Operante Konditionierung: Verstärkung, Lernarten & Pläne

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Operante Konditionierung: Grundprinzipien

Das wesentliche Merkmal operanter Konditionierung liegt in der Verstärkung (z. B. Nahrung), die operantes Verhalten (z. B. Hebeldruck) erhält.

Begriffserklärung

Operante Konditionierung spiegelt wider, dass ein Tier aktiv handelt, in der Natur oder im Labor, um einen Effekt zu erzeugen. Der Effekt entscheidet, ob das Tier die Reaktion beibehält oder sein Verhalten ändert.

Es ist eine Lerntheorie, die versucht zu erklären, dass solches Verhalten neu erworben wird, weil das Individuum anhand der Folgen lernt: Zunahme oder Abnahme der Häufigkeit dieser Verhaltensweisen.

Operantes Verhalten

Operantes Verhalten: Ein Verhalten, das neu im Repertoire eines Organismus ist und nicht im genetischen Code programmiert ist.

Verstärkerarten

Ereignisverstärker: Sie stellen eine stimulierende Umgebung oder einen Reiz dar, der ein Bedürfnis des Organismus befriedigt (z. B. die Verabreichung einer Belohnung) und so das Lernen unterstützt.

Primäre Verstärkung: Ein Reiz, der ein biologisches Bedürfnis befriedigt und dadurch die Häufigkeit bestimmter Verhaltensweisen erhöht.

Grundprinzip: Lernen durch Verstärkung

Beim Lernen durch Verstärkung wird ein neu auftretendes Verhalten häufiger, nachdem der Organismus eine verstärkende Konsequenz erhalten hat.

Vermeidung und Aberglaube

Lernen der Vermeidung: Der Organismus erwirbt ein neues Verhalten, das aversive (unangenehme) Reize vermeidet oder beendet, wodurch die Häufigkeit dieses Vermeidungsverhaltens steigt.

Aberglauben-Lernen: Lernen, bei dem zufällige oder aversive Verstärkung die Häufigkeit bestimmter Verhaltensweisen erhöht.

Bestrafung und Vergessen

Lernen durch Bestrafung: Tritt auf, wenn ein Organismus die Häufigkeit eines Verhaltens verringert, weil dieses Verhalten unangenehme Konsequenzen nach sich zieht.

Vergessen: Verhaltensweisen, die nicht mehr verstärkt werden, nehmen in ihrer Häufigkeit ab und verschwinden.

Übersicht (Beispiel)

  • Bedingter Stimulus (CS): Hebel in der Kiste.
  • Konditionierte Reaktion (CR): Hebeldruck.
  • Unbedingter Stimulus (US): Futter (Futterkugel).
  • Unbedingte Reaktion (UR): Fressen.

Verstärkungspläne

Festes Quotenprogramm (Fixed Ratio): Die Anzahl der Antworten, die für eine Verstärkung erforderlich ist, bleibt konstant. Beispiel: Verstärkung nach jeweils 5 Antworten. Die grafische Kurve zeigt oft Pausen nach der Verstärkung.

Variables Quotenprogramm (Variable Ratio): Die Anzahl der Antworten bis zur Verstärkung variiert. Dies führt zu hohen Antwortquoten ohne nennenswerte Pausen; die Kurve ist regelmäßig. Beispiel: Glücksspiel (deshalb besonders suchterzeugend).

Festes Intervall (Fixed Interval): Verstärkung erfolgt, nachdem seit der letzten Verstärkung ein festes Zeitintervall vergangen ist. Dies führt zu niedrigen Antwortquoten unmittelbar nach der Verstärkung; die Rate steigt und erreicht ihren Höhepunkt kurz vor der nächsten Verstärkung.

Variables Intervall (Variable Interval): Das Zeitintervall bis zur Verstärkung variiert (z. B. Sekunden bis Stunden). Die Reaktionsrate ist relativ konstant.

Unterschiede zum klassischen Konditionieren

Pavlov: Verbindung zwischen einem neuen Reiz und einer reflexartigen Reaktion.

Thorndike: Verbindung zwischen einer Handlung und ihrer Konsequenz (Law of Effect); Lernen durch die Verbindung zwischen Verhalten und Folgen.

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