Unterrichtseinheit Sprung: Motorik und Technik für Kinder
Begründung der Unterrichtseinheit
Diese Unterrichtseinheit widmet sich dem Sprung als grundlegende motorische Fähigkeit. Die Beherrschung dieser Praxis wird als notwendig für die richtige Entwicklung der motorischen Fähigkeiten erachtet. Die Einheit ist für Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren (Primarstufe, 3. Zyklus, Oberstufe) konzipiert. In dieser Altersgruppe haben Kinder gelernt, ihre Impulse zu kontrollieren und den Anforderungen an Ordnung und Disziplin sowohl im Training als auch im freien Spiel zu entsprechen.
Die Trainingseinheit basiert auf dem Erlernen theoretischer Aspekte des Sprungs durch die Praxis (Sprungstadien, Arten von Sprüngen etc.). Diese Inhalte werden durch Aktivitäten und Spiele entwickelt, in denen das Kind mit dieser grundlegenden motorischen Fähigkeit experimentiert und einen rentablen Weg findet, sie zu meistern – eingebettet in unterhaltsame Spiele.
Lernziele und Kompetenzen
Die unten aufgeführten Lernziele dienen als Leitfaden für die Inhalte und bieten Kriterien für die Überwachung sowie eine Referenz für den Prozess der kognitiven Evaluation.
Kognitive Ziele
- Unterscheidung der verschiedenen Arten von Sprüngen.
- Kenntnis der ordnungsgemäßen Ausführung der Sprungtechniken.
- Wahrnehmung der Möglichkeiten, die sich aus der Nutzung des Sprungs ergeben.
Motorische Ziele
- Korrekte Ausführung der verschiedenen Sprungtechniken und deren Anwendung.
- Anpassung des Sprungs an die jeweils erforderliche Situation.
- Experimentieren mit der Entwicklung eigener Möglichkeiten und Grenzen.
Einstellungsbezogene Ziele
- Schaffung ausgewogener und konstruktiver Beziehungen.
- Aktive Teilnahme an den übertragenen Aufgaben.
- Respekt gegenüber Gleichaltrigen und der Lehrkraft.
Inhalte der Trainingseinheit
Konzeptionelle Inhalte
Grundlegendes Verständnis der Bewegungsmöglichkeiten, die sich aus der Nutzung des Sprungs ergeben. Unterscheidung der verschiedenen Arten von Sprüngen und Erlernen der korrekten Sprungtechniken.
Verfahrensorientierte Inhalte (Prozedural)
Umsetzung verschiedener Arten von Sprüngen und deren Anpassung an die präsentierten Situationen. Exploration der körperlichen Fähigkeiten durch den Einsatz des Sprungs.
Verhaltensbezogene Inhalte (Attitudinal)
Entwicklung und Förderung der Beziehung zwischen den Schülern sowie die Motivation zur Durchführung der Aktivitäten. Interesse an der persönlichen Überwindung und eine positive Einstellung gegenüber der Lehrkraft und dem Unterricht.
Methodische Leitlinien und Strategien
1) Strategien: Die Aktivitäten unserer Einheit werden sowohl didaktischen als auch emanzipatorischen Strategien zugeordnet, basierend auf der Art der Tätigkeit und der Klassensituation. Die didaktische Strategie dient der Organisation der Klasse, um Disziplinprobleme zu vermeiden und die Zeit optimal zu nutzen. So können Fehler leichter beobachtet und korrigiert werden. Die emanzipatorische Strategie ermöglicht es den Schülern, ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten bei den Aktivitäten selbst zu erforschen.
2) Unterrichtsgestaltung:
- Zuteilung von Aufgaben: Vermittlung von Vorkenntnissen und grundlegenden technischen Aspekten, die für die Durchführung der Aktivitäten notwendig sind.
- Reziproker Unterricht: Förderung von Unabhängigkeit, kritischen Fähigkeiten und Sozialisation durch Interaktion. Die Schüler arbeiten zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
- Lösung von Aufgaben: Dieser Stil fördert Kreativität und Eigeninitiative. Er dient zudem der Überprüfung, ob das Wissen und die technischen Aspekte aus vorherigen Aktivitäten absorbiert wurden.
3) Techniken: Es werden diskursive Strategien und Feedback eingesetzt.
Evaluierung und Bewertungskriterien
Die Evaluation erfolgt in drei formativen Phasen, um zu prüfen, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden und ob die Aktivitäten angepasst werden müssen. Die Rolle der Lehre selbst wird ebenfalls bewertet, wobei Feedback ein wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil ist.
Bewertungskriterien
Wir prüfen, ob der Schüler Folgendes erreicht hat:
- Erwerb von Kenntnissen: Anwendung des Wissens in der Praxis (theoretische Prüfungen, Fragebögen, Feedback). Ziel ist die Verbesserung der Sprungtechnik sowie die Fähigkeit, sich selbst oder anderen Schülern gegenseitig zu helfen.
- Technische Ausführung: Durchführung verschiedener Sprungarten und Anpassung an die Situation. Die Schüler müssen wissen, unter welchen Umständen bestimmte Sprünge sinnvoll sind.
- Soziale Interaktion: Förderung von Teamwork und Respekt. Die Zusammenarbeit ist essenziell für die richtige Entwicklung der Aktivitäten.
Inklusion: Anpassung für Schüler mit ADHS
Bei Schülern mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) sind keine signifikanten Lehrplananpassungen nötig, jedoch muss auf Merkmale wie Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Unruhe und Schwierigkeiten bei der Organisation reagiert werden. Die Anpassung beeinflusst geringfügig das Design einiger Aktivitäten. Die Lehrkraft muss sicherstellen, dass das Kind die Aufgaben versteht, und versuchen, physische Konflikte mit der Gruppe zu vermeiden.
Praktischer Ablauf der Unterrichtseinheit
Thema: Jumping (3. Zyklus). Spezifische Ziele: Sprung in verschiedenen Situationen, Entwicklung der Phantasie beim Überwinden von Hindernissen, spielerische Balance. Material: Seile, Reifen, Bänke, Matten. Besonderheit: Berücksichtigung von ADHS.
1) Aufwärmphase (ca. 15 Minuten)
Dynamisches Warm-up: Die Kinder laufen umher, während der Professor Anweisungen gibt:
- 1. Laufen, 2. Springen, 3. Hinsetzen, 4. Auf dem Bauch liegen, 5. Knie des Partners berühren, 6. Gruppen bilden (2er, 3er, 4er...), 7. Unter den Beinen des Partners durchkriechen, 8. Gruppen nach Farben bilden, 9. Ein Objekt einer bestimmten Farbe berühren.
2) Hauptteil (ca. 25 Minuten)
Aktivität: Sprung-Parcours (15 Min.)
Eine Schaltung mit mehreren Stationen:
- Station 1: In Reifen springen.
- Station 2: Hürden in verschiedenen Höhen überwinden.
- Station 3: Sprung und Landung auf einer Matte.
- Station 4: Über eine Bank balancieren/springen.
- Station 5: Sprung und Wurf in einen Korb.
Organisation: Nacheinander in der Gruppe. Bewertung: Fußposition, Armeinsatz und Motivation.
Aktivität: "Reifen-Fangspiel" (10 Min.)
Reifen sind im Feld verteilt. Ein Fänger versucht andere zu fangen. Die Bewegung ist nur durch Sprünge von Reifen zu Reifen erlaubt. Wer gefangen wird oder außerhalb landet, setzt aus oder wechselt die Rolle.
3) Cool-down (ca. 10 Minuten)
Dehnen der Muskeln. Entspannungsübung mit einem Ballon: Die Schüler liegen auf dem Rücken, der Ballon liegt auf dem Bauch und hebt/senkt sich durch die Atmung. Abschluss mit einem kurzen Selbstreflexions-Fragebogen.