Analyse von Antonio Machados Gedicht über den Douro
Biografie von Antonio Machado
Der Text, den wir besprechen, handelt von dem Dichter Antonio Machado. Er wurde 1875 in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens, geboren und studierte in Madrid an der Institución Libre de Enseñanza, wo er die Liebe zur Natur und zu Traditionen entdeckte. In Paris lernte er bedeutende symbolistische Dichter kennen, die seinen Stil prägten. Nach seiner Rückkehr lehrte er an einem Institut in Soria, wo er Leonor Izquierdo kennenlernte und sich in sie verliebte. Nach drei Jahren Ehe starb sie, und der tief betroffene Dichter verließ Soria und seine Erinnerungen in Richtung Baeza (Jaén). Später ging er nach Segovia und pendelte bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen dieser Stadt und Madrid.
Als Anhänger der Republik musste Machado Spanien nach Francos Sieg verlassen. Er starb 1939 in einem französischen Dorf (Collioure), nachdem er die Grenze zusammen mit vielen spanischen Exilanten überquert hatte.
Thema und Inhalt des Gedichts
Das Gedicht stammt aus seinem Werk Soledades. Das von Machado gewählte Thema ist die Beschreibung der Landschaft um den Fluss Douro. Er beschreibt die Umgebung des Douro mit realen Elementen und verknüpft sie mit seinen eigenen Gefühlen.
- Beginn: Er erzählt von der Glocke, da der Glockenturm der höchste Punkt der Stadt ist. Er erwähnt einen Storch, der über der Spitze des Kirchturms kreist.
- Jahreszeiten: Er beschreibt den Übergang vom Winter zum Frühling und betrachtet die Landschaft aus seiner eigenen Perspektive.
- Abschluss: Das Gedicht endet mit einer liebevollen Anrufung Spaniens als ein schönes und süßes Land.
Struktur und Metrik
Das Gedicht ist klassisch aufgebaut: Einführung, Mittelteil und Abschluss.
Metrische Analyse
- Versmaß: Das Gedicht besteht aus unregelmäßigen Versen, wobei acht- und sechzehnsilbige Zeilen überwiegen.
- Reimschema: Es weist ein konsonantes Reimschema auf (A, A, B, B, C, C, D, E, D, E, F, F, G, G, H, M, I, J, J, I).
- Stilmittel: Es werden zahlreiche Adjektive verwendet. Ein Beispiel für eine Personifikation ist: „Der Douro läuft glatt und still“, wobei dem Fluss menschliche Qualitäten zugeschrieben werden.
Zusammenfassung der Reflexion
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht die Landschaft von Soria beschreibt und mit den Gefühlen des Autors verknüpft. Zunächst ist der Autor traurig, was sich im Winter widerspiegelt. Danach wird die Stimmung durch den Frühling aufgehellt, und am Ende überwiegt das Glück, das schöne Spanien zu preisen.
1. Thema
Das Hauptthema ist Kastilien. Es bezieht sich auf das, was es war und was es heute ist, und reflektiert auch die Menschen, wenn er von seinen alten Hinterbliebenen spricht.
2. Landschaft und Reflexion
Die Verse beginnen mit einer Landschaftsbeschreibung (Mitte Juli) bis hin zu den langen Flüssen Kastiliens. Später kehrt er zur Beschreibung zurück, bevor er in eine kritische Reflexion über das „elende Kastilien“ übergeht, das heute in Lumpen gehüllt ist.
3. Kritik an Vergangenheit und Gegenwart
Das Gedicht ist eine Rückkehr in die Vergangenheit. Es erzählt von den Taten der Menschen, die einst Krieger waren und heute nichts mehr sind. Der Autor kritisiert, dass Kastilien auf ein Nichts reduziert wurde.
4. Metrischer Kommentar
Das Gedicht ist kubisch aufgebaut, mit konsonanten Reimen. Es handelt sich um gehobene Kunst, wobei alle Zeilen 14 Silben umfassen.