Die dunklen Geheimnisse globaler Marken: Eine Analyse
1. Die Hypothese des Buches
Das Buch beleuchtet die dunklen Geheimnisse großer Marken und zeigt die wachsende Oppositionsbewegung gegen deren Geschäftspraktiken auf.
2. Das Konzept der Management-Gesellschaften in den 80er Jahren
Die wahre Ertragskraft eines Unternehmens liegt nicht mehr nur in der Produktion von Objekten, sondern in der Schaffung eines starken Markenimages.
3. Markenblindheit
Dieser Ausdruck beschreibt ein Konsumverhalten, bei dem der Preis wichtiger ist als das Markenlogo – eine direkte Folge der Wirtschaftskrise.
4. Das Nike-Experiment bei den Olympischen Spielen
Nike versuchte, kenianische Läufer und Skifahrer zu sponsern, um den „Geist des Sports“ über den reinen Wettkampf zu heben. Das Experiment scheiterte, da die Identifikation mit dem Nike-Logo als „Geist des Sports“ nicht glaubwürdig war.
5. Was bedeutet „Cool“?
„Cool“ ist ein vages Konzept, das zum Ziel großer Unternehmen wurde, um die junge Zielgruppe effektiv zu erreichen.
6. Das „Kleine-Kaiser-Syndrom“
Dies beschreibt die Opferbereitschaft moderner chinesischer Familien für ihr einziges Kind, bei der die Konsumausgaben fast ausschließlich auf dessen Bedürfnisse ausgerichtet sind.
7. Die Seele des Unternehmens
Das Logo bildet die „Seele“ des Unternehmens, während das Produkt den „Körper“ darstellt. Große Konzerne konzentrieren sich primär auf das Design und die Markenwahrnehmung, während die Produktion zunehmend in Drittländer ausgelagert wird.
8. Exportverarbeitungszonen (FEZ)
Dies sind Sonderwirtschaftszonen, in denen Produkte großer Marken unter Befreiung von Import- und Exportzöllen hergestellt werden. Sie befinden sich meist in der Dritten Welt, wo Arbeitsbedingungen oft prekär sind (lange Arbeitszeiten, geringe Löhne).
9. Die „schluckende Fabrik“
Hierbei handelt es sich um Fabriken, die ihre Standorte flexibel verlagern, um stets die günstigsten Bedingungen und staatlichen Vergünstigungen zu nutzen.
10. Fördern große Marken soziale Gerechtigkeit?
Nein. Das Streben nach maximalen Profiten zwingt Marken dazu, Fabriken dort zu errichten, wo Arbeitskraft billig ist, Umweltauflagen ignoriert werden und soziale Ungerechtigkeit herrscht.
11. Wer war Ken Saro-Wiwa?
Er war ein nigerianischer Schriftsteller und Umweltschützer, der verfolgt, inhaftiert und hingerichtet wurde, weil er die Ausbeutung von Ölressourcen und die damit verbundene Bodenverschmutzung anprangerte.
12. Die Kader-Strategie
Beim Brand in der Kader-Spielzeugfabrik starben 188 Arbeiterinnen. Die Tragödie blieb in der amerikanischen Gesellschaft weitgehend unbeachtet, da die Konsumenten nicht wussten, unter welchen Bedingungen ihre Spielzeuge für Ketten wie Toys „R“ Us produziert wurden.
13. Die Bewegung an der Carleton University in Ottawa
Hier entstand eine Protestbewegung gegen Pepsis wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der birmanischen Diktatur. Studenten nutzten das Internet, um über Pepsis Verhalten aufzuklären und Bildungseinrichtungen zum Boykott zu bewegen. Der Druck führte schließlich zum Rückzug von PepsiCo aus dem Land.