Arten der Textanalyse: Merkmale, Funktionen und Sprachmechanismen

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Zusammenfassung

Der Text erläutert, wie Textarten anhand von Sender, Empfänger, Kanal, Absicht, Code, Sprachfunktion und Register unterschieden werden. Behandelt werden wissenschaftlich-technisch-humanistische Texte mit ihren Fachwortbildungsmechanismen, Verwaltungs- und Rechtstexte, journalistische Gattungen sowie literarische Texte. Lernende erfahren, welche Merkmale und typischen Formen jede Textgruppe kennzeichnen.

Kernpunkte

  • Die Klassifizierung von Texten richtet sich nach Sender, Empfänger, Kanal, Absicht, Code, Sprachfunktion, Register und Geschlechterrollen.
  • CTH-Texte (Wissenschaft, Technik, Geisteswissenschaften) sind objektiv, informativ und verwenden präzise, weitgehend monosemische Sprache.
  • Fachbegriffe entstehen unter anderem durch griechisch-lateinische Wurzeln, Affixe, Komposition, syntagmatische Verbindungen, Lehnwörter, Abkürzungen und Eponyme.
  • Verwaltungs- und Rechtstexte folgen einer festen Struktur, sind formal und wollen eine bestimmte Reaktion des Empfängers bewirken.
  • Journalistische Texte werden von Medien für ein breites Publikum verfasst und unterscheiden objektive, meinungsbildende und interpretative Gattungen.
  • Literarische Texte sind subjektiv, verwenden vorwiegend die poetische Funktion mit konnotativem Wert und nutzen rhetorische Figuren.

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Arten der Textanalyse: Merkmale und Funktionen

Grundlagen der Textklassifizierung

Die Klassifizierung verschiedener Arten der Textanalyse konzentriert sich auf die Elemente, die an der Kommunikation beteiligt sind. Jeder Wortlaut muss klar sein und sich mit folgenden Aspekten befassen:

  • die Art des Emittenten,
  • welches Gericht sie verwendet oder produziert,
  • welcher Kanal zur Vermittlung dient,
  • welche Absichten verfolgt werden,
  • welcher Code verwendet wird,
  • welche Rolle die Sprache spielt,
  • in welchem Register die Kommunikation erfolgt, und
  • welche Rolle die Geschlechter spielen.

Anhand dieser Elemente lässt sich erkennen, welche Stilmerkmale die Textstruktur aufweist.

Wissenschaftliche, Technische und Humanistische Texte (CTH)

Merkmale von CTH-Texten

Die Wissenschaft erstellt theoretische Texte, die die Realität erklären. Sie befassen sich mit der physischen Dimension des Menschen (z.B. Biologie, Geologie, Physik, Chemie, Biowissenschaften, Mathematik oder Medizin) und basieren auf theoretischen Wissenschaften der Beobachtung.

Die Technik nutzt theoretische Kenntnisse der Wissenschaft (z.B. Maschinenbau, Mechanik, Elektronik, Informatik).

Die Geisteswissenschaften (Humanistik) studieren die menschliche Existenz, jedoch nicht ihre körperliche Dimension. Sie umfassen Bereiche wie Geografie, Evolution (Geschichte), Denken (Philosophie), Geist (Psychologie), Bildung (Pädagogik), soziale Beziehungen (Politik, Recht, Soziologie) und Ausdruck (Linguistik).

Alle diese Bereiche sind spezialisierte Wissensgebiete, in denen der Absender das Material gründlich kennt. Der Empfänger ist in der Regel ein Spezialist (obwohl ein neuer Empfänger auch allgemeines Wissen über das Thema erwerben könnte).

CTH-Texte sind objektiv, informativ oder oft lehrreich. Sie werden in der Regel schriftlich übermittelt, können aber auch mündlich auf Konferenzen, in Fernseh- oder Radiosendungen präsentiert werden. Die Sprache in CTH-Texten ist präzise und kann einen hohen Grad an symbolischen Codes (Zahlen, Formeln, chemische Symbole) enthalten. Die Sprache ist monosemisch und wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft durch eine Reihe linguistischer Mechanismen entwickelt.

Sprachliche Mechanismen in CTH-Texten

Einführung von Fachausdrücken (Terminologie)
  • Verwendung von Wurzeln aus klassischen Sprachen (Griechisch, Latein) zur Schaffung von Wörtern in Wissenschaft und Technologie.
    • Beispiele: photo = Licht (Fotokopie, Fotografie, Photosynthese); phobia = Ablehnung (Arachnophobie, Klaustrophobie).
  • Techniken zur Differenzierung (Affixe): z.B. durch Präfixe oder Suffixe.
  • Kompositionstechniken: Zwei Wörter werden zu einem neuen Wort zusammengefügt (z.B. Luftbrücke).
  • Syntagmatische Verbindungen: Eine Gruppe von Wörtern bildet eine Einheit mit einer Bedeutung (z.B. Edelgas, Reagenzglas).
  • Lehnwörter:
    • Ohne Anpassung: z.B. Laptop, Internet.
    • Mit orthographischer Anpassung: z.B. Fußball (von engl. football).
    • Übersetzt (Lehnübersetzung): z.B. Maus (Computermaus, von engl. mouse).
  • Abkürzungen und Akronyme: z.B. UN (Vereinte Nationen), CCOO (Comisiones Obreras).
  • Eponyme: Namen, die von Personen, Orten oder Marken abgeleitet sind und zu Gattungsnamen werden. Beispiele: Aspirin, Molotow-Cocktail, Marxismus, Kafka.

Verwaltungs- und Gesetzestexte

Zweck und Struktur

Diese Texte legen Regeln für die Beziehungen mit Bürgern fest und sind durch eine Reihe von Dokumenten mit sehr fester Struktur gekennzeichnet. Sie haben ein klares Ziel und können Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren beeinflussen. Je nach Situation können Absender und Empfänger Institutionen und Bürger sein, und umgekehrt.

Diese Texte verfolgen bestimmte Ziele und werden immer als Anweisung oder Protokoll präsentiert, das der Empfänger befolgen muss. Sie sind durch Verwaltungsvorschriften geregelt.

Die meisten dieser Texte werden schriftlich über Zeitschriften/Journale verbreitet und zeichnen sich durch eine vorherrschende Formalität aus. Sie erfüllen eine Informationsfunktion und eine konative Funktion, die eine bestimmte Reaktion des Empfängers hervorrufen soll.

Typische Textformen

Verwaltungstexte
  • Anfrage
  • Lizenz (z.B. zur Gültigkeitserklärung)
  • Vertrag (Vereinbarung zwischen zwei Parteien)
  • Besprechungsanfragen
Rechtstexte
  • Klage: Eine schriftliche Einreichung zur Einleitung eines Gerichtsverfahrens.
  • Beschwerde: Eine Mitteilung über bestimmte, als inkorrekt empfundene Tatsachen.
  • Urteil oder Berufung: Eine gerichtliche Entscheidung oder ein Antrag auf Überprüfung einer solchen.

Journalistische Texte

Merkmale und Zielgruppen

Journalistische Texte werden von Medien (Presse, Radio, TV) herausgegeben. Der Absender ist in der Regel kein einzelnes Unternehmen, sondern Nachrichtenagenturen oder Journalisten (fest angestellt oder freiberuflich).

Sie behandeln aktuelle Themen (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Kunst usw.). Der Empfänger ist stets ein breites Publikum. Die Absicht der Texte kann die Darstellung objektiver oder subjektiver Informationen sein, oder eine Rezension.

Gattungen und Objektivität

Abhängig von den verschiedenen Gattungen und der Objektivität der Informationen:

  • Objektive Gattungen: Nachrichten und Reportagen.
  • Meinungsbildende Gattungen: Leitartikel, Leserbriefe oder Kritiken.
  • Interpretative Gattungen: Chroniken, Interviews, Hintergrundberichte.

Literarische Texte

Charakteristika und Sprache

Literarische Texte gehören zur Welt der Literatur und umfassen alle Genres (Prosa, Lyrik, Drama). Es sind Texte subjektiven Charakters, die von einem Autor selbst mit seiner Fantasie und Erfahrung geschaffen werden. In diesen Texten herrscht die poetische Funktion der Sprache vor, die einen konnotativen Wert ausdrückt.

Obwohl der Kanal in der Regel schriftlich ist, werden im Theater mündliche Ressourcen verwendet. Ein Autor muss sich mit rhetorischen Figuren auseinandersetzen. Jeder literarische Text, ob kurz oder lang, ist stets aufwendig und komplex.

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Häufige Fragen

Welche Gattungen gehören zu den journalistischen Texten?

Objektive Gattungen sind Nachrichten und Reportagen. Meinungsbildend sind Leitartikel, Leserbriefe und Kritiken. Interpretativ sind Chroniken, Interviews und Hintergrundberichte.

Wie entstehen Fachbegriffe in CTH-Texten?

Sie entstehen unter anderem aus griechischen und lateinischen Wurzeln, Präfixen und Suffixen, Komposita und syntagmatischen Verbindungen. Auch Lehnwörter, Abkürzungen, Akronyme und Eponyme sind üblich.

Was kennzeichnet Verwaltungs- und Gesetzestexte?

Sie legen Regeln für Beziehungen zu Bürgern fest, haben eine sehr feste Struktur und werden als verbindliche Anweisung präsentiert. Vorherrschend ist die Formalität.

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Test

1. Welche Elemente werden laut Text zur Klassifizierung von Textarten herangezogen?
2. Welche Sprache ist in CTH-Texten typisch?
3. Welches Beispiel nennt der Text für ein Eponym?
4. Welche Funktion überwiegt in Verwaltungs- und Gesetzestexten laut Text?
5. Welche Gattung zählt der Text zu den objektiven journalistischen Gattungen?
6. Was ist laut Text ein Merkmal literarischer Texte?

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