Texttypen, Erzählformen und Sprachstrukturen
Textuelle Typologien
Deskriptive Texte
Repräsentieren Objekte, Orte, Menschen, Prozesse etc.
Narrative Texte
Erzählen von Ereignissen und Handlungen.
Konversations- und Dialogtexte
Stellen Gespräche dar, die direkt, indirekt, mittelbar oder schriftlich sein können. Dazu gehören auch freie Dialoge oder Monologe.
Instruktive Texte
Geben Anweisungen, Empfehlungen oder schlagen Verfahren vor.
Prädiktive Texte
Nehmen ausdrücklich etwas vorweg.
Expositorische Texte
Informieren und vermitteln Wissen.
Argumentative Texte
Äußern Meinungen und beziehen sich auf bestimmte Standpunkte.
Rhetorische Texte
Haben eine formelle Wirkung auf den Empfänger, oft poetisch, konnotativ oder metasprachlich.
Arten des Erzählers
Allwissender Erzähler
Weiß alles über die Charaktere und die Handlung.
Externer Beobachter
Beschreibt nur, was von außen beobachtet werden kann.
Ich-Erzähler (Protagonist)
Die Hauptfigur ist der Erzähler.
Ich-Erzähler (Nebenfigur/Zeuge)
Eine Nebenfigur oder ein Zeuge erzählt die Ereignisse.
Stile des narrativen Dialogs
Direkte Rede
Gibt die wörtlichen Worte der Charaktere wieder.
Indirekte Rede
Der Erzähler gibt die Worte der Charaktere in der dritten Person wieder (z.B. „Er sagte, dass…“).
Freie indirekte Rede
Verbindet Elemente der direkten und indirekten Rede. Der Erzähler in der dritten Person gibt Gedanken oder Worte wieder, ohne explizite Einleitung wie „er sagte, dass…“.
Monolog
Eine Dialogvariante, bei der ein Charakter mit sich selbst spricht oder keine Antwort erwartet.
Grammatische Analyse: Das Verb „cantare“
- Es gehört zur 1. Konjugation.
- Mögliche Merkmale einer Form: 1. Person Singular, einfache Zukunft, Konjunktiv Imperfekt.
Expositorische Texte
Expositorische Texte dienen dazu, Wissen über ein Thema zu informieren und zu vermitteln. Sie haben eine informative und didaktische Absicht.
Arten expositorischer Texte
Informative Texte
Berichten klar und objektiv über Themen von allgemeinem Interesse (z.B. Zeitungsartikel). Sie müssen leicht verständlich sein, da sie sich an ein breites Publikum richten.
Wissenschaftliche Texte
Haben einen hohen Schwierigkeitsgrad. Ihr Ziel ist es nicht nur zu informieren, sondern auch komplexe Konzepte verständlich zu machen.
Struktur expositorischer Texte
Expositorische Texte sind um eine zentrale Idee herum aufgebaut. Die Textelemente sind logisch, chronologisch oder hierarchisch miteinander verbunden:
- Einleitung: Führt in das Thema ein.
- Entwicklung: Entfaltet das Thema und präsentiert die Informationen.
- Schluss: Fasst die wichtigsten Punkte zusammen oder zieht eine Schlussfolgerung.
Struktur argumentativer Texte
Ziel argumentativer Texte ist es, Meinungen auszudrücken und zu begründen.
Sie sind in drei Abschnitte unterteilt:
- Einleitung: Präsentiert die These (die zu behandelnde Idee).
- Entwicklung: Enthält die Argumente zur Stützung oder Widerlegung der These.
- Schluss: Fasst die Entwicklung der Argumente zusammen und bekräftigt die These.
Morphologische Konzepte
Parasinthetische Wörter
Bestehen aus Lexem + Präfix + Suffix. Das Wort existiert nicht, wenn man das Präfix oder Suffix entfernt.
Morpheme
Freie Morpheme (unabhängig)
Können eigenständig stehen und bilden ein Wort (z.B. „Haus“, „gehen“).
Gebundene Morpheme (abhängig)
Treten nur in Verbindung mit Lexemen auf, um deren Bedeutung zu ergänzen oder zu ändern.
Derivationsmorpheme
Fügen Bedeutung hinzu und bilden neue Wörter (z.B. un- in „unglücklich“, -heit in „Schönheit“).
Flexionsmorpheme
Stehen am Wortende und werden verwendet, um grammatische Kategorien wie Geschlecht, Zahl, Person, Zeit, Modus usw. auszudrücken (z.B. -s in „Häuser“, -te in „spielte“).