Drogen: Wirkung, Sucht und Arten
Auswirkungen von Drogen auf das Nervensystem
Drogen wirken auf das Nervensystem, indem sie die Funktionsweise des Gehirns verändern. Man unterscheidet:
Drogen-Klassifizierung und ihre Wirkungen
- ZNS-Depressiva: Verlangsamen die Gehirnfunktion. Beispiele: Alkohol, Beruhigungsmittel.
- Stimulanzien: Beschleunigen die Gehirnfunktion.
- Ältere: Kokain, Amphetamine.
- Nebensächliche: Nikotin, Koffein.
- Halluzinogene: Verändern die Gehirnfunktion und führen zu Wahrnehmungsverzerrungen. Beispiele: Marihuana, LSD, Ecstasy.
Wirkungsweise verschiedener Drogen
- Alkohol: Wirkt auf GABA-Rezeptoren und wirkt beruhigend (Depressivum).
- Marihuana: Verursacht Verwirrung, veränderte Wahrnehmung und beeinträchtigt die motorische Koordination (Halluzinogen).
- Koffein: Bindet an Rezeptoren im ZNS und kann Schlafstörungen und erhöhte Herzfrequenz verursachen (Stimulans).
- Morphin: Bindet an Rezeptoren in Schmerzbahnen und reduziert Schmerzen (Depressivum).
- Kokain: Beeinflusst die Dopamin-Wiederaufnahme, was zu Euphorie, aber auch zu Angst und Aggressivität führen kann (Depressivum).
- Amphetamin: Erhöht die Dopaminfreisetzung, was zu Wachheit und Aufmerksamkeit führt.
- LSD: Verändert die Wahrnehmung und führt zu einer Erregung des ZNS (Halluzinogen).
Auswirkungen auf die chemische Synapse
- Kokain hemmt die Wiederaufnahme von Neurotransmittern.
- Morphin hemmt die Freisetzung von Neurotransmittern.
- Amphetamine erhöhen die Freisetzung von Neurotransmittern und hemmen deren Wiederaufnahme.
Spezifische Drogen und ihre Auswirkungen
- Kokain:
- Kurzfristig: Beschleunigte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, erhöhte Körpertemperatur und Schwitzen.
- Langfristig: Gedächtnisprobleme, Angstzustände, Atemprobleme, Ernährungsstörungen.
- Heroin:
- Kurzfristig: Euphorie, Hautrötung, trockener Mund.
- Langfristig: Kollaps der Venen, Lungenkomplikationen, Koma oder Tod.
- Marihuana:
- Kurzfristig: Augenrötung, Euphorie, erhöhter Herzschlag, Verwirrung, veränderte Wahrnehmung.
Sucht, Toleranz und Abhängigkeit
- Sucht: Unkontrollierbarer Wunsch, weiterhin Drogen zu konsumieren.
- Toleranz: Zelluläre Anpassung an eine Substanz, die dazu führt, dass mehr konsumiert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
- Abhängigkeit: Zwanghafter Konsum, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Kann physisch oder psychisch sein.
Weitere Aspekte
- Proteinbindung von Drogen: Kann vorübergehend oder dauerhaft sein.
- Stereoisomere: Moleküle mit identischer Struktur, aber unterschiedlicher räumlicher Orientierung.
- Agonisten: Erhöhen die Wirkung von Enzymen oder anderen Proteinen.
- Antagonisten: Hemmen die Wirkung.
- Antibiotika: Verändern den bakteriellen Stoffwechsel und hemmen die Proteinsynthese.
- Diuretika: Fördern die Wasserausscheidung.
- Psychopharmaka: Beeinflussen die Gehirnfunktion und können zu Abhängigkeit führen.
- Kokain: Hemmt das Recycling biogener Amine (Noradrenalin, Dopamin, Serotonin) und führt zu erhöhter Erregbarkeit.
- Psychopharmaka können die Erregbarkeit erhöhen, indem sie hemmende Synapsen blockieren oder erregende Synapsen stimulieren.
- Alkoholismus kann erblich bedingt sein.