Windows-Registry Guide und Übersicht der Computerviren
1. Was ist die Windows-Registry?
Die Windows-Registry ist wie eine große Datenbank, in der alle Programme, die Sie auf Ihrem Computer installiert haben (einschließlich Windows selbst), ihre Konfigurationsoptionen speichern. Windows speichert dort zum Beispiel Informationen über die Hardware (Soundkarten, Grafikkarten usw.), während Programme wie WinZip dort die Namen der zuletzt geöffneten Dateien hinterlegen.
2. Regedit-Typen und Dienstprogramme
- HKEY_CLASSES_ROOT (HKCR): Enthält die Verknüpfungen von Dateiendungen mit Anwendungen sowie Informationen zur Registrierung von COM-Komponenten (Component Object Model) wie CLSIDs und ProgIDs.
- HKEY_CURRENT_USER (HKCU): Speichert Konfigurationsinformationen für den aktuell angemeldeten Benutzer, wie Einstellungen der Systemsteuerung, Desktop-Farben, Hintergrundbilder und Bildschirmschoner.
- HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM): Enthält Konfigurationsinformationen für alle Benutzer des Computers.
- HKEY_USERS (HKU): Speichert Informationen für alle aktiv geladenen Benutzerprofile auf dem Computer.
- HKEY_CURRENT_CONFIG: Speichert Daten über die Hardware-Profile des Computers.
3. Trick: OEM-Logo und Oeminfo anpassen
[General]
Manufacturer = "www.trucoswindows.com"
Model = "www.trucoswindows.com"
[Support Information]
Line1 = www.trucoswindows.com
Klicken Sie auf Datei, wählen Sie Speichern unter und geben Sie den Namen "Oeminfo.ini" ein. Speichern Sie die Datei im Ordner C:\Windows\System. Ersetzen Sie "www.trucoswindows.com" durch den gewünschten Text. Sie können auch weitere Zeilen hinzufügen (z. B. Line2 = "Beispieltext" usw.).
Öffnen Sie einen Bildeditor (Paint, Photoshop, Paint Shop Pro etc.) und erstellen Sie ein Bild mit 120 Pixeln Höhe und 160 Pixeln Breite. Speichern Sie es als "oemlogo.bmp" im Ordner C:\Windows\System. Es wird dann neben den Informationen aus der "Oeminfo.ini" angezeigt. Um das Ergebnis zu sehen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol "Arbeitsplatz" und wählen Sie Eigenschaften.
4. Was sind Computerviren?
Ein Computervirus ist ein Programm, das sich automatisch kopiert und darauf abzielt, den normalen Betrieb des Computers ohne Erlaubnis oder Wissen des Benutzers zu verändern. Obwohl im Volksmund oft alles als "Malware" bezeichnet wird, sind Viren im strengen Sinne Programme, die sich selbst replizieren und ausführen. In der Regel ersetzen Viren andere ausführbare Dateien mit ihrem eigenen infizierten Code. Viren können vorsätzlich Daten zerstören, während andere eher "gutartig" sind und lediglich durch Irritationen auffallen.
Computerviren dienen grundsätzlich der Verbreitung und Replikation, aber einige enthalten auch eine Nutzlast (Payload) mit unterschiedlichen Zielen – von einem einfachen Streich bis hin zu schwerwiegenden Systemschäden oder der Erzeugung von nutzlosem Datenverkehr.
5. Virentypen und ihre Funktionsweise
Es gibt eine Vielzahl von Viren, die basierend auf ihrem Verhalten oder der Art der Infektion wie folgt eingeteilt werden:
- Companion-Viren (Begleitviren): Diese nutzen das Prinzip von MS-DOS, bei dem eine COM-Datei vor einer EXE-Datei mit demselben Namen bevorzugt ausgeführt wird. Der Virus erstellt eine COM-Datei im selben Verzeichnis wie die zu infizierende EXE-Datei. Beim Start wird zuerst die virale COM-Datei ausgeführt, die anschließend die Kontrolle an die EXE-Datei übergibt.
- Dateiviren: Diese infizieren Dateien des Typs *.EXE, *.DRV, *.DLL, *.BIN, *.OVL, *.SYS und sogar *.BAT. Der Virus wird am Anfang oder Ende der Datei angefügt. Er wird aktiviert, sobald die infizierte Datei ausgeführt wird, und kann lange Zeit im Speicher resident bleiben. Diese Viren unterteilen sich in:
- Direct Action Viren: Diese bleiben nicht im Speicher resident, sondern replizieren sich direkt zum Zeitpunkt der Ausführung.
- Überschreibende Viren: Diese korrumpieren die Datei, indem sie den ursprünglichen Inhalt überschreiben.
- Würmer (Worms): Diese werden aktiv, sobald das Betriebssystem geladen wird, und verlangsamen den Computer. Sie hängen sich nicht an andere ausführbare Dateien an, sondern nutzen Medien wie E-Mails, um sich weltweit zu verbreiten.
- Trojaner: Diese gehören zu den gefährlichsten Malwares. Sie tarnen sich als nützliche Inhalte (Bildschirmschoner, Spiele, Musik) und ermöglichen Angreifern den Zugriff auf das System. Manchmal laden sie weitere Viren nach.
- Scherzviren (Jokes): Dies sind keine echten Viren, sondern Programme mit verschiedenen Funktionen zum Zeitvertreib. Sie sind nicht destruktiv, können aber sehr lästig sein.
- Hoaxes (Falschmeldungen): Dies sind Nachrichten mit Falschinformationen, die meist per E-Mail verbreitet werden, um Benutzer zu verunsichern oder mittels Social Engineering Schaden anzurichten.
- Makro-Viren: Ein Makro ist eine Folge von Befehlen. Makro-Viren infizieren Dokumente und Vorlagen, die Makros enthalten, und werden aktiv, sobald die Datei geöffnet oder verwendet wird.