Neurologische und psychische Erkrankungen: Ein Überblick
Schizophrenie und Demenzformen
Schizophrenie tritt meist nach der Adoleszenz auf. Es handelt sich um eine Persönlichkeitsstörung, bei der betroffene Personen die tatsächliche Welt nicht von der imaginären Welt unterscheiden können (Wahnideen, Obsessionen). Dementia (Demenz): Dies beschreibt den allmählichen Verlust der geistigen Fähigkeiten und Funktionen. Man unterscheidet zwischen der senilen Demenz (ab 80 Jahren) und der präsenilen Demenz (unter 80 Jahren).
Neurodegenerative Erkrankungen
Neurodegenerative Erkrankungen sind für die Vernichtung oder neuronale Funktionsstörungen in bestimmten Bereichen des Nervensystems (SN) verantwortlich. Zu den Typen gehören:
- Parkinson: Betrifft Nervenzellen in der Substantia nigra (Kern negro). Diese Neuronen kontrollieren unwillkürliche Muskelbewegungen.
- Alzheimer-Patienten: Verlieren allmählich ihr Gedächtnis und ihr gewohntes Verhalten.
- Huntington: Die Symptome ähneln denen, die man nach einer Vergiftung mit dem Gift einer 30-jährigen Tarantel hat (Veitstanz). Die Krankheit ist genetisch bedingt und vererbbar.
Das Nervensystem und Medikamente
Das Nervensystem (SN) und Medikamente: Bestimmte Substanzen beeinflussen das zentrale Nervensystem (ZNS) chemisch, verändern die Stimmung und verringern die Sensibilität. Zu den Typen gehören:
- Aufputschmittel: Amphetamin-Typen können Bluthochdruck und Sucht verursachen. Nebenwirkungen sind Schwindel, Ohnmachtsanfälle und Halluzinationen. Kokain (ein weiterer Typ) produziert Müdigkeit und kann zum Tod führen.
- Depressiva (Beruhigungsmittel): Diese dienen dazu, Angst und Euphorie zu verringern.
Das parasympathische Nervensystem
Das parasympathische Nervensystem ist für die Regeneration und den Aufbau von Reserven zuständig; es dient der Erholung nach Stress. Es entspringt im basalen Hirnstamm. Der Botenstoff (Sender) ist immer Acetylcholin. Es senkt den Arteriendruck, verlangsamt den Herzschlag und die Atemfrequenz. Die Pupillen und Bronchien verengen sich, die Haarmuskeln entspannen sich und das Schwitzen nimmt ab. Gleichzeitig nimmt die Speichelproduktion zu, die Darmfunktion verbessert sich und es kommt zu vermehrtem Speichelfluss.
Das enterale Nervensystem
Das enterale System besteht aus Neuronen, deren Axone Ganglien in einem Netzwerk oder Nervengeflecht (Plexus) bilden. Der Plexus myentericus liegt zwischen den Ring- und Längsmuskeln des Darms. Zudem gibt es den externen submukösen Plexus in der äußeren Submukosa sowie den internen submukösen Plexus in der inneren Submukosa.
Neurologische Erkrankungen
Neurologische Erkrankungen werden durch eine Fehlfunktion von Nervenzellen verursacht:
- Epilepsie: Anfälle entstehen aufgrund fehlerhafter Impulse der ZNS-Neuronen, die das Gehirn stören. Dies führt zu Verlust der Bewusstseinsfunktionen und Wahrnehmungsproblemen.
- Meningitis: Eine Entzündung der Hirnhaut, die das ZNS schädigt und das Gehirn beeinträchtigt.
- Sklerose: (Normalerweise Multiple Sklerose oder Lateralsklerose). Hierbei kommt es zu einer langsam fortschreitenden Zerstörung des Myelins der Axone, wodurch das Individuum an Sensitivität verliert.
Psychische Krankheiten
Psychische Krankheiten entstehen durch Veränderungen von Neurotransmittern und Hormonen. Ein Beispiel ist die Depression: Sie ist gekennzeichnet durch tiefe Trauer und die Unfähigkeit, ein normales Leben zu führen.