Forschungsmethoden und Kommunikationstheorien

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Lozano: Übersicht der Forschungsmethoden

Klassifikation der Methoden

  • Absender: Feldarbeit, Umfragen, Lebensgeschichten (M. d. L.)
  • Nachricht: Inhaltsanalyse, Redeanalyse
  • Empfänger: Feldarbeit, Erhebungen, Experimentelles Labor, Lebensgeschichten (M. d. L.)
  • Hintergrund: Feldarbeit, Erhebungen und Befragungen

Feldarbeit (Fieldwork)

Stärken: Sehr reichhaltige und tiefe Informationen, flexibel, realitätsnah.

Schwächen: Kleine Stichprobe/Gemeinschaft, allgemeine Einschränkungen.

Umfrage (Survey)

Stärken: Viel zu prüfen, einfache Quantifizierung und Vergleich, Analyse von Informationen.

Schwächen: Wenig qualitative Informationen, Gefahr der Unwahrheit (man kann lügen), nicht flexibel genug, keine Nuancen, oberflächliche Informationen.

Experimentelles Labor (Exp. Labor)

Stärken: Wiederholbar, Kontrollvariablen (Stellgrößen), einfache Verallgemeinerung.

Schwächen: Nicht das wirkliche Leben, schwierige Extrapolation, Antworten werden durch das Experiment beeinflusst.

Lebensgeschichten (Life Stories)

Stärken: Sehr viel und tiefe Informationen, Untersuchung der Entwicklung von Handlungen und Überzeugungen, Zugang zum Alltag.

Schwächen: Abhängig von Erinnerungen, Informationen können verzerrt sein.

Inhaltsanalyse (Content Analysis)

Stärken: Große Korpusstudie möglich, einfache Replikation, Quantifizierung.

Schwächen: Kontext/Sprachnuancen werden nicht immer berücksichtigt.

Redeanalyse (Speech Analysis)

Stärken: Gründliche Analyse von Reden erlaubt die Analyse verschiedener Ebenen.

Schwächen: Kleiner Korpus erfordert eine eingehende Auseinandersetzung mit der Materie.

Gruppenentscheidung (Fokusgruppen)

Stärken: Tiefe Informationen über das wirkliche Leben, flexibel, stimulierend, hohe subjektive Validität, schnelle Ergebnisse.

Schwächen: Geringere Kontrolle als bei Lebensgeschichten, schwierige Analyse der Informationen, gute Interviewschulung erforderlich.

Delphi-Methode

Stärken: Gruppe ist räumlich getrennt (kein direkter Einfluss), Reichtum an verschiedenen Ansichten.

Schwächen: Schwierig, die Qualität der Anfragen zu gewährleisten, eine größere Anzahl von Runden führt zu stärkerem Engagement.

Synergien der Kommunikation

Die Synergien der Kommunikation (Folgen massenhafter Kommunikation) können verstärkt oder infrage gestellt werden, wobei die Nuancen der Botschaften zu beachten sind.

Entdeckung der Kommunikation und Emotionen

Hume, Kant oder Dewey bewerteten unterschiedliche Vorstellungen von Emotionen anders. Seit den 80er Jahren wurden Emotionen aus vielen Bereichen untersucht. Rodrigo betonte, dass Emotionen aus einer multidisziplinären Perspektive angegangen werden müssen. Heute sind sie ein Dreh- und Angelpunkt für das Verständnis der Gesellschaft und somit auch von Interesse für Kommunikationsstudien (Rodrigo, Lits, Martin-Barbero).

Derzeit gibt es zwei Hauptansätze:

  1. Der universalistische, positivistische Ansatz (Darwin, James): Dieser Ansatz kümmert sich nicht um die Ursachen, sondern nur um die Fakten und Gesetze, die sie regieren.
  2. Der relativistische Ansatz (Goffman): Es gibt keine absoluten Wahrheiten.

Die Kommunikationswissenschaft interessiert sich für den phänomenologischen Charakter (Teil des interaktionistischen, interpretativen, konstruktivistischen Paradigmas):

  • a) Emotionen sind nicht natürlich, sondern ein soziales Konstrukt.
  • b) Emotionales Verhalten wird von der Person erfahren.
  • c) Emotionen werden durch kulturelle Muster bestimmt, erfahren und manifestieren sich in besonderen sozialen Situationen.

Zusammenfassend: Das Verhalten und die Ausdrücke von Emotionen werden in verschiedenen Diskursen der Massenmedienkommunikation (MMCC) konstruiert.

Beispiele für die Konstruktion von Emotionen

  • Information: Z. B. Gefühl des Vertrauens (Rodrigo als pragmatischer Treuhandvertrag).
  • Unterhaltungsprogramme: Z. B. Unterhaltung (zum Fühlen), hier gelten andere Regeln.
  • Reality-Show: Ein Hybrid zwischen den beiden Ansätzen.

Interkulturelle Kommunikation

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