Immunität: Aktive und passive Immunisierung erklärt
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Was ist Immunität?
Immunität ist ein medizinischer Begriff, der die biologische Abwehr des Körpers beschreibt, um Infektionen, Krankheiten oder andere unerwünschte biologische Invasionen zu vermeiden. Das Immunsystem besteht aus spezifischen und unspezifischen Komponenten. Unspezifische Komponenten wirken als Barrieren oder eliminieren Krankheitserreger, bevor diese Krankheiten verursachen können. Andere Komponenten des Immunsystems passen sich an neue Krankheiten an und erzeugen eine spezifische adaptive Immunität.
Formen der Immunität
Die Immunität wird meist in zwei Haupttypen unterteilt, je nachdem, wie sie erworben wurde. Zudem unterscheidet man nach der Dauer des Schutzes:
- Passive Immunität: Bietet kurzfristigen Schutz (meist nur wenige Monate).
- Aktive Immunität: Bietet einen länger anhaltenden Schutz, manchmal lebenslang.
Passive Immunität
Passive Immunität ist die Übertragung von Antikörpern von einem Individuum auf ein anderes. Sie bietet sofortigen Schutz, ohne dass der Körper ein eigenes immunologisches Gedächtnis aufbaut.
Natürlich erworbene passive Immunität
Dies geschieht beispielsweise durch die Übertragung mütterlicher Antikörper über die Plazenta während der Schwangerschaft (insbesondere IgG-Antikörper) oder über die Muttermilch, um das Neugeborene vor Infektionen zu schützen.
Künstlich erworbene passive Immunität
Dies ist eine kurzfristige Immunisierung durch die Übertragung von Antikörpern, etwa durch Blutplasma, Immunglobuline oder monoklonale Antikörper. Sie wird prophylaktisch bei Immunschwäche oder zur Behandlung akuter Infektionen und Vergiftungen eingesetzt.
Aktive Immunität
Bei der aktiven Immunität aktiviert der Körper seine eigenen Abwehrmechanismen (B-Zellen und T-Zellen). Es entstehen Gedächtniszellen, die bei erneutem Kontakt mit dem Erreger eine starke Immunantwort auslösen.
Natürlich erworbene aktive Immunität
Diese entsteht, wenn eine Person einem lebenden Erreger ausgesetzt ist und eine primäre Immunantwort entwickelt, die zu einem immunologischen Gedächtnis führt.
Künstlich erworbene aktive Immunität
Diese wird durch Impfungen induziert. Ein Impfstoff enthält Antigene, die eine Immunantwort stimulieren, ohne die Krankheit selbst auszulösen.
Arten von Impfstoffen
- Inaktivierte Impfstoffe: Bestehen aus abgetöteten Mikroorganismen (z. B. Grippe, Cholera, Hepatitis A).
- Lebend abgeschwächte Impfstoffe: Enthalten abgeschwächte Erreger (z. B. Gelbfieber, Masern, Röteln).
- Toxoide: Inaktivierte Giftstoffe von Mikroorganismen (z. B. Tetanus, Diphtherie).
- Untereinheit-Impfstoffe: Bestehen aus kleinen Fragmenten des Erregers (z. B. Hepatitis B).