Wirtschaftsliberalismus: Ursprünge, Prinzipien und Adam Smith
Zusammenfassung
Der Text erklärt den Wirtschaftsliberalismus als ökonomische Theorie der Aufklärung, die Staatseingriffe in die Wirtschaft minimieren will. Er stellt die Prinzipien der unsichtbaren Hand und des Laissez-faire vor und zeigt den Beitrag Adam Smiths mit der Arbeitswerttheorie. Außerdem wird der historische Kontext gegen Merkantilismus und feudale Privilegien beschrieben.
Kernpunkte
- Der Wirtschaftsliberalismus entstand in der Aufklärung und wurde vor allem von Adam Smith und David Ricardo ausformuliert.
- Er fordert, staatliche Störungen der Wirtschaft auf ein Minimum zu beschränken.
- Die "unsichtbare Hand" bewirkt eine spontane Ordnung, die aus dem Eigeninteresse der Menschen entsteht.
- Laissez faire, laissez passer ist das Motto der Physiokratie, einer früheren ökonomischen Theorie.
- Smith sah Arbeit als einzige Quelle des Reichtums und begründete die Theorie des Arbeitswerts.
- Der Liberalismus musste sich gegen feudale Privilegien und den Merkantilismus durchsetzen, was erst gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gelang.
Wirtschaftsliberalismus: Ursprünge und Prinzipien
Wirtschaftsliberalismus ist die ökonomische Theorie, die sich in der Aufklärung entwickelte und zuerst von Adam Smith und David Ricardo ausformuliert wurde. Sie besagt, dass Störungen durch den Staat in der Wirtschaft auf ein Minimum beschränkt werden müssen.
Wirtschaftliche Freiheit und freies Unternehmertum führen zu einer Steigerung des Wohlstands und, so die Theorie, zu einer egalitären Gesellschaft.
Kernprinzipien des Wirtschaftsliberalismus
Die spontane Ordnung entsteht durch die "unsichtbare Hand", die aus dem Handeln von Personen resultiert, die ihrem eigenen Interesse folgen.
Gewöhnlich zusammengefasst in dem französischen Satz Laissez faire, laissez passer (lassen Sie, lassen Sie es passieren), der dennoch das Motto der Physiokratie, einer früheren ökonomischen Theorie, ist.
Adam Smiths Beitrag
Adam Smith, Schöpfer des Liberalismus, postulierte durch eine detaillierte Studie über die Ausbildung, Kapitalanlage und Vertrieb die Theorie des Arbeitswerts. Er besagte, dass Arbeit die einzige Quelle des Reichtums ist und in primitiven Gemeinschaften den Tauschwert der Dinge in Bezug auf die erforderliche Anstrengung oder die Kosten für deren Erwerb bestimmt: "Die Arbeit war der erste Preis, das erste Geld, um alle Dinge zu erwerben und zu bezahlen."
Moderne Industriegesellschaften unterscheiden sich von den vorangegangenen durch eine größere Anhäufung von Reichtum, basierend auf technologischen Innovationen. Da sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vom gleichen natürlichen psychologischen Gesetz – der Verfolgung der eigenen Interessen – geleitet werden, streben erstere nach maximalem Nutzen und letztere danach, ihre Arbeitskraft dem Kapitalisten anzubieten, der ein höheres Gehalt zahlen kann. Da Angebot und Nachfrage für Produkte sowie deren Herstellungskosten spontan von der "unsichtbaren Hand" reguliert werden, was Wettbewerb im Markt bedeutet, kam Smith zu dem Schluss, dass jedes Wirtschaftssystem, das die freie Tätigkeit von Personen zulässt, sich harmonisch entwickeln und zu kontinuierlichem allgemeinem Wohlstand des Landes führen würde.
Historischer Kontext
Der Wirtschaftsliberalismus und die frühe liberale ökonomische Theorie, die sich in der Aufklärung entwickelte, mussten zunächst gegen die Anhänger feudaler Privilegien, aristokratischer Traditionen und die Könige kämpfen, die die Volkswirtschaft in ihrem eigenen Interesse steuerten (Merkantilismus).
Gegen Ende des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts wurden diese gegensätzlichen Kräfte besiegt.
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was ist die unsichtbare Hand im Wirtschaftsliberalismus?
Die unsichtbare Hand bezeichnet die spontane Ordnung, die aus dem Handeln von Personen entsteht, die ihrem eigenen Interesse folgen. Sie reguliert laut Smith Angebot, Nachfrage und Herstellungskosten ohne staatliche Lenkung.
Was bedeutet Laissez faire, laissez passer?
Der französische Satz bedeutet sinngemäß "lassen Sie, lassen Sie es passieren" und fordert, die Wirtschaft nicht zu lenken. Er ist das Motto der Physiokratie, einer früheren ökonomischen Theorie.
Was besagt die Arbeitswerttheorie von Adam Smith?
Smith sah Arbeit als einzige Quelle des Reichtums. In primitiven Gemeinschaften bestimmt sie den Tauschwert der Dinge nach der nötigen Anstrengung oder den Kosten für ihren Erwerb.
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