Einführung in die katalanische Moderne: Geschichte und Lyrik

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NEU: Einführung in die katalanische Moderne

1. Einführung in die Moderne

Die katalanische Moderne entstand zwischen 1892 und 1911. Katalonien strebte nach nationaler und europäischer Anerkennung, im Gegensatz zur Renaixença. Es herrschte ein starker Wunsch nach Modernisierung, Erneuerung und ein kosmopolitischer Geist. Die Bewegung unterteilte sich in zwei Phasen:

  • Kämpferische Phase (1892–1898): Künstler kritisierten die bestehende Gesellschaft. Sie arbeiteten in kulturellen Zentren wie Barcelona (Brauerei Els Quatre Gats) und Sitges (Cau Ferrat) sowie durch Publikationen wie L'Avenç.
  • Etablierte Phase (1898–1911): Die Bourgeoisie akzeptierte die Moderne. Dies war die fruchtbarste Zeit, geprägt durch das Magazin Joventut. Die Epoche endete mit dem Tod von Joan Maragall.

Die Bewegung war geprägt von einer besonderen Beziehung zwischen Künstler und Gesellschaft.

2. Modernistische Lyrik

Espontaneista-Vorschlag

Vertreten durch Joan Maragall, der einen offenen, freien und spontanen Ausdruck forderte. Themen wie Lebensphilosophie und Regenerationismus standen im Vordergrund. Er kritisierte den übermäßigen Kult um die Vergangenheit und veralteten Patriotismus.

Formalistischer Vorschlag

Dieser Ansatz strebte eine festere, formale poetische Sprache an, vertreten durch die Mallorquinische Schule. Bevorzugte Themen waren die Landschaft sowie ein dramatisches, harmonisches und ausgewogenes Leben.

2.1 Joan Maragall

Maragall stammte aus einer bürgerlichen, tief religiösen Familie. Seine Dichtung lässt sich wie folgt klassifizieren:

  • Naturlyrik: Landschaftsbeschreibungen und persönliche Gefühle (z. B. El pi de Formentor).
  • Patriotische Lyrik: Erzählungen katalanischer Mythen und nationalistische Züge (z. B. Comte Arnau, Serrallonga).
  • Vitalistische Lyrik: Ausdruck von Optimismus (z. B. Excelsior).
  • Dekadente Lyrik: Ausdruck von Stimmungen, die sich mit Tod und dem Bösen befassen.

Zu seinen nicht-poetischen Werken gehören Elogi de la paraula und Elogi de la poesia.

2.2 Mallorquinische Schule

Diese Schule vereinte Dichter aus Mallorca mit einem gemeinsamen Interesse an der Modernisierung der Sprache und Kultur:

  • Miquel Costa i Llobera (1854–1922): Priester und Jurist, gilt als Initiator der Schule. Sein Hauptwerk ist Horacianes.
  • Joan Alcover (1854–1926): Dichter und Essayist. Er verarbeitete das Leid seiner Familie in seinen Werken.
  • Maria Antònia Salvà (1869–1958): Widmete sich der Lyrik und Übersetzung; ihr Fokus lag auf der Landschaftsdarstellung.

3. Modernistische Erzählkunst

Ziel war die Modernisierung der katalanischen Prosa durch den Einsatz poetischer Sprache, um die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft widerzuspiegeln. Ein wichtiger Typus ist die ländliche Erzählung, in der die Handlung auf dem Land spielt und die Charaktere Bauern sind.

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