Analyse Normativer Texte: Struktur, Sprache und Satzgefüge

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Normative Texte: Definition und Funktion

Ein normativer Text ist eine Art von Diskurs, der dazu dient, das Verhalten des Empfängers bei der Durchführung einer Aktivität oder Aufgabe zu leiten oder zu regulieren.

Typ 1: Regulierende Texte (Bezugstexte)

Diese Texte sammeln Anweisungen oder Regeln, nach denen der Sender beabsichtigt, das Verhalten des Empfängers regelmäßig zu steuern. Beispiele hierfür sind: Gesetze, Vorschriften, Hausordnungen.

Typ 2: Instruktionstexte (Lehrreiche Texte)

Diese Texte sammeln Tipps oder Anweisungen, damit der Empfänger eine bestimmte Aufgabe erfüllen kann.

Struktur normativer Sprache

1. Zielsetzung

Dies ist der Titel und manchmal eine Erklärung im ersten Absatz.

2. Programm/Anweisungen

Eine Reihe von Regeln, die befolgt werden müssen, um das Ziel zu erreichen. Diese haben oft eine chronologische und dann eine aufzählende Reihenfolge.

Linguistische Merkmale normativer Texte

  • Infinitiv
  • Imperativ
  • Futur
  • Unpersönliche Konstruktionen
  • Konstruktionen des Passivs (reflexives Passiv)

Satzstrukturen

Einfache Sätze

Sätze mit einem einzigen Verb (einfach, zusammengesetzt oder umschreibend) und daher einem einzigen Prädikat.

Satzgefüge (Komplexe Sätze)

Sätze mit zwei oder mehr finiten Verben und somit zwei oder mehr Prädikaten.

Bildung von Satzgefügen

Satzgefüge entstehen durch:

  • Die Verknüpfung von zwei oder mehr Ideen, die als einfache Sätze ausgedrückt werden (Koordination).
  • Das Einbetten einer Idee, die als Satz ausgedrückt wird, als Bestandteil eines anderen Satzes (Subordination).

Bindewörter und Satzverknüpfungen

Bindewörter (Konjunktionen, Präpositionen) sind Wörter, mit denen wir zwei sprachliche Einheiten (Wörter, Phrasen, Sätze) miteinander verbinden.

Arten von Verknüpfungen

  • Koordinierende Bindewörter: Sie verbinden zwei Wörter oder Wortgruppen, die syntaktisch gleichwertig und voneinander unabhängig sind (z. B. und, oder, aber).
  • Subordinierende Bindewörter: Sie ordnen ein Wort oder eine Wortgruppe einem anderen Segment unter, sodass dieses Segment das andere ergänzt. Hierzu zählen subordinierende Konjunktionen (z. B. dass, weil, wenn), Präpositionen (z. B. bezüglich, auf wen bezogen) sowie Frage- und Ausrufewörter (z. B. was, wo, wie).

Teilsätze (Propositionen)

Die Segmente eines Satzgefüges, die um ein Verb herum organisiert sind und eine eigene Satzstruktur aufweisen, werden als Teilsätze bezeichnet.

Juxtaponierte Teilsätze (Aneinanderreihung)

Zwei Teilsätze sind juxtaponiert, wenn sie ohne jegliches Bindewort direkt aneinandergereiht werden (z. B. durch Kommata oder Semikola).

Koordinierte Teilsätze (Nebenordnung)

Zwei Teilsätze sind koordiniert, wenn zwischen ihnen eine koordinierende Konjunktion (z. B. und, oder, aber) als Bindeglied dient.

Subordinierte Teilsätze (Nebensätze)

Ein Nebensatz ist syntaktisch von einem anderen Teilsatz abhängig und fungiert als Bestandteil dieses anderen Teilsatzes (z. B. als Subjekt oder als Ergänzung).

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