Business Development: Strategische Standortanalyse

Wirtschaft3,06 KB

Analyse der Faktoren: Standort und Dimensionen

Bedeutung von Standortentscheidungen

Zunächst stellt sich die Frage der Lokalisierung. Diese Entscheidung ist für einen bestimmten Zeitraum verbindlich. Eine schlechte Lage wirkt sich negativ auf die Geschäftsprozesse aus und ist nur schwer zu kompensieren oder zu korrigieren. Standortentscheidungen fallen nicht nur in der Gründungsphase an, sondern wiederholen sich regelmäßig im Unternehmen: Die Schaffung des Vertriebsnetzes, von Lagerhallen oder Produktionsstätten sind weitreichende strukturelle Entscheidungen mit großen Auswirkungen auf das Unternehmen.

Dimensionen des Standortproblems

Das Standortproblem liegt auf der Hand:

  • Volkswirtschaft (Public Economics): Größere oder kleinere Auswirkungen auf die regionale und globale Entwicklung sowie eine bessere Nutzung der Ressourcen.
  • Betriebswirtschaft (Business Economics): Hierbei wird analysiert, welcher Standort für eine bestimmte Tätigkeit am besten geeignet ist und den Zielen des Unternehmens am ehesten entspricht.

Arten der Standortwahl

Wir unterscheiden zwei verschiedene Standortprobleme:

  • Lage im Raum: Regionen, Länder oder internationale Bereiche. Eine Analyse der technischen und wirtschaftlichen Variablen des Unternehmens im Zusammenhang mit der Umgebung (z. B. Arbeit, Zugang zu Rohstoffen).
  • Lage innerhalb des Unternehmens: Dies betrifft industrielle und kommerzielle Unternehmen, bei denen entschieden werden muss, wo Maschinen oder Stände platziert werden, um Kosten zu minimieren und den Vertrieb zu maximieren.

Externe Variablen der Standortentscheidung

Die Standortentscheidung wird basierend auf einer Reihe von externen Variablen getroffen:

  • Infrastruktur und Dienstleistungen: Ein ungehinderter Zugang für Kunden und Lieferanten muss gewährleistet sein.
  • Versorgung mit Rohstoffen: Analyse der Nähe zu Zulieferern, Versandmöglichkeiten und Zahlungsbedingungen.
  • Marktnachfrage: Die Marketing-Abteilung liefert eine vollständige Marktanalyse (Wettbewerb, Preise, Verbraucherinteresse).
  • Versorgungsgüter: Analyse der Kosten für Wasser, Gas, Internet etc.
  • Arbeitsmarkt: Das Unternehmen benötigt Zugang zu Arbeitskräften und spezifischem technischem Wissen.
  • Kosten für Grund, Bau und Infrastruktur: Analyse der städtischen oder industriellen Typologie sowie der damit verbundenen Kosten.
  • Regionale Wirtschaftsentwicklung: Verfügbarkeit von Subventionen oder Beihilfen.
  • Rechtliche, steuerliche und soziale Faktoren: Hilfen, Steuernachlässe und juristische Rahmenbedingungen.
  • Klimatische Faktoren und Umwelt: Umwelteinflüsse auf den Betrieb.

Diese Liste kann variieren, da jedes Unternehmen individuelle Eigenschaften besitzt.

Herunterladen

PDF Word HTML