töne): Schleppverband, manövrierunfähiges Schiff, fischendes Schiff, Segelschiff, Schiff mit eingeschränktem Tiefgang oder Minensuchfahrzeug.
  • LKKK (Ein langer, drei kurze Töne): Letztes Schiff im Schleppverband.
  • KKKK (Vier kurze Töne): Lotsenfahrzeug (Lotsenboot).
  • KLK (Kurz, lang, kurz): Schiff vor Anker, gibt Warnung (Intervall: höchstens 1 Minute).

Tagsignale (Formzeichen)

  • Maschinenfahrzeug unter Segel und Maschine: Ein Kegel, Spitze nach unten.
  • Schleppverband (Schlepplänge > 200 m): Eine Raute (Diamant).
  • Fischendes Schiff (Schleppnetz): Zwei Kegel, Spitzen zueinander. Bei Schlepplänge > 150 m zusätzlich eine Raute.
  • Manövrierunfähiges Schiff: Zwei schwarze Kugeln, senkrecht übereinander.
  • Manövrierbehindertes Schiff: Kugel, Raute, Kugel, senkrecht übereinander.
  • Minensuchfahrzeug: Drei schwarze Kugeln (eine am Bug, je eine an den Enden der Rahen).
  • Tiefgangbehindertes Schiff: Ein Zylinder.
  • Vor Anker liegendes Schiff: Eine schwarze Kugel.
  • Auf Grund gelaufenes Schiff: Drei schwarze Kugeln, senkrecht übereinander.

Nachtsignale (Lichterführung)

  • Schleppverband

    • Schlepplänge < 200 m: Zwei weiße Topplichter vertikal, Seitenlichter, Hecklicht, gelbes Schlepplicht über dem Hecklicht.
    • Schlepplänge > 200 m: Drei weiße Topplichter vertikal, Seitenlichter, Hecklicht, gelbes Schlepplicht über dem Hecklicht.
    • Geschlepptes Schiff: Seitenlichter und Hecklicht.
  • Manövrierunfähiges Schiff

    Zwei rote Rundumlichter vertikal übereinander. Bei Fahrt zusätzlich Seitenlichter und Hecklicht.

  • Manövrierbehindertes Schiff

    Drei Rundumlichter vertikal: Rot-Weiß-Rot. Bei Fahrt zusätzlich Topplichter, Seitenlichter und Hecklicht.

  • Tiefgangbehindertes Schiff

    Drei rote Rundumlichter vertikal übereinander. Bei Fahrt zusätzlich Topplichter, Seitenlichter und Hecklicht.

  • Fischendes Schiff (mit Schleppnetz)

    Grünes Rundumlicht über weißem Rundumlicht. Bei Fahrt zusätzlich Seitenlichter und Hecklicht.

  • Segelschiff

    Seitenlichter und Hecklicht. Optional: Rotes Rundumlicht über grünem Rundumlicht (am Masttop).

  • Lotsenfahrzeug (Lotse)

    Weißes Rundumlicht über rotem Rundumlicht. Bei Fahrt zusätzlich Seitenlichter und Hecklicht.

  • Vor Anker liegendes Schiff

    • < 50 m Länge: Ein weißes Rundumlicht.
    • > 50 m Länge: Ein weißes Rundumlicht am Bug und eines am Heck.
    • > 100 m Länge: Muss zusätzlich die Decksbeleuchtung einschalten.
  • Auf Grund gelaufenes Schiff

    Die Lichter für ein vor Anker liegendes Schiff plus zwei rote Rundumlichter vertikal übereinander.

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Häufige Fragen

Was bedeutet das Signal oo mit der Schiffspfeife?

Zwei kurze Töne bedeuten, dass das Schiff seinen Kurs nach Backbord ändert. Das Signal zeigt also die Absicht des Manövers an.

Welche Lichter führt ein vor Anker liegendes Schiff unter 50 m Länge?

Es führt ein weißes Rundumlicht. Schiffe über 50 m Länge setzen zusätzlich ein Licht am Heck, Schiffe über 100 m zusätzlich die Decksbeleuchtung.

Wie erkennt man ein manövrierunfähiges Schiff bei Nacht?

Es zeigt zwei rote Rundumlichter vertikal übereinander. Bei Fahrt kommen Seitenlichter und Hecklicht hinzu.

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Lernkarten

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Test

1. Welches Schallsignal bedeutet 'Ich ändere meinen Kurs nach Steuerbord'?
2. Wie viele Topplichter führt ein Schleppverband mit mehr als 200 m Schlepplänge?
3. Welche Tagsignal-Form zeigt ein tiefgangbehindertes Schiff?
4. Welches Nebelsignal gibt ein Lotsenfahrzeug?
5. Welche Lichter zeigt ein auf Grund gelaufenes Schiff zusätzlich zu den Ankerlichtern?
6. Wie oft werden Nebelzeichen höchstens gegeben?

Mit KI aus dem Dokument erstellte Fragen: Prüfen Sie die Antworten anhand des Textes.