Bewertung und Korrektur mündlicher Ausdrucksfähigkeit

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E) Bewertung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit

Jede Tätigkeit des mündlichen Ausdrucks (EO) sollte evaluiert werden. In einigen Übungen sind wir verpflichtet, nur die wichtigsten Fehler zu korrigieren. Der Student wird dazu angehalten, auf seine Leistungen zurückzublicken, um eine Gesamtbewertung seiner Ausdrucksfähigkeit zu ermöglichen. Normalerweise verbindet eine gute Diagnostik die Ausdruckskraft eines Studenten mit mehr als nur einer Prüfung.

Häufige Prüfungsformate

  • Führen eines Dialogs oder informellen Gesprächs.
  • Vorlesen eines Textes.
  • Kurze monologische Intervention: Argumentation, Kommentar, Erzählung etc.
  • Reaktion auf eine spezifische Situation, die feste Formeln, Routinen und eine eigene Sprache erfordert.

In modernen EO-Prüfungen müssen Studenten zudem häufig in kleinen Gruppen interagieren.

Bewertungsskalen: Analytisch vs. Synthetisch

Bezüglich der Beurteilungsskalen unterscheidet man zwei grundlegende Systeme:

  • Analytische Systeme: Bewerten jeden Aspekt separat. Der Hauptvorteil liegt darin, dass alle evaluierbaren Aspekte berücksichtigt werden. Ein Nachteil ist jedoch die Schwierigkeit, bei komplexen Fehlern eine klare Zuordnung zu treffen.
  • Synthetische oder globale Systeme: Bewerten den allgemeinen Eindruck und die Vollständigkeit der Ausdrucksweise. Sie sind deutlich schneller und agiler als analytische Systeme, führen jedoch dazu, dass spezifische Fehler nicht detailliert aufgeführt werden.

Beide Skalen bewerten zentrale Fragen: die Unterscheidung zwischen Flüssigkeit und Korrektheit (Beherrschung von Aussprache und Grammatik). Es wäre wünschenswert, dass alle Schüler mindestens ein- bis zweimal pro Jahr – zu Beginn und am Ende des Kurses – auf diese Weise bewertet werden.

Korrektur mündlicher Leistungen

Die mündliche Korrektur ist eine oft vernachlässigte Aktivität im Sprachunterricht. Hier sind fünf Punkte zur Fehlerkorrektur:

  1. Fokussierung auf wichtige Fehler: Der Schüler kann nicht alle begangenen Fehler in einer einzigen Intervention lernen oder korrigieren.
  2. Förderung von Selbstkorrektur und Peer-Zusammenarbeit: Der Lernende sollte für seinen Ausdruck selbst verantwortlich sein, da der Lehrer nicht immer alle Schüler gleichzeitig korrigieren kann.
  3. Fehler aufzeigen, nicht direkt korrigieren: Lehrer sollten auf Fehler hinweisen, aber die Korrektur dem Schüler überlassen.
  4. Balance zwischen Korrektur und Flüssigkeit: Lehrer schenken grammatikalischen Fehlern oft mehr Aufmerksamkeit als der Flüssigkeit, da sie stärker auf Regelwissen konditioniert sind.
  5. Dosierung der Korrektur: Eine zu intensive Korrektur kann einschüchternd wirken. Bei schüchternen Schülern kann eine zu strenge Korrektur das Selbstvertrauen schwächen.

Wir sollten daher vorsichtig sein, wie wir Schüler korrigieren, und die Methode stets an die individuellen Eigenschaften des Einzelnen anpassen.

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