Sprache, Codes und Genres im Journalismus
Unter Bezugnahme auf die Sprache des Journalismus verweisen wir auf die verschiedenen Elemente, aus denen sie besteht. Inhalte wie Politik werden in verschiedenen Sprachen und textuellen Typologien ausgedrückt. Dabei werden unterschiedliche Codes sowie diverse kommunikative Ziele und Absichten genutzt.
Merkmale journalistischer Inhalte
- Strukturierung: Die Inhalte werden von der Zeitung in Abschnitte unterteilt, entweder nach Themen (Politik, Wirtschaft) oder nach territorialer Basis (lokal, regional, national, international). Ihre Platzierung und ihr Umfang bestimmen ihre Bedeutung. Sie können fest oder variabel sein.
- Kommunikative Codes: Es werden sprachliche, außersprachliche und ikonische Codes verwendet. Die Sprache ist heterogen und umfasst nicht nur den Text selbst, sondern auch die Gestaltung der Informationsseite, die Größe der Schrift und das Layout.
- Journalistische Genres: Diese werden in Nachrichten, Meinungsbeiträge und Mischformen unterteilt:
- Nachrichten: Vermitteln Fakten ohne persönliche Wertung (z. B. Nachrichten, Reportagen, Interviews).
- Meinungsbeiträge: Vermitteln eine persönliche Sichtweise (z. B. Leitartikel, Meinungsartikel, Leserbriefe).
- Mischformen: Verbinden Information und Meinung (z. B. Chroniken, Kulturkritiken).
Sprachliche Formen in der Redaktion
Stil und Wortlaut
Die verwendete Sprache ist sehr variabel. Dies liegt einerseits an den verschiedenen Genres (Narrative) und andererseits an den unterschiedlichen Inhalten sowie den verschiedenen Emittenten (Journalisten, Fachleute oder externe Personen).
Die journalistische Sprache ist ein besonderer Diskurs, der Elemente aus literarischen, wissenschaftlichen, politischen, administrativen und juristischen Bereichen integriert. Dabei wird stets ein Standard angestrebt, der sich durch Richtigkeit, Klarheit und Prägnanz auszeichnet.
Die wichtigsten Merkmale sind:
- Kurze Sätze mit logischer Struktur.
- Präzise, denotative Wortwahl.
- Verwendung der 3. Person.
- Nominalkonstruktionen oder Passivformen.
In Meinungsbeiträgen ist hingegen ein persönlicher Stil möglich, der sehr unterschiedliche Funktionen erfüllen kann.
Die Schlagzeile (Inhaber)
Die Schlagzeile ist eine kurze, typografisch hervorgehobene Erklärung, die einen Artikel einleitet. Ihre Aufgabe ist es, den Inhalt zu definieren, zu priorisieren und das Interesse des Lesers zu wecken. Oft wird sie durch ein Antetitulo (Überzeile) oder ein Subtítulo (Unterzeile) ergänzt.
Stil: Die Schlagzeile ist kurz, präzise und informativ. Während sie in der allgemeinen Presse objektiv und neutral formuliert ist, kann sie in Boulevard- oder Sportmedien subjektiver gestaltet sein. Häufig verwendete Ressourcen sind:
- Kurze, einfache Sätze.
- Ellipse des Verbs.
- Literarische Sätze und Zitate.
- Rhetorische Mittel (z. B. Metaphern) in Interviews oder Kolumnen.