Marketing-Grundlagen: Begriffe und Strategien erklärt
Grundbegriffe des Marketings
Marketing: Es ist eine Disziplin, die eine Reihe von Werkzeugen nutzt, um den wahrnehmbaren Wert von Marken zu steigern. Das effektivste Marketing ist jenes, das einer Marke einen echten Mehrwert verleiht.
Markt: Er liegt am Zusammenfluss von Angebot und Nachfrage und beschreibt die Menge aller tatsächlichen und potenziellen Käufer eines Produkts.
Premium: Der Preisaufschlag, den ein Verbraucher für die Wahl einer bestimmten Marke zahlt. Dieser Preisunterschied wird durch rationale oder emotionale Faktoren gerechtfertigt.
Commodity (Gebrauchsgüter): Dieser Begriff beschreibt Handelswaren oder Verbrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs. Es handelt sich um Güter, die leicht durch andere mit gleichen Eigenschaften ersetzbar oder austauschbar sind.
Produktklasse: Dies ist die Kategorie, in der sich alle konkurrierenden Marken einer bestimmten Branche befinden (z. B. sind Seifen eine andere Produktklasse als Deodorants).
Marke: Ein Produkt mit Mehrwert. Dies beinhaltet das physische Produkt sowie den durch Werbung, Promotionen und Merchandising hinzugefügten Wert.
Markenidentität: Diese tritt am deutlichsten hervor, wenn alle Aspekte miteinander im Einklang stehen. Sie ist die Persönlichkeit der Marke und wirkt als diskriminierendes Attribut.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Produkt, das dem Verbraucher mehr Wert für weniger Geld bietet. Beispiel: Quarzuhren zeigen die Zeit mit absoluter Präzision an, oft zu einem besseren Preis als andere Uhren.
Weißes Produkt (No-Name-Produkt): Eine Form des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Verbraucher erhalten ein Produkt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, das die gleichen Vorteile wie ein Markenprodukt bietet, jedoch zu einem niedrigeren Preis.
Handelsmarke (Private Label): Ein Produkt, das durch eine Supermarktkette unter einem eigenen Markennamen verkauft wird.
Eigenmarke (Own Label): Ein Produkt, das den Namen der Handelskette trägt, bei der es exklusiv verkauft wird.
Wahrnehmung und Kaufentscheidung
Attribute: Dies sind Eigenschaften, die Marken zugeordnet werden und die Verbraucher sprachlich ausdrücken.
Wahrnehmung: Der Prozess, durch den Menschen Reize einfangen, organisieren und interpretieren, um ein aussagekräftiges Bild der Welt zu erstellen. Im Vertrieb ist nicht das technische Gutachten entscheidend, sondern die Wahrnehmung des Verbrauchers.
Materielle Indikatoren: Äußerliche Unterschiede in der Auffassung der Verbraucher, wie z. B. das Design der Verpackung oder die Form eines Autos.
Motivatoren: Grundlegende Eigenschaften, die den Wettbewerb definieren und die Kaufhandlung bestimmen.
Diskriminatoren: Ergänzende, relevante Attribute, auf deren Basis Verbraucher bestimmte Marken auswählen.
Differenzierungsvorteil: Wenn ein Produkt ein von Verbrauchern hochgeschätztes Attribut besitzt, das bei der Konkurrenz nicht zu finden ist, entsteht ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Idealer Output: Eine Abstraktion oder ein Paradigma. Es existiert nicht real, dient aber als Orientierungspunkt.
Segmentierung: Der Prozess, durch den der Markt anhand bestimmter Merkmale in Untergruppen unterteilt wird. Ein Marktsegment lässt sich durch spezifische Variablen klar von anderen Segmenten differenzieren.
Verschiedene Arten von Marketing
- Marketing von Konsumgütern: Der Ursprung aller Marketingarten. Die Schwerpunkte liegen auf Markenartikeln in Kategorien wie Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigungsmitteln, aber auch Autos oder Zigaretten.
- Handelsmarketing (Trade Marketing): Ein Werkzeug für den Massenkonsum, oft in Form von Promotionen, bei denen der Einzelhändler wie ein Verbraucher behandelt wird.
- Industriegütermarketing: Hier ist der Kunde nicht der Endverbraucher, sondern ein industrieller Abnehmer, der das Produkt als Input für die eigene Produktion nutzt.
- Dienstleistungsmarketing: Spezialisiert auf Kategorien wie Unterhaltung oder Versicherungen, um Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen.
- Bankmarketing: Spezialisierung auf Finanzmärkte. Banken benötigen ein starkes Corporate Image. Das Geld der Bank stammt aus zwei Quellen: Der Differenz zwischen den Kreditzinsen und den Einlagenzinsen sowie den Gebühren für Dienstleistungen.
- Direktmarketing: Kommunikation mit Verbrauchern ohne Massenmedien, um eine präzisere Wirkung bei der Zielgruppe zu erreichen.
- Internationales Marketing: Erforschung und Entwicklung ausländischer Märkte in zwei Phasen: 1. Studienphase (Marktanalyse) und 2. Aktionsphase (Umsetzung).
- Politisches Marketing: Anwendung von Massenmarketing-Techniken und Propaganda im politischen Kontext.