Meisterwerke der spanischen Romanik und islamischen Kunst
Kathedrale von Santiago de Compostela: Der Grundriss
Architektonisches Meisterwerk romanischer religiöser Natur. Blick auf den Grundriss einer Kirche in Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen im Längsschiff und drei im Querschiff. Die Schiffe verfügen über Tonnengewölbe im Mittelschiff und in den Seitenschiffen, wobei das Mittelschiff eine größere Breite und Höhe aufweist als die Seitenschiffe.
- Westfassade: Zeigt deutlich zwei viereckige Türme.
- Portale: Die Front verfügt über drei Zugänge; das zentrale Portal ist durch einen Pfosten (Trumeau) geteilt und führt in ein Atrium.
- Innenraum: Die kreuzförmigen Pfeiler sind im Inneren deutlich erkennbar.
- Außenbau: Massive äußere Strebepfeiler stützen die Konstruktion.
Hervorzuheben ist ferner die große halbrunde Apsis mit einem breiten Chorumgang um den Altar sowie die umgebenden Kapellen. In den Armen des Querschiffs befinden sich Zugangsöffnungen mit deutlichen Gewänden (Ausschrägungen). Die Monumentalität des Ganzen wird besonders betont.
Details zum Objekt:
Titel: Grundriss der Kathedrale von Santiago de Compostela
Stil: Spanische Romanik
Zeitraum: 11. Jahrhundert
Der Portikus der Herrlichkeit in Santiago
Romanische Skulpturen mit religiösen Themen. Der Blick auf das Portal hebt den dekorativen Reichtum hervor. Das Portal zeigt deutliche Gewände (Ausschrägungen). An den Pfosten befinden sich Propheten und Apostel; dem zentralen Pfosten (Trumeau) ist die Figur des Heiligen Jakobus vorangestellt. Er ist mit einer Säule geschmückt, auf der die Statue des Heiligen Jakobus ruht.
Die Archivolten zeigen die Zonen der Ältesten der Apokalypse. Im Tympanon ist die Darstellung des Pantokrator in Begleitung von Engeln mit den Leidenswerkzeugen zu sehen. Auch das Jakobskreuz ist vorhanden. Dies weist auf die hohe Bedeutung der Pilgerschaft hin, die durch die Fülle an Figuren und den dekorativen Reichtum zum Ausdruck kommt.
Details zum Objekt:
Titel: Portikus der Herrlichkeit (Pórtico de la Gloria)
Autor: Maestro Mateo
Material: Granit und Marmor
Herstellungsart: Geschnitzt/Gehauen
Zeitraum: Spätromanik
Die Moschee von Córdoba: Architektur des Haram
Dieses hispano-islamische architektonische Werk religiöser Natur zeigt die Innenansicht der Gebetshalle (Haram) einer Moschee. Man erkennt einen Wald aus authentischen Säulen, die keine Basis haben, einen glatten Schaft besitzen und aus buntem Marmor gefertigt sind.
Die Arkaden sind doppelstöckig ausgeführt:
- Untere Ebene: Hufeisenbögen, die an den Pfeilern ansetzen.
- Obere Ebene: Rundbögen, die über den Kapitellen der Pfeiler entspringen.
Die Kapitelle der Säulen zeigen die Besonderheit einer doppelten Form; die unteren und oberen sind klassisch inspiriert oder byzantinisch beeinflusst, wobei auch dekorative Konsolenreihen zu sehen sind. Die Bogensteine (Voussoirs) präsentieren sich abwechselnd in Rot und Weiß. Dies vermittelt ein Gefühl von Reichtum und rhythmischer Bewegung.
Details zum Objekt:
Titel: Moschee von Córdoba (Haram)
Material: Marmor, Granit und Stein
Stil: Hispano-islamisch
Chronologie: Emirat von Córdoba, 8. Jahrhundert