Prinzipien und Zukunft der Demokratie
Politische Grenzen der Mehrheitsherrschaft
Die Herrschaft der Mehrheit in einer Demokratie sollte nicht auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ausgedehnt werden. Wir können nicht in allen Bereichen die gleiche Form der Demokratisierung anwenden. Die Mehrheitsregel stößt an drei Grenzen:
- Menschenrechte des Individuums: Diese können nicht zur Abstimmung gestellt werden.
- Rechte von Minderheiten: Das Recht auf den eigenen Standpunkt muss gegenüber der Mehrheit verteidigt werden.
- Arten der sozialen Aktion: Auf jeder Ebene der Verantwortung und Mitbestimmung sollte die Ausbildung stets berücksichtigt werden.
Kriegsdienstverweigerung muss als Recht befestigt werden, ebenso wie das Recht auf Selbstbestimmung. Die Rechte des Gewissens sollten gesetzlich geregelt werden, um Hindernisse zu beseitigen und sie mit den Rechten der Betroffenen in Einklang zu bringen. Gewaltfreiheit und ziviler Ungehorsam sind nicht durch das Gesetz geschützt.
Die Zukunft der Demokratie
Eine menschenwürdige Organisation und die direkte Beteiligung der Bürger sind die Herausforderung für Koexistenz, Integration und die Kontrolle politischer Macht. Zudem sind wirtschaftliche Integration sowie die Effizienz der öffentlichen Verwaltung erstrebenswert.
Die Öffentlichkeit diskutiert ständig darüber, was Demokratie bedeutet und wie sie gelebt werden kann. Regierende, die Macht und Autorität erhalten, müssen ihre Anstrengungen auf das Gemeinwohl ausrichten, statt sich in das Privatleben zurückzuziehen. Es ist notwendig, dass Bürger ihre jeweilige Verantwortung und Beteiligung an sozialen Angelegenheiten übernehmen, während Regierende stets Gerechtigkeit und das Gemeinwohl im Blick behalten müssen.
Deliberative Demokratie
Eine Demokratie ist dann legitim, wenn sie deliberativ ist. Dabei geht es nicht darum, ein neues Modell vorzuschlagen, sondern die Demokratie in allen Aspekten zu stärken.
Bei der Beratung von Fragen müssen die Vor- und Nachteile jeder Option öffentlich analysiert werden. Die Gründe für getroffene Entscheidungen müssen transparent gemacht werden. In Anlehnung an Aristoteles und Dewey gilt:
Deweys Demokratie ist keine einfache mechanische Anwendung der Mehrheitsregel. Die Analyse basiert auf:
- Diskurs: Austausch von Argumenten.
- Gedankenaustausch: Jeder versucht, eine Einigung zu erzielen.
- Basis: Gruppen werden an Entscheidungen beteiligt, die sie betreffen.
- Begründung: Jeder Bedarf muss sachlich begründet werden.
- Einstellung: Die Haltung von Individuen oder Gruppen kann sich während des Beratungsprozesses durch überzeugende Argumente ändern – nicht durch Manipulation.