Das Verhängnis in Gabriel García Márquez' Chronik eines angekündigten Todes
Das Verhängnis in Chronik eines angekündigten Todes
Das Verhängnis als Ergebnis der Ereignisse: Die Destination des 1. Elements dominiert das Werk. Das Verhängnis ist so stark, dass es durch die Summe vieler Zufälle entsteht, die zusammenwirken und die Tragödie des 1. April unvermeidbar machen. Auch andere Handlungen mit Personen und die Arbeit des Erzählers bauen darauf auf. Die Straßen führen alle zum Ziel.
Einführung in das Spiel: Widersprüche, Ambivalenzen und Fehlinterpretationen
- Zufälle und der zentrale Widerspruch des Werkes: Gerade weil alle Menschen nach Santiago suchen, wird er getötet.
- Der große Widerspruch: In einer puritanischen und verschlossenen Gesellschaft wird die Jungfräulichkeit der Frau zum Thema. Der Pfarrer glaubt, dass Santiago Nasar die Jungfräulichkeit der Braut geraubt habe, und die Menschen beginnen, ihn zu verurteilen.
- Keine Ambivalenz: Es gibt viele Ereignisse, die der Leser zu klären versucht, während er dem Erzählstrang folgt.
Ambivalenz und die Tragödie
Die Ambivalenz im Werk ist zentral. Die Verbrechen werden kollektiv organisiert, und die Ehre der Familie wird zum Vorwand. Santiago war nicht schuldig im eigentlichen Sinne, doch die Gesellschaft hat ihn verurteilt. Die Zufälle wirken zusammen und fördern so den Tod.
Verkettete Zufälle
- Santiago steht an diesem Tag an der Tür der Familie Alanta. Ruhig und ohne Vorahnung könnte er die Tragödie nicht vorhersehen.
- Die Tür war nicht sicher, und die Nachricht wird zu spät übermittelt.
- Die Zufälle sind aufgereiht und wirken bis in den Tod hinein.
Fehlinterpretationen
Fehlinterpretationen finden im ganzen Werk statt und lassen die Verbrechen geschehen. So werden Verbindungen zum Metzger gezogen, und der Vikar hält es für eine Sache der Betrunkenen. Der Pfarrer glaubt, Santiago habe seine Tochter verführt. Diese Interpretation der Ereignisse erfüllt das Verhängnis und verhindert, dass Santiago korrekt geschützt wird. Zeichen und Omen werden nicht logisch gedeutet.
Eine andere Interpretation
Die Zeichen sind nicht neu, sondern zeigen die hilflosen Sklaven des Verderbens. Die Figuren versuchen, sich zu entlasten und ihre Untätigkeit mit Ausreden und Widersprüchen zu rechtfertigen. Viele Zufälle machen die Handlung bis zum Ende stimmig, und Santiagos Leben erhält so eine Erklärung mit eigener Logik.
Beispielsweise erklärt Victoria Guzmán, dass der Koch Ivan den Pfarrer Santiago töten werde und nicht am Ende sagen werde, dass er es nicht getan hat. Auch der Bürgermeister hatte versprochen, die Katastrophe zu verhindern, doch er handelt nicht sofort, sondern geht in den Social Club, und als er geht, ist die Kriminalität schon geschehen. Der Pfarrer hätte Santiago ebenfalls warnen können, doch der Besuch lässt ihn vergessen, dass Ivan ihn töten könnte.
Fazit: Die Ursachen der Tragödie
Die Tragödie entsteht aus Groll, Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit der Bewohner der Stadt. Die eigentliche Todesursache ist nicht die Einhaltung einer Strafe, sondern die menschliche Unbeholfenheit.