Aufklärung und Postmodernismus: Ein philosophischer Überblick

Philosophie und Ethik3,18 KB

Aufklärung und Postmodernismus

Die Aufklärung kann als die Bewegung zur Verbreitung von Kultur und Wissen definiert werden, die sich während des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelte. Zudem gibt es die Postmoderne, welche die Welt als von dramatischen Ereignissen wie Kriegen heimgesucht betrachtet und durch Skepsis sowie Zweifel an Vernunft und Glauben geprägt ist.

Die Aufklärung

Die Grenzen der Aufklärung reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Europa war in Religionskriege verwickelt. Stattdessen versuchte das Zeitalter der Vernunft, eine Philosophie auf Axiomen zu begründen und den Absolutismus als Grundlage für Wissen und Stabilität zu nutzen.

Die Natur sollte nicht mehr auf theologischen Grundsätzen, sondern auf rein experimentellen und rationalen Prinzipien beruhen, ebenso wie die Religion.

Vertreter der Aufklärung

  • Montesquieu: Wir haben gesagt, dass alle Wesen von Natur aus ihre eigenen Gesetze (der Rationalität) haben und dass diese im weitesten Sinne einen universellen Wert besitzen.
  • Rousseau: Die Regierung ist das Organ, das für die Ausführung des allgemeinen Willens des Volkes zuständig ist. Das Gesetz als Ausdruck des allgemeinen Willens muss sich stets auf das Ganze beziehen und niemals nur auf ein Individuum.
  • Voltaire: Er setzte sich für die Verteidigung der Menschenrechte ein, sofern dies die soziale Ordnung nicht störte. Er postulierte, dass jeder Mensch seine eigenen Ideen und Ansichten über Religion und deren Ausübung verfolgen sollte. Er glaubte an den Deismus.

Postmodernismus

Seine Ursprünge gehen auf die 1960er Jahre zurück, als die Erschöpfung durch Kriege dazu führte, das Vertrauen in die Vernunft infrage zu stellen. Die Postmoderne schenkt nichts ihr volles Vertrauen. Gianni Vattimo definiert die Postmoderne über die Wichtigkeit von Interpretationen statt Fakten. Man konzentriert alle Kräfte auf die persönliche Erfüllung. Der Mensch in der Postmoderne begann, Gefühle weit mehr als die Vernunft zu schätzen.

Vertreter der Postmoderne

  • Nietzsche: Er ist zwar kein Teil der Postmoderne, begründete aber mit dem Nihilismus eine ihrer Säulen – die Verehrung des Nichts, die alles Bestehende leugnet.
  • Lyotard: Er argumentiert, dass es in der Gesellschaft stets eine „Metanarrative“ gibt, die das Leben und Verhalten der Menschen reguliert, aber die Probleme der Gesellschaft nicht vollständig lösen kann.
  • Vattimo: Sein Werk ist ein Spiegelbild des Nihilismus. In Anlehnung an Nietzsche definierte Vattimo das „schwache Denken“: „Nichts ist absolut definiert, alles ist relativ.“
Philosophie der Befreiung

In diesem Werk geht Dussel von den Voraussetzungen marxistischer sozialer Beziehungen aus, übertrifft diese jedoch und entwirft ein neues Denkmuster, das er Analektik nennt. Dussel schlägt vor, philosophisches Denken als Instrument zur Befreiung aller unterdrückten Völker der Vergangenheit und Gegenwart einzusetzen.

Herunterladen

PDF Word HTML