Augustinus: Seele, Freiheit und göttliche Gnade
Die dualistische Anthropologie des Augustinus
Augustinus folgt einer dualistischen Methode: Der Mensch ist eine unsterbliche Seele, die einen sterblichen Körper bewohnt. Aufgrund der Erbsünde ist die Seele jedoch dem Körper unterworfen, was die beständige Tendenz des Menschen zum Bösen erklärt. Um sich zu retten, benötigt der Mensch die externe Hilfe der göttlichen Gnade.
Die trinitarische Vorstellung der Seele
Augustinus wendet die trinitarische Vorstellung von Gott (Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist) auf die menschliche Seele an. Die Seele besitzt:
- Geist (Verstand)
- Wille
- Gedächtnis (um die eigene Identität zu bewahren)
Kein Element ist dabei vorherrschend.
Wahrheit und Freiheit
In der Seele lebt die Wahrheit (in anima), in der...