Römische Zivilisation und Architektur

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Römisches Leben und Gesellschaft

Die Römer waren in Handel, Landwirtschaft und Krieg engagiert. Sie pflegten sportliche Spiele und Gladiatorenkämpfe.

Besonderheiten der Römischen Architektur

Architektonische Merkmale

  • Die Römer nutzten das Gewölbe und die Kuppel.
  • Sie waren fähige Designer und Ingenieure, stark beeinflusst von der griechischen Baukunst.
  • Verwendung von Säulen mit glattem, kreisendem Schaft und Kapitellen.
  • Die Grundrisse ihrer Tempel sind oft fast quadratisch.
  • Sie nutzten Stützsysteme, Stürze, Bögen und Kuppeln.
  • Umfassende Stadtplanung bei der Gestaltung ihrer Städte.
  • Sie zeigten Gemeinsamkeiten mit der griechischen Kunst und bevorzugten Bauwerke mit Bögen und Kuppeln.

Verwendete Materialien

Zu den verwendeten Materialien gehörten Holz, Lehm, Schlick, Schlamm, vulkanischer Kalkstein und Marmor.

Wichtige Bauwerke

Zu den wichtigsten Werken zählten:

  • Tempel: Jupiter, Falero
  • Gräber: Vilci, Cerreti
  • Öffentliche Bauten: Vulci-Brücke, Cloaca Maxima (Rom)

Öffentliche und Unterhaltungsbauten

Unterhaltungsbauten

Amphitheater

Diese ovalen Anlagen dienten als Schauplatz für Kämpfe zwischen Tieren oder Menschen. Das bekannteste Beispiel ist das Kolosseum in Rom.

Theater

Das römische Theater ist eine Adaption des griechischen Modells. Die Zuschauerränge sind halbrund angelegt. Der Zugang erfolgte oft über seitliche, gewölbte Tunnel. Das älteste bekannte Theater ist das von Pompeji; berühmte Beispiele finden sich in Rom und Mérida.

Zirkus (Rennstrecken)

Der Zirkus hatte eine elliptische Form mit einem zentralen Kanal (Spina) für die Rennen. In Rom gab es bis zu drei Zirkusse, die wichtigsten waren der Circus Maximus und der Zirkus des Vatikans (von dem heute nur noch ein Obelisk zeugt). Ein weiteres Beispiel ist der Zirkus von Mérida.

Gedenk- und Funktionsbauten

Gedenkbauten

Säulen (Kolumnen)

Sie dienten der Propaganda und der Erinnerung an militärische Erfolge. Beispiel: Die Trajanssäule.

Gedenkbögen (Triumphbögen)

Diese Bauwerke dienten ebenfalls der Propaganda. Die frühesten Bögen wurden aus Holz gebaut, später aus Stein. Sie besitzen typischerweise zwischen einem und drei Durchgängen.

Funktionale Bauwerke

Die Römer bewiesen in diesen Bauwerken ihre praktischen Fähigkeiten:

Thermen (Öffentliche Bäder)

Öffentliche Bäder erfreuten sich großer Beliebtheit. Sie entstanden durch die Adaption des griechischen Gymnasiums. Die Bäder bestanden typischerweise aus drei Hauptbereichen:

  • Caldarium (Warmbad)
  • Frigidarium (Kaltbad)
  • Tepidarium (Laubad)

Beispiel: Die Caracalla-Thermen in Rom.

Basiliken

Basiliken waren Mehrzweckgebäude (z. B. Versammlungsraum, Verwaltung, Gericht). Sie bestanden aus einem rechteckigen Raum, der durch Säulenreihen in drei Schiffe unterteilt war. Beispiel: Die Maxentiusbasilika in Rom.

Brücken

Brücken wurden gebaut, um wichtige Flüsse zu überqueren. Dabei kamen Bögen zum Einsatz. Beispiel: Die Brücke von Alcántara (Mérida).

Aquädukte

Aquädukte dienten dazu, Wasser in die Städte zu leiten. Für den Bau wurden Steine verwendet, die sorgfältig gesetzt und zementiert wurden. Beispiele: Das Aquädukt von Segovia und das Aquädukt Los Milagros in Mérida.

Sakral- und Grabstätten

Sakralbauten

Tempel

Die Tempel passten sich dem griechischen Modell an. Am weitesten verbreitet war die rechteckige Form. Es wurde häufig die korinthische Säulenordnung verwendet. Beispiel: Der Diana-Tempel in Mérida.

Grabstätten

Die Römer übernahmen Bestattungsformen der unterworfenen Völker. Die gängigen Praktiken reichten von einfachen Gruben bis hin zu luxuriösen Bauwerken. Für die Kunstgeschichte sind die prächtig geschmückten Sarkophage von Bedeutung. Große Kaiser wurden oft in monumentalen, runden Mausoleen beigesetzt.

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