Standardtänze im Überblick: Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep
Zusammenfassung
Der Text stellt drei Standardtänze vor: den Wiener Walzer, den Slowfox und den Quickstep. Er beschreibt ihre Geschichte, ihre Entwicklung und ihr typisches Tempo. Lernende erfahren außerdem, wie die Tänze aus dem Foxtrott beziehungsweise dem Charleston hervorgegangen sind.
Kernpunkte
- Der Wiener Walzer wird im ¾-Takt mit 44 bis 64 TPM getanzt, das Ideal liegt bei 56 bis 60 TPM.
- Der Slowfox ist eine langsame Variante des Foxtrotts und wird im 2/4-Takt mit 29 bis 32 TPM getanzt.
- Der Slowfox erhielt um 1918/1919 den Namen „Jazz Roll“.
- Der Quickstep entstand um 1920, als Bands Foxtrott-Lieder schneller spielten.
- Der Quickstep wird im 4/4-Takt mit 54 bis 56 TPM getanzt und zeigt Einflüsse des Charleston, etwa die kleinen Sprünge.
Wiener Walzer: Geschichte, Tempo und Kontroversen
Im Jahr 1816 wurde der Wiener Walzer von den Briten anerkannt, allerdings nicht ohne Kontroversen. Ein Beispiel hierfür sind die Aussagen von Frau Celbart, die 1833 sagte, dieser Tanz dürfe nur von verheirateten Frauen getanzt werden, während alleinstehende Frauen dadurch ihr Ansehen verlieren könnten.
Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts prägte der deutsche Tanzlehrer Paul Krebs den Wiener Walzer Tanzstil, wie wir ihn heute kennen.
Der Tanz erfreute sich großer Beliebtheit, nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, wo er in vielen Hollywood-Filmen gezeigt wurde. Der Wiener Walzer wurde aufgrund seiner Besonderheiten und seines schnelleren Tempos oft als der „Dance Company“ (Gesellschaftstanz) bezeichnet.
Tempo des Wiener Walzers
Der Wiener Walzer wird im mittleren bis schnellen ¾-Takt getanzt: 44 bis 64 Takte pro Minute (TPM), wobei das Ideal zwischen 56 und 60 TPM liegt.
Slowfox: Die langsame Variante des Foxtrotts
Ursprung und Entwicklung
Der Slowfox ist eine Variante des Foxtrotts. Im Jahr 1916 wurde der Foxtrott (der ursprünglich auf Basis der durchschnittlichen Schrittlänge getanzt wurde) an einen langsameren Rhythmus angepasst. So entstanden die Grundlagen des Slowfox, einer Abkürzung für „Slow Fox Trot“.
Ende 1918 bis Anfang 1919 gewann der Slowfox an Popularität und wurde regelmäßiger getanzt. In dieser Zeit erhielt er auch den Namen „Jazz Roll“.
Der Slowfox hat seitdem viele wichtige Änderungen erfahren. Dank dieser Entwicklungen zeichnet er sich heute durch die uns bekannten, geschmeidigen und flüssigen Tanzbewegungen aus.
Tempo des Slowfox
Der Slowfox wird in einem langsamen 2/4-Takt getanzt: 29 bis 32 Takte pro Minute (TPM).
Quickstep: Schnelle Schritte und Charleston-Einfluss
Entstehung des Quickstep
Um 1920 begannen einige Bands, Foxtrott-Lieder in einem schnelleren Tempo als üblich zu spielen. Um der Musik folgen zu können, musste der Rhythmus dieses Tanzes beschleunigt werden.
Dies war der Ursprung des Quickstep, dessen Name Programm ist: „Quick“ bedeutet schnell und „Step“ bedeutet Schritt.
Einfluss des Charleston
Der Charleston hatte einen wichtigen Einfluss auf diesen Tanz. Ihm sind die kleinen Sprünge zu verdanken, die typischerweise im Quickstep vorkommen.
Tempo des Quickstep
Der Quickstep wird in einem schnellen 4/4-Takt getanzt: 54 bis 56 Takte pro Minute (TPM).
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Welches Tempo hat der Wiener Walzer?
Der Wiener Walzer wird im mittleren bis schnellen ¾-Takt getanzt, also mit 44 bis 64 Takten pro Minute. Das Ideal liegt zwischen 56 und 60 TPM.
Wie ist der Slowfox entstanden?
Der Slowfox ist eine Variante des Foxtrotts, der um 1916 an einen langsameren Rhythmus angepasst wurde. Der Name steht für „Slow Fox Trot“.
Woher stammt der Name Quickstep?
Der Name setzt sich aus „Quick“ für schnell und „Step“ für Schritt zusammen. Er entstand, als Bands um 1920 Foxtrott-Lieder in schnellerem Tempo spielten.
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