Die menschlichen Sinnesorgane und ihre Funktionen

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Die Haut und ihre Schichten

Die Haut besteht aus 2 Lagen:

  • Epidermis: Die oberflächliche Schicht.
  • Dermis: Die tiefere Schicht.

Die tiefe Epidermis besteht aus epithelialem Gewebe mit mehreren Schichten. Die Zellen sind tot und mit dem Hornstoff Keratin getränkt. Diese Zellen teilen sich ständig, um Verluste zu erneuern. In dieser Schicht befinden sich auch Melanozyten, Zellen, die das Pigment Melanin produzieren, welches der Haut ihre Farbe verleiht.

Tastsinn und Mechanorezeptoren

Die Tastsinn-Rezeptoren (freie Nervenendigungen) befinden sich in der Haut:

  • Meissner-Körperchen: Registrieren leichte Berührung und Kontakte.
  • Vater-Pacini-Körperchen: Registrieren starken Druck und Vibration.
  • Ruffini-Körperchen: Registrieren Berührung, Druck und Wärmegefühl.
  • Krause-Körperchen: Registrieren Kälteempfinden (Rückgang der Temperatur).
  • Freie Nervenendigungen: Registrieren Schmerz und Wärmegefühl.

Der Geruchssinn

Die Nasenhöhle ist mit einem Mukosaepithel ausgekleidet, das als Hypophyse bezeichnet wird:

  • Rote Hypophyse: Befindet sich in der unteren Hälfte der Nase und enthält Blutkapillaren, die die eingeatmete Luft erwärmen.
  • Gelbe Hypophyse: Befindet sich im oberen Teil und enthält die olfaktorischen Rezeptoren, die aus Flimmerzellen bestehen. Diese sind für die Aufnahme und den Transport von Reizen verantwortlich.

Der Geschmackssinn

Die Geschmacksrezeptoren befinden sich in den Geschmacksknospen der Zunge, aber auch am Gaumen, im Rachen und im Kehlkopf (Larynx). Sie reagieren auf Stoffe, die in Speichel gelöst sind. Es gibt vier grundlegende Geschmacksrichtungen:

  • Salzig
  • Bitter
  • Sauer (Acid)
  • Süß (Dulce)

Das Ohr: Hören und Gleichgewicht

Die Funktion des Hörens

Die Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgenommen und durch den Gehörgang geleitet. Die Vibrationen werden durch das Trommelfell verstärkt und über die Gehörknöchelchen an die Flüssigkeiten der Schnecke (Cochlea) übertragen. Dort befinden sich sensible Mechanorezeptoren, die auf die Vibrationen reagieren und diese Reize in Nervenimpulse umwandeln, welche über den Hörnerv an das Gehirn gesendet werden.

Der Gleichgewichtssinn

Bei Kopfbewegungen bewegt sich die Endolymphe, welche die Bogengänge (Canales semicirculares) füllt. Rezeptoren an deren Wand nehmen diese Bewegung auf und wandeln die Information in Nervenimpulse um, die an das Gehirn gesendet werden, um die Bewegung zu registrieren.

Der Sehsinn und das Auge

Schutzorgane des Auges

  • Augenbrauen
  • Wimpern
  • Augenlider
  • Tränendrüsen

Der Augapfel (Bulbus Oculi)

  1. Konjunktiva: Transparentes Epithel, das die Sklera und die Hornhaut bedeckt.
  2. Sklera (Lederhaut): Weiße Hülle, die das Auge schützt und stützt. Vorne geht sie in die Hornhaut über.
  3. Aderhaut (Choroidea): Undurchsichtig und dunkel im Inneren des Auges. Nach vorne bildet sie die Iris (Ringmuskulatur unter der Hornhaut). In der Mitte der Iris befindet sich die Pupille.
  4. Netzhaut (Retina): Enthält die Sehzellen:
    • Zapfen: Empfindlich für Farben.
    • Stäbchen: Empfindlich für Licht (Helligkeit).

Weitere Bestandteile

  • Linse: Befindet sich hinter der Iris.
  • Augenflüssigkeiten:
    • Kammerwasser (zwischen Iris und Linse).
    • Glaskörper (gallertartig und transparent).

Funktionsweise des Auges

Licht fällt durch die Pupille. Die Linse fokussiert die Bilder, die sich auf der Netzhaut bilden. Die Rezeptoren der Netzhaut fangen das reflektierte Licht der Objekte ein und erzeugen Nervenimpulse, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden.

Häufige Augenkrankheiten

  • Myopie (Kurzsichtigkeit): Man sieht Objekte aus der Nähe gut, aber aus der Ferne schlecht. Dies liegt an einer übermäßigen Länge des Augapfels, wodurch die Objekte vor der Netzhaut abgebildet werden.
  • Hypermetropie (Weitsichtigkeit): Man sieht Objekte aus der Ferne gut, aber aus der Nähe schlecht. Dies liegt daran, dass die Objekte hinter dem Augapfel abgebildet werden.

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